
Lufthansa-Flug nach München meldet Notfall, 184 Personen nach Notlandung evakuiert – Video aus dem Flugzeug
Was als gewöhnlicher Rückflug aus dem Griechenland-Urlaub begann, endete für 177 Passagiere in einem Moment, den sie so schnell nicht vergessen werden. Kaum hatte der Lufthansa-Airbus Athen verlassen, begann ein Albtraum.
Der Flug LH 1753 war bereits vor dem Start problematisch. Mehr als zwei Stunden nach dem ursprünglich geplanten Abflug um 15.45 Uhr hob der Airbus A321 schließlich in Athen ab – mit 177 Passagieren und 7 Crewmitgliedern an Bord. Das Ziel: München. Viele der Reisenden hatten nach einem Griechenland-Urlaub einfach nur nach Hause gewollt. Die Verzögerung war ärgerlich, doch niemand ahnte, was noch kommen sollte.

Internetnutzer reagieren auf das Video | Quelle: facebook.com/share/p/1946F93XxM/
Mitten im Steigflug ertönte plötzlich eine Warnmeldung im Cockpit. Die Piloten reagierten sofort und drehten die Maschine Richtung Athen um. Das Flugradar zeichnete den plötzlichen Kurswechsel auf – für Flugzeugbeobachter am Boden ein deutliches Zeichen, dass etwas nicht stimmte. Der Airbus erklärte eine Luftnotlage und forderte eine priorisierte Landegenehmigung an.
Die Maschine landete sicher auf dem Flughafen Athen und rollte eigenständig zur Parkposition. Doch damit war die Gefahr noch nicht vorbei. Im hinteren Teil der Kabine breitete sich ein starker Kerosingeruch aus – und die Crew traf eine folgenschwere Entscheidung.

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Lufthansa bestätigte gegenüber RTL und BILD:
„Die Cockpitcrew des Airbus A321 erklärte gemäß den vorgegebenen Verfahren eine Luftnotlage, um eine priorisierte Landegenehmigung zu erhalten. Das Flugzeug ist normal gelandet und konnte selbstständig zur Parkposition rollen."
Kurz darauf folgte die Evakuierung. „Aufgrund starker Geruchsentwicklung im hinteren Flugzeugbereich entschied sich die Crew für den Einsatz von Notrutschen. An Bord waren 177 Passagiere und 7 Crewmitglieder. Drei Passagiere wurden beim Aussteigen leicht verletzt und medizinisch betreut."

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Was dann auf dem Rollfeld geschah, zeigen Videos, die sich rasch in sozialen Netzwerken verbreiteten. Auf dem Boden brach Panik unter den Passagieren aus. Ein Video zeigt, wie Passagiere überstürzt zu den Notausgängen drängen – manche ohne Schuhe, andere mit leeren Händen. Die Kabine füllte sich mit Schreien und Weinen. Eine Frau sagte zu einer Sitznachbarin:
„Du brauchst deinen Laptop nicht, du brauchst dein Leben."
Die Crew versuchte, die Menschen zu beruhigen und geordnet über die Notrutschen zu leiten. Über die Lautsprecher war die Pilotin zu hören: „Passenger Evacuation, Passenger Evacuation!" – das offizielle Kommando zur sofortigen Räumung des Flugzeugs. Flugbegleiter riefen: „Alles liegen lassen, raus, raus!" Für viele Passagiere war es der beängstigendste Moment ihres Lebens.

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Drei Passagiere verletzten sich beim Aussteigen leicht und wurden medizinisch versorgt. Die Verletzungen gelten als nicht lebensbedrohlich. Die übrigen Reisenden mussten noch rund fünf Stunden am Flughafen Athen ausharren, bevor das Bodenpersonal sie auf andere Flüge umbuchen und mit Hotelzimmern versorgen konnte. Ein langer, erschöpfender Abend für Menschen, die längst zu Hause hätten sein sollen.
Lufthansa äußerte sich mit einem klaren Statement: „Lufthansa bedauert den Vorfall und entschuldigt sich ausdrücklich bei ihren Gästen. Die Sicherheit von Fluggästen und Crews hat zu jeder Zeit oberste Priorität." Die Maschine wurde von Technikern untersucht, um die Ursache der Triebwerkswarnmeldung und des Kerosingeruchs zu klären.
Was genau die Warnmeldung im Cockpit auslöste und ob ein technischer Defekt vorlag, ist noch Gegenstand der Untersuchungen. Berichten zufolge soll es kurz nach dem Start eine Feuerwarnung gegeben haben – ob diese bestätigt wurde, ließ Lufthansa bislang offen. Ergebnisse der technischen Untersuchung stehen noch aus.
Dass alle 177 Passagiere und sieben Crewmitglieder das Flugzeug verlassen konnten, darf als glimpfliches Ende einer beängstigenden Situation gewertet werden. Für die Betroffenen bleibt die Erinnerung an einen Flug, der zeigt, wie schnell sich das Gewöhnliche ins Außergewöhnliche verwandeln kann.
