
40 Kinder befanden sich an Bord des Busses, der in der Nähe der A9 in Thüringen verunglückte – zwei Personen schwer verletzt
Ein schwerer Verkehrsunfall hat am Montagmittag den Saale-Orla-Kreis in Thüringen erschüttert. Nahe der Auffahrt zur Autobahn A9 bei Schleiz ist ein Reisebus mit zahlreichen Kindern verunglückt.
Nach Informationen von RTL befanden sich 40 Kinder, vier erwachsene Betreuer sowie der Busfahrer an Bord des Fahrzeugs. Zwei Kinder wurden bei dem Unfall schwer verletzt, mehrere weitere Insassen erlitten leichte Verletzungen.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Ein Reisebus, der auf die Seite gekippt und einen Abhang hinuntergerutscht ist, liegt am Unfallort. Nach Angaben der Polizei wurden mehrere Fahrgäste verletzt. | Quelle: Getty Images
Der Unfall ereignete sich gegen 12.15 Uhr an der Auffahrt zur A9, unweit der Landesgrenzen zu Bayern und Sachsen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei waren zwei Busse hintereinander unterwegs.
Der vordere Bus habe an der Auffahrt angehalten, woraufhin der nachfolgende Bus aus bislang ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam. Das Fahrzeug geriet ins Bankett, rutschte eine etwa fünf Meter tiefe Böschung hinab und blieb schließlich auf der Seite liegen.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz | Quelle: Getty Images
Unmittelbar nach den ersten Notrufen rückten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit einem Großaufgebot an. Neben zahlreichen Rettungswagen war auch ein Rettungshubschrauber im Einsatz, zudem wurde der Katastrophenschutz alarmiert.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz. | Quelle: Getty Images
Einsatzkräfte sicherten die Unfallstelle, während parallel die Bergung und medizinische Versorgung der Businsassen begann. An der Böschung lagen Rucksäcke, Taschen und persönliche Gegenstände der Kinder – ein Bild, das die Dramatik der Situation verdeutlichte.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Ein Polizeibeamter begibt sich zum Ort eines Busunglücks mit mehreren Verletzten. Der Reisebus war auf die Seite gekippt und einen Abhang hinuntergerutscht. | Quelle: Getty Images
Nach Angaben der Polizei wurden zwei Kinder schwer verletzt und mussten umgehend in spezialisierte Kliniken gebracht werden. Die übrigen Kinder sowie die erwachsenen Begleitpersonen erlitten überwiegend leichte Verletzungen oder standen unter Schock.
Alle Insassen des verunglückten Busses wurden vorsorglich auf insgesamt fünf Krankenhäuser in der Region verteilt und dort medizinisch untersucht. Angaben zum genauen Alter der betroffenen Kinder machte die Polizei zunächst nicht.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Ein Polizist filmt die Unfallstelle eines Busunglücks mit mehreren Verletzten. Der Reisebus war auf die Seite gekippt und einen Abhang hinuntergerutscht | Quelle: Getty Images
Die Kinder, die sich im nicht betroffenen ersten Bus befanden, blieben körperlich unverletzt. Dennoch wurden auch sie vor Ort von Notfallseelsorgern betreut.
Ziel war es, den Kindern in der akuten Stresssituation Halt zu geben und erste Gespräche zur Verarbeitung des Erlebten anzubieten. Auch für viele Einsatzkräfte war der Unfall aufgrund der großen Zahl minderjähriger Betroffener besonders belastend.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rucksäcke und Taschen der Businsassen liegen nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten am Unfallort. | Quelle: Getty Images
Zur Ursache des Busunglücks konnten die Ermittler zunächst keine abschließenden Angaben machen. Die Polizei hat die Untersuchungen aufgenommen und prüft verschiedene Szenarien.
Dabei werden unter anderem die Fahrweise, mögliche technische Defekte, der Straßenzustand sowie äußere Einflüsse berücksichtigt. Auch Zeugenaussagen der Insassen des ersten Busses und der beteiligten Einsatzkräfte sollen in die Ermittlungen einfließen.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz. | Quelle: Getty Images
Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten kam es im Bereich der A9-Auffahrt zu Verkehrsbehinderungen. Die Straße musste zeitweise vollständig gesperrt werden, um den Einsatzkräften ausreichend Platz zu verschaffen und den Bus zu sichern. Erst am Nachmittag konnte die Unfallstelle schrittweise wieder freigegeben werden.

19. Januar 2026, Thüringen, Schleiz: Rettungskräfte von Polizei und Feuerwehr sind nach einem Busunfall mit mehreren Verletzten auf der Auffahrt zur Autobahn A9 im Einsatz. | Quelle: Getty Images
Für die Eltern der betroffenen Kinder waren die ersten Stunden nach Bekanntwerden des Unfalls von großer Sorge geprägt. Entsprechend groß war die Erleichterung, als sich herausstellte, dass der überwiegende Teil der Kinder nur leichte Verletzungen davongetragen hat. Dennoch bleibt der Vorfall ein Schock – sowohl für die Familien als auch für die Region.

Facebook-Kommentare über den Vorfall | Quelle: facebook.com/RTL
Busunfälle mit Schul- oder Reisegruppen rücken regelmäßig die Frage nach Verkehrssicherheit in den Fokus. Fachleute betonen, wie wichtig regelmäßige Fahrzeugkontrollen, eine angepasste Fahrweise im Bereich von Autobahnauffahrten sowie ausreichend Pausen für Fahrer sind. Die kommenden Tage dürften weitere Erkenntnisse zum genauen Unfallhergang bringen, sobald die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen sind.
