15-jähriger Junge ertrinkt in See: Bis zu 200 Schaulustige versperren den Einsatzkräften den Weg

Ein 15-jähriger Junge ist am Montag, den 15. Juni 2021, in der Nähe von Bremen in einem See ertrunken.

In Bremen hat sich ein tragischer Unfall ereignet, bei dem ein 15 Jahre alter Junge ums Leben kam. Der 15-Jährige ertrank laut einem Bericht des Presseportals im Achterdieksee in Oberneuland. Der Jugendliche soll sich zum Schwimmen im See aufgehalten haben und aus noch ungeklärter Ursache plötzlich Probleme bekommen haben, sich selbst über Wasser zu halten.

Der Junge fing Berichten zufolge an, inmitten seiner Freunde um Hilfe zu rufen. Daraufhin sollen mehrere Helfer noch versucht haben, ihn aus dem Wasser zu retten — erfolglos. Badegäste halfen daraufhin bei der Suche nach dem Jungen. Nachdem ein Zeuge den 15-Jährigen schließlich entdeckte, gelang es Tauchern der Feuerwehr, ihn aus dem Wasser zu ziehen.

Alle Reanimationsversuche scheiterten. Dieser Vorfall bringt jedoch nicht nur Tragik, sondern auch Empörung mit sich, denn während man versuchte, das Leben des Jungen zu retten, sammelten sich hunderte Schaulustige, um Fotos und Handys zu machen. Dadurch behinderten sie die Rettungskräfte vor Ort.

Die Situation eskalierte dermaßen, dass die Polizei sich gezwungen sah, Sichtschutzwände aufzubauen, um die Gaffer auf Abstand zu halten. Die Polizei hat eindringlich gebeten, sich an Unfallstellen nicht länger als nötig aufzuhalten, wenn man kein Zeuge oder Ersthelfer ist. 

Gaffer behindern die wichtige Arbeit der Rettungskräfte nur unnötig und riskieren damit immer wieder Menschenleben. Im Todesfall des ertrunkenen Jungen sollen rund 200 Schaulustige mit ihren Handys die Arbeiten behindert und gegafft haben.

Angehörige des Jungen trafen am Badesee ein und mussten noch vor Ort betreut werden. Die Polizei hat die Ermittlungen in dem Todesfall aufgenommen und versucht, die genauen Umstände des tragischen Vorfalls aufzuschlüsseln.

Jeder kann die Arbeit von Polizei, Feuerwehr und anderen Rettungskräften unterstützen, indem man ihnen den Raum gibt, ihre Arbeit ungehindert zu verrichten. Rettungswege sollten stets freigehalten werden. Unnötiges Gaffen kann Menschenleben kosten. In einer Not-Situation hofft jeder Mensch darauf, so schnell wie möglich die dringend benötigte Hilfe zu erhalten.

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