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Der Schauspieler Fritz Karl zu Gast bei der ZDF-Veranstaltung „Orange Hour“, die im Rahmen der Münchner Filmfestspiele im H'ugo's stattfindet. | Quelle: Getty Images
Der Schauspieler Fritz Karl zu Gast bei der ZDF-Veranstaltung „Orange Hour“, die im Rahmen der Münchner Filmfestspiele im H'ugo's stattfindet. | Quelle: Getty Images

Fritz Karl sagt, er sei ein „schlechtes Vorbild“ für seine Kinder – dann macht er im Urlaub eine Regel, die bei den Nutzern für heftige Reaktionen sorgt

Maren Z.
24. Feb. 2026
18:17

Fritz Karl ist vieles: gefeierter Schauspieler, Drehbuchautor, Familienmensch. Doch wenn er über sein Privatleben spricht, klingt er weniger wie ein TV-Star – und mehr wie ein Vater, der mit denselben Herausforderungen ringt wie viele andere. Besonders ein Thema bringt ihn regelmäßig „auf die Palme“: das Handy.

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Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur teleschau findet der 58-Jährige deutliche Worte. „Das Thema Handy ist ein täglicher Kampf in unserer Familie“, sagt er offen. Mit Ehefrau Elena Uhlig hat Karl vier gemeinsame Kinder, aus einer früheren Ehe stammen drei weitere, inzwischen erwachsene Kinder. Dazu kommen mehrere Enkelkinder. Eine Großfamilie, in der unterschiedliche Generationen und Lebensrealitäten aufeinandertreffen.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Bunte

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Bunte

Vor allem mit seinen beiden pubertierenden Söhnen gerate er immer wieder aneinander, wenn es um Bildschirmzeiten und digitale Dauerpräsenz gehe. Die jüngeren Töchter seien davon noch weniger betroffen, doch der grundsätzliche Konflikt bleibe. Für Karl steht fest: Smartphones prägen die heutige Jugend stärker, als ihm lieb ist.

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Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Bunte

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Wie ernst es ihm ist, zeigte sich bei einer Reise nach Griechenland. Noch vor der Abfahrt stellte er eine klare Bedingung. „Als wir nach Griechenland in den Urlaub aufbrachen, sagte ich: 'Entweder die Handys bleiben zu Hause, oder ich bleibe zu Hause'“, berichtet er. Die Entscheidung fiel – zugunsten des Familienurlaubs. Er fügte an, was das Ergebnis seines Ultimatums war: „Die Handys blieben tatsächlich zu Hause.“ In einem Interview fügte er an:

„Ich war gerade drei Wochen mit meinen Kindern im Urlaub. Da gab es Handyverbot. Wir haben Spiele gespielt, auch alte Brettspiele. Wir haben viel miteinander geredet. Und in Momenten der Ruhe, ja Langeweile entsteht auch Kreativität. Ich finde, Kinder sollten erst mit 14 ein Smartphone bekommen. Das ist leider nur schwer durchzusetzen.“

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Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Bunte

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Was als Erziehungsmaßnahme gedacht war, entwickelte sich für die Familie zu einem Experiment. Bereits nach zwei Tagen hätten die Kinder festgestellt, dass in vielen Restaurants Paare zwar gemeinsam am Tisch säßen, jedoch kaum miteinander sprächen – stattdessen liege meist das Handy griffbereit daneben. Für Karl ein Sinnbild einer Entwicklung, die er kritisch betrachtet.

Seine Aussagen sorgen in sozialen Netzwerken für geteilte Reaktionen. Während manche Nutzer seine Haltung unterstützen und den Verzicht als konsequent und vorbildlich loben, empfinden andere den Ton als zu strikt.

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Besonders die Ultimatum-Formulierung stößt bei einigen auf Unverständnis. Doch Karl bleibt bei seiner Überzeugung: Manchmal müsse man Grenzen setzen – auch deutlich.

Gleichzeitig überrascht er mit einem anderen Geständnis. In einem Interview mit „Schöne Woche“ bezeichnet er sich selbst als „absolut schlechtes Vorbild“, zumindest in Sachen Ernährung und Lebensstil.

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Während seine Söhne auf Fitness und Ernährungspläne achten und seine Töchter beginnen, sich für Styling zu interessieren, bekennt Karl freimütig seine Vorliebe für Pasta mit Parmesan und ein Glas Rotwein. Disziplin in sportlicher Hinsicht? Eher nicht sein Markenzeichen.

Trotz aller Unterschiede zwischen den Generationen betont er die Bedeutung von Zusammenhalt. Familie sei für ihn kein Status, sondern ein Gefühl – geprägt von Vertrauen, gemeinsamer Zeit und unausgesprochener Verbundenheit. Wichtig sei, miteinander zu feiern, zu essen, zu reden.

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Auch gesellschaftliche Entwicklungen sieht er differenziert. Zwar nehme er eine Atmosphäre wahr, die stärker von Angst geprägt sei als früher, doch grundlegende Bedrohungen habe es immer gegeben. Entscheidend sei, Kindern Selbstvertrauen zu vermitteln – und ihnen Freiräume zu lassen.

Der Anlass des Interviews war die neue ARD-Krimireihe „Der Salzburg-Krimi: Tod am Wolfgangsee“, in der Karl erneut den Kriminalpsychologen Thomas Meiberger spielt. Neben der Hauptrolle war er erstmals auch am Drehbuch beteiligt.

Doch jenseits von Kamera und Drehort bleibt ein Thema dominant: die Frage, wie man als Vater in einer digitalisierten Welt Orientierung gibt. Fritz Karl hat darauf seine ganz eigene Antwort gefunden – auch wenn sie nicht jedem gefällt.

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