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20. Januar 2026, Berlin: Absperrbänder sind an der Kindertagesstätte in Niederschöneweide zu sehen, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam. | Quelle: Getty Images
20. Januar 2026, Berlin: Absperrbänder sind an der Kindertagesstätte in Niederschöneweide zu sehen, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam. | Quelle: Getty Images

Onkel des 5-jährigen Jungen, der in einer Berliner Kindertagesstätte gestorben ist, hat eine Botschaft an die Öffentlichkeit gerichtet

Maren Z.
21. Jan. 2026
19:22

Es ist ein Schicksalsschlag, der sprachlos macht. Nach dem tödlichen Unfall in einer Berliner Kindertagesstätte, bei dem ein fünfjähriger Junge ums Leben kam, versucht die Familie langsam zu begreifen, was geschehen ist. Während die Ermittlungen noch laufen, richtet sich nun ein naher Angehöriger mit bewegenden Worten an die Öffentlichkeit.

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Der tragische Vorfall ereignete sich am Montagvormittag in der Kita „Adlerküken“ im Berliner Ortsteil Niederschöneweide. Gegen 10.15 Uhr kam es dort zu einem schweren Unglück: Eine Glastür löste sich aus ihrer Halterung und stürzte in einen Raum.

20. Januar 2026, Berlin: Vor der Kindertagesstätte in Niederschöneweide, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam, liegen Kerzen, Blumen und Kuscheltiere. | Quelle: Getty Images

20. Januar 2026, Berlin: Vor der Kindertagesstätte in Niederschöneweide, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam, liegen Kerzen, Blumen und Kuscheltiere. | Quelle: Getty Images

Der schwere Gegenstand traf den Jungen so unglücklich, dass jede Hilfe zu spät kam. Trotz sofortiger Rettungsmaßnahmen verstarb das Kind noch am Unfallort. Die Polizei untersucht derzeit, ob ein technischer Defekt oder ein Handhabungsfehler zu dem Unfall geführt hat.

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Auch die Tagesstätte äußerte sich mittlerweile auf ihrer Homepage:

„Tragischer Unfall in unserer KITA Adlerküken

Am 19. Januar 2026 ereignete sich am Vormittag ein tragischer Unfall in unserer KITA Adlerküken. Dabei ist ein fünfjähriger Junge tödlich verunglückt.

Wir sind fassungslos, tief traurig und tragen selbstverständlich zur lückenlosen Aufklärung dieses Unfalls bei.

In Gedanken sind wir bei der Familie und allen Angehörigen des Kindes und drücken unser tief empfundenes Mitgefühl aus.

Unseren Kolleg*innen sowie der gesamten KITA-Gemeinschaft wünschen wir ebenfalls unendlich viel Kraft in dieser schwierigen Situation.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Außerdem ist/war ein Kriseninterventionsteam im Einsatz. Wir danken allen Helfer*innen, den Einsatzkräften sowie Kolleg*innen für ihren Einsatz!

Mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie befinden wir uns im engen Austausch, um weiterhin die Betreuung der Kinder sicherzustellen.

Aus Rücksicht auf die Familie und aus Gründen der laufenden Ermittlungen bitten wir um Verständnis, dass wir derzeit keine weiteren Angaben machen können.“

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Für die Familie des Jungen begann mit diesem Moment eine Zeit, die von Schock, Trauer und unzähligen offenen Fragen geprägt ist. Besonders schwer wiegt, dass der Verlust nicht nur emotional kaum zu fassen ist, sondern auch ganz praktische Sorgen nach sich zieht. In dieser Ausnahmesituation hat sich der Onkel des Kindes, Phillip Fuchs, entschlossen, öffentlich um Unterstützung zu bitten.

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Auf der Plattform GoFundMe startete er eine Spendensammlung für die Familie. In seinem Aufruf beschreibt er den Schmerz der Angehörigen und macht deutlich, wie sehr sie im Moment an ihre Grenzen stoßen.

Die Trauer sei unermesslich, erklärt er, und werde von zusätzlichen finanziellen Belastungen überschattet. Ziel der Spendenaktion ist es, der Familie einen würdevollen Abschied zu ermöglichen und sie in den kommenden Wochen zu entlasten.

20. Januar 2026, Berlin: Vor der Kindertagesstätte in Niederschöneweide, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam, liegen Kerzen, Blumen und Kuscheltiere. | Quelle: Getty Images

20. Januar 2026, Berlin: Vor der Kindertagesstätte in Niederschöneweide, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam, liegen Kerzen, Blumen und Kuscheltiere. | Quelle: Getty Images

Begleitet wird der Spendenaufruf von einem symbolischen Bild: Ein Kind mit Engelsflügeln, das über eine Regenbogenbrücke geht. Es ist ein stilles Motiv, das vielen Menschen aus dem Herzen spricht.

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In seinem Text schreibt der Onkel, dass der Tod des Jungen das Leben der Familie für immer verändert habe – ein Gedanke, der sich wie ein roter Faden durch die Reaktionen zieht.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Auch gegenüber RTL äußerte sich Phillip Fuchs zur Situation der Familie. „Die Familie hat noch nicht begriffen, was passiert ist und steht unter Schock. Sie warten jetzt erstmal die polizeilichen Ermittlungen ab.“ Diese Worte verdeutlichen, wie frisch die Wunde ist und wie wenig Raum bislang für echte Trauer bleibt.

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In der Beschreibung der Spendensammlung heißt es weiter:

„Hallo ich bin Phillip, der Onkel des kleinen Jungens.

Mit unendlicher Trauer und einem Schmerz, der kaum zu beschreiben ist, müssen wir von einem unfassbaren Verlust in unserer Familie berichten. In der Kindertagesstätte „Adlerküken“ in Berlin-Niederschöneweide kam es am Montagmorgen zu einem tragischen Unfall, der unser Leben für immer verändert hat. Unser fünfjähriger Junge wurde von einer schweren Tür tödlich verletzt. Trotz aller sofort eingeleiteten Rettungsmaßnahmen verstarb er noch am Unfallort.

Ein fröhliches Kinderlachen ist verstummt. Ein viel zu kurzes Leben wurde jäh aus dem Alltag gerissen. Zurück bleiben Leere, Fassungslosigkeit und ein Schmerz, der jede Sekunde spürbar ist. Nichts kann uns auf diesen Verlust vorbereiten, nichts kann ihn erklären oder lindern.

Neben der unermesslichen Trauer steht unsere Familie nun auch vor großen finanziellen Herausforderungen. Die Kosten für eine würdige Beerdigung und einen liebevollen Abschied sind eine zusätzliche Last in einer Zeit, in der jeder Atemzug schwerfällt. Wir möchten unserem kleinen Jungen einen Abschied schenken, der seiner Liebe, seinem Lachen und seinem Platz in unserem Leben gerecht wird.“

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20. Januar 2026, Berlin: Absperrbänder sind an der Kindertagesstätte in Niederschöneweide zu sehen, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam. | Quelle: Getty Images

20. Januar 2026, Berlin: Absperrbänder sind an der Kindertagesstätte in Niederschöneweide zu sehen, wo gestern ein Junge bei einem Unfall ums Leben kam. | Quelle: Getty Images

Die Resonanz ist groß. Innerhalb weniger als 24 Stunden kam bereits eine fünfstellige Summe zusammen. Zahlreiche Menschen hinterließen mitfühlende Kommentare, Herzen oder Gebete. Viele kennen die Familie nicht persönlich – und doch fühlen sie sich verbunden durch das Mitgefühl für einen Verlust, der jede Vorstellungskraft übersteigt.

Phillip Fuchs zeigte sich von der Anteilnahme tief bewegt und bedankte sich öffentlich für die Unterstützung. Seine Botschaft ist klar: Inmitten unermesslicher Trauer gibt es Trost darin, nicht vergessen zu sein.

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