"Die haben echt richtig geackert": Frau richtet nach Baumfall warme Worte an Kölner Feuerwehr

Die Einsatzkräfte in NRW, dem Saarland und in Rheinland-Pfalz kommen kaum hinterher. Bilder der Sturm- und Flutschäden sind erschütternd. Auch die Stadt Köln ist betroffen. Dort hat eine Anwohnerin nun warme Worte des Dankes für die Feuerwehr, die ein mögliches großes Unglück verhinderte.

Man kann sich die Zustände in Westdeutschland kaum vorstellen. Die Fotos aus den vom Sturm und den folgenden Überschwemmungen betroffenen Regionen sind erschütternd.

Fahrzeuge wurden fortgeschwemmt und teilweise umgedreht. Häuser wurden unterspült und sind eingestürzt. Menschen und Rettungskräfte ertranken in den Wassermassen.

Vielerorts stieß die Feuerwehr an ihre Grenzen, weshalb neben dem THW und dem Deutschen Roten Kreuz sich auch die Bundeswehr an Einsätzen beteiligt. Die Feuerwehr der Stadt Köln hat eine zweite Hotline eingerichtet, um eingehende Anrufe nach Anliegen sortieren und priorisieren zu können.

Die 112 gilt für medizinische Notfälle oder Brände und Fälle, bei denen menschliches Leben auf dem Spiel steht. Unter 0800-221-0001 erreichen Anwohner*innen die Feuerwehr, um alle weiteren Schäden und Gefahren zu melden, die mit dem Unwetter zusammenhängen.

Donnerstagabend vermeldete die Feuerwehr Köln auf ihrem Instagram-Kanal, dass sie seit Mittwoch zu über 2.900 Einsätzen ausgerückt sei. Weitere 1.000 stünden noch aus.

Einer davon fand bei der Kölnerin Sabina Meyer-Molnar statt. Die 47-Jährige lebt im Stadtteil Höhenhaus in einem Mehrfamilienhaus. Am Mittwochnachmittag bemerkte Meyer-Molnar, dass ein Baum auf das Haus zu fallen drohte.

"In unserem Garten war ein Baum in Schieflage geraten und ragte in meinen Balkon rein. Ich habe sofort die Feuerwehr gerufen, die nach einer Stunde kommen konnte," erläuterte sie die Lage dem "EXPRESS".

Die Rettungskräfte begannen damit, den Baum astweise zu zersägen und zu zerlegen, um den Einsturz zu verhindern und weitere Schäden am Gebäude zu vermeiden.

Die Anwohnerin beschrieb, dass die Feuerwehr mehrere Stunden dafür benötigten und dabei dem anhaltenden Regen ausgesetzt waren und fügte hinzu "Ich habe ihnen Wasser und Limonade angeboten. Die haben echt richtig geackert. Am Ende haben sie den Baum dann gefällt."

Damit war das Mehrfamilienhaus gerettet. Die Erleichterung war groß – und auch die Dankbarkeit. Die wollte Sabina Meyer-Molnar nicht unausgedrückt lassen. Sie dankte "allen Einsatzkräften, die aufopferungsvoll allen helfen, die vom Unwetter betroffen sind. Ihnen gebührt größte Anerkennung."

Dies gilt für die Einsatzkräfte im gesamten Sturmgebiet. Es wird noch Tage dauern, um selbst die gröbsten Spuren des Sturmes zu beseitigen.

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