
Gerabronn trauert um Bürgermeister Christian Mauch (40), der bei einem nächtlichen Autounfall ums Leben kam
Die Nachricht erschüttert eine ganze Region: Die Kleinstadt Gerabronn im Landkreis Schwäbisch Hall trauert um ihren Bürgermeister Christian Mauch. Der parteilose Kommunalpolitiker ist im Alter von nur 40 Jahren bei einem nächtlichen Autounfall ums Leben gekommen.
Für viele Bürgerinnen und Bürger kam die Meldung völlig unerwartet – nur Stunden zuvor war Mauch noch bei öffentlichen Veranstaltungen in der Stadt unterwegs gewesen.

Polizei | Quelle: Getty Images
Der tödliche Unfall ereignete sich in der Nacht zu Mittwoch auf der Kreisstraße 2515 zwischen Michelbach an der Heide und Liebesdorf. Nach bisherigen Erkenntnissen war der Bürgermeister gegen Mitternacht mit seinem Wagen auf der Strecke unterwegs, als es zu dem folgenschweren Unglück kam. Die Straße war zu diesem Zeitpunkt nass, zudem hatte es zuvor leicht geschneit – Faktoren, die nach ersten Einschätzungen eine Rolle gespielt haben könnten.
Wie die Polizei mitteilte, kam Mauch mit seinem Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab. In der Folge prallte das Auto frontal gegen einen Baum. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Wagen anschließend noch rund 35 Meter einen Abhang hinuntergeschleudert. Für den 40-Jährigen kam jede Hilfe zu spät.

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Der Bürgermeister wurde in dem schwer beschädigten Fahrzeug eingeklemmt. Einsatzkräfte konnten ihn zwar bergen, doch er erlag noch an der Unfallstelle seinen schweren Verletzungen. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Kreisstraße vollständig gesperrt werden.
Zur genauen Ursache laufen weiterhin Ermittlungen. Ein Polizeisprecher erklärte: „Wir haben Spuren gesichert, sie müssen jetzt ausgewertet werden.“ Ob überhöhte Geschwindigkeit, Straßenglätte oder ein medizinischer Notfall eine Rolle gespielt haben, ist derzeit noch Gegenstand der Untersuchungen.

Polizeiauto, das an einem weißen Gebäude geparkt ist. | Quelle: Getty Images
Besonders tragisch: Christian Mauch war offenbar auf dem Heimweg. Zuvor hatte er noch am örtlichen Pferdemarkt sowie an einem Faschingsumzug teilgenommen – Veranstaltungen, bei denen er traditionell nah bei den Bürgern war. Gegen 23.30 Uhr setzte er sich ans Steuer seines VW Touran, um zu seiner Familie zurückzukehren. Nur rund 20 Minuten später kam es zu dem tödlichen Unfall.
Mit seinem Tod verliert Gerabronn nicht nur sein Stadtoberhaupt, sondern auch eine prägende Persönlichkeit des öffentlichen Lebens. Seit 2017 stand Mauch an der Spitze der rund 4.500 Einwohner zählenden Kommune. Erst im Februar 2025 war er mit überwältigender Zustimmung im Amt bestätigt worden – 99 Prozent der Wählerinnen und Wähler sprachen ihm damals erneut ihr Vertrauen aus.

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Seine Wiederwahl galt als klares Zeichen der Wertschätzung. Viele Bürger beschrieben ihn als nahbar, engagiert und bodenständig – einen Bürgermeister, der präsent war und die Anliegen der Menschen ernst nahm.
Die Stadtverwaltung reagierte unmittelbar auf die tragische Nachricht. Das Rathaus blieb am Folgetag geschlossen, auf dem Anrufbeantworter wurde von einem „Trauerfall“ gesprochen. Zahlreiche Einwohner legten Blumen nieder oder äußerten in sozialen Netzwerken ihre Anteilnahme.

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Besonders schmerzlich ist der Verlust für Mauchs Familie. Der 40-Jährige hinterlässt seine Ehefrau und vier Kinder. Für sie – wie auch für die gesamte Stadt – ist der plötzliche Tod kaum zu begreifen.
Dabei hätte 2026 eigentlich ein Jahr der Feierlichkeiten werden sollen. Gerabronn begeht in diesem Jahr sein 800-jähriges Stadtjubiläum. Für den Sommer, genauer vom 3. bis 5. Juli, war ein großes Festwochenende geplant – ein Ereignis, das Bürgermeister Mauch maßgeblich mit vorbereitet hatte.

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Nun wird dieses Jubiläumsjahr von Trauer überschattet. Wie die Feierlichkeiten stattfinden können, ist aktuell offen. Zunächst steht für die Stadtgemeinschaft das Gedenken an ihren verstorbenen Bürgermeister im Vordergrund.
Christian Mauch galt als Politiker, der seine Aufgabe nicht nur verwaltete, sondern lebte. Seine Arbeit war geprägt von kommunaler Nähe, direkter Ansprache und dem Willen, seine Stadt weiterzuentwickeln. Viele Projekte, die er angestoßen hatte, werden nun ohne ihn fortgeführt werden müssen.

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Der nächtliche Unfall reißt damit nicht nur eine persönliche, sondern auch eine politische Lücke. Gerabronn verliert einen Bürgermeister, Familienvater und engagierten Gestalter – und steht nun gemeinsam vor der Aufgabe, Abschied zu nehmen.
Während die Ermittlungen zur Unfallursache weiterlaufen, bleibt vor allem eines: tiefe Bestürzung über einen Verlust, der die Stadt unvorbereitet getroffen hat – und dessen Folgen noch lange spürbar sein werden.
