logo
Getty Images
Getty Images

Wanda Perdelwitz' ("Großstadtrevier") Mutter erkrankte mit 53 Jahren an Demenz

Maren Z.
22. Mai 2021
20:10

Wanda Perdelwitz sprach in einem Interview offen über die Demenzerkrankung ihrer Mutter.

Werbung

Mutter Heidrun erkrankte im Alter von 53 Jahren an Demenz. Die Theaterschauspielerin aus Berlin kämpfte zehn lange Jahre tapfer gegen die Krankheit und die Vergesslichkeit. Perdelwitz musste mit ansehen, wie ihre Mutter immer mehr abbaute und zu einem Schatten ihrer früheren Selbst wurde.

Werbung

Der Weg dorthin soll sie, Berichten aus dem Magazin "Bunte" zufolge, als Tochter an die Grenzen gebracht haben. Im Herbst 2020 starb ihre Mutter und die Schauspielerin musste Abschied nehmen. Die Schauspielerin verriet, dass bei ihr Tod und Geburt ganz nah beieinander gelegen hätten, denn im Jahr vor dem Tod ihrer Mutter kam ihr Sohn zur Welt. Sie sagte:

"Geburt und Tod – beide Erlebnisse waren sehr einschneidend und haben hoffentlich einen weiseren Menschen aus mir gemacht. Vor allem der Weg meiner Mutter bis in den Tod war ein schmerzhafter Prozess, von dem der Tod nur der Abschluss war."

Werbung

Dass sie all das nicht alleine durchmachen muss, erkannte die Schauspielerin, als sie mit Bekannten und Freunden aus ihrem Umfeld darüber sprach

DER WEG ZUR DIAGNOSE

Ihre Mutter starb im Alter von 64 Jahren. Mit 53 Jahren war die Demenzerkrankung bei ihr festgestellt worden. Die Schauspielerin erkannte recht spät, was mit ihrer Mutter vor sich ging, verriet sie. Anfänglich habe sie gedacht, ihre Mutter sei einfach vergesslich.

Die Demenz war ein schleichender Prozess. Ihre Mutter habe angefangen, Notizzettel in der Wohnung zu verteilen, um sich an wichtige Termine, Geburtstag oder Namen zu erinnern. Zu dem Zeitpunkt habe sie sich zwar gewundert, jedoch noch nichts gesagt, so Perdelwitz.

Werbung

Wie es häufig bei Menschen mit Demenz vorkommt, begann sich dann jedoch die Persönlichkeit ihrer Mutter zu verändern. Sie sagte:

"Ihre Launen wurden unkalkulierbar, sie war vom Wesen her überhaupt nicht mehr sie selbst. Sie vergaß Verabredungen, war unpünktlich, reflektierte sich nicht mehr. Auf einmal waren von all diesen Eigenschaften, die sie so besonders machten, nur noch wenige übrig. Am Theater vergaß sie den Text, hatte Probleme beim Gehen. Das war der Punkt, als wir dann zum Arzt sind."

Dass sie all das nicht alleine durchmachen muss, erkannte die Schauspielerin, als sie mit Bekannten und Freunden aus ihrem Umfeld darüber sprach und daraufhin merkte, wie häufig dies vorkommt.

Werbung

Es ist ein wandelnder und manchmal auch schleichender Prozess, zu lernen, mit dieser Krankheit umzugehen. Besonders für Angehörige ist es sehr schwierig, sich einzugestehen, was eigentlich geschieht. Die Veränderungen im Leben der Betroffenen können einschneidend sein.

Auch Perdelwitz brauchte lange, um sich damit abzufinden und herauszufinden, wie sie mit der Erkrankung ihrer Mutter umgehen konnte. Lange Zeit hegte sie Hoffnung, ihre Mutter würde wieder zu dem Menschen werden, den sie ihr ganzes Leben gekannt hatte — eine Hoffnung, die vielen Betroffenen bekannt vorkommen dürfte.

Es war eine schwere Zeit für die Schauspielerin und sie gestand, oft die Tränen vor ihrer Mutter verborgen zu haben. Halt habe ihr in diesen dunklen Momenten vor allem ihr Sohn, und das, obwohl er noch nicht einmal ein Jahr alt war.

Werbung

Als schlimmsten Moment empfand Perdelwitz den Augenblick, als sie ihre Mutter in ein Heim bringen musste — gegen deren Willen. Die Krankheit hatte jedoch dafür gesorgt, dass ihre Mutter nicht mehr alleine wohnen konnte. Ein harter Schritt, der getan werden musste.

Die Beziehung zu ihrer Mutter war sehr eng. Dies mochte vor allem daran gelegen haben, dass diese sie alleine großzog. Es habe zwischen den beiden Frauen eine "extreme, bedingungslose Verlässlichkeit" geherrscht. Den Verlust dieser Bindung betrauert sie auch heute noch.

Dennoch ist ihre Mutter auch heute noch Teil ihres Lebens. Die Schauspielerin gestand, ihrem Sohn Lieder vorzusingen, die ihre Mutter ihr als Kind ebenfalls vorgesungen habe. So trägt sie die Erinnerung stets in ihrem Herzen mit und sorgt gleichzeitig dafür, dass auch ihr Sohn ein Stück seiner Oma behalten kann.

Werbung
Werbung
info

Die Informationen in diesem Artikel stellen keinen Ersatz für professionellen ärztlichen Rat, eine Diagnose oder eine Behandlung dar. Alle Inhalte, inklusive Text und Bildern, die in AmoMama.de enthalten sind oder durch AmoMama.de zugänglich sind, dienen lediglich der allgemeinen Information. AmoMama.de übernimmt keinerlei Verantwortung für jegliche Handlungen, die als Resultat des Lesens dieses Artikels unternommen werden. Bevor Sie sich irgendeiner Behandlung unterziehen, konsultieren Sie ihren medizinischen Leistungsanbieter.

Ähnliche Neuigkeiten

Ein Blick hinter die Kulissen der Liebesgeschichte und Trennung von Christian Ulmen und Collien Fernandes

20. März 2026

Daveigh Chase, die Stimme von Lilo in „Lilo & Stitch“, ist mit 35 Jahren gestorben – Was ihr Freund über ihre letzten Tage verriet

18. Juni 2026

„Ich würde gern Mama werden“: Jeanette Biedermann mit 46 schwanger

05. März 2026

„Ein neues Leben": Jeanette Biedermann strahlt mit Babybauch – und rührt an ein Tabu

26. Juni 2026

„Ich habe ihn gefragt": Der Vater von Lara Joy Korners verstorbenem Sohn meldet sich zum ersten Mal zu Wort

22. Mai 2026

Die deutsche Schauspielerin Luna Jordan ist im Alter von 25 Jahren „plötzlich und unerwartet“ verstorben – ein traumatisches Ereignis veranlasste sie, Berlin zu verlassen

19. Mai 2026

„Unbegreiflich“: Loredana Wollny bricht den Kontakt zu ihrer Familie ab – ihre Stellungnahme

22. April 2026

„[...] aber für uns ist es vor allem eine Mutter“: Die französische Schauspielerin Nadia Farès stirbt im Alter von 57 Jahren nach einem Badeunfall – Details

20. April 2026

Meine Tochter malte ein Bild für einen einsamen Pflegeheimbewohner – drei Tage später stand ein Anwalt vor unserer Tür

08. Juni 2026

Susen Tiedtke: Ehemalige Weitspringerin, „Miss Olympia“ und Mutter, die um ihren Sohn Max trauert

31. März 2026

„Ein großer Teil meines Lebens ist weggebrochen“: Winfried Glatzeder berichtet von einem herzzerreißenden Verlust

22. April 2026