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Alexander Held | Quelle: Getty Images
Alexander Held | Quelle: Getty Images

Alexander Held strebte eine ganz andere Karriere an, bevor ein Unfall sein Leben veränderte

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Von Jasmine Eisenbeil
21. Mai 2026
17:32

Die deutsche Film- und Fernsehwelt trauert um einen bekannten Charakterdarsteller: Alexander Held ist im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit gestorben. Die Nachricht wurde aus seinem engen Umfeld bestätigt und sorgt für große Bestürzung. Zuletzt lebte der Schauspieler in Tirol. Held hinterlässt ein beeindruckendes filmisches Erbe – und die Geschichte eines Mannes, dessen Lebensweg mehrfach eine überraschende Richtung nahm. Denn vor seinem Erfolg als Schauspieler, strebt Held eine ganz andere Karriere an.

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Wie bekannt wurde, starb Alexander Held am Dienstag, den 12. Mai 2026 im Alter von 67 Jahren nach kurzer Krankheit. Die Nachricht wurde unter anderem vom befreundeten Produzenten Sven Burgemeister bestätigt. In der deutschen Film- und Fernsehszene galt Held als feste Größe. Jemand, der über Jahrzehnte hinweg in unterschiedlichsten Rollen überzeugte.

Alexander Held beim 24. Friedenspreis des Deutschen Films am 24. Juni 2025 in München | Quelle: Getty Images

Alexander Held beim 24. Friedenspreis des Deutschen Films am 24. Juni 2025 in München | Quelle: Getty Images

Ein Leben mit vielen Talenten

Bevor er zu einem bekannten Gesicht in Film und Fernsehen wurde, war Held stark musikalisch geprägt. Bereits in jungen Jahren war er Solosänger bei den renommierten Regensburger Domspatzen. Diese Zeit war für ihn mehr als nur ein Hobby. Sie war eine intensive Ausbildung in Disziplin, Rhythmus und Ausdruck. Die musikalische Grundlage begleitete ihn später auch in seiner künstlerischen Arbeit als Schauspieler, wo Stimme und Präsenz eine zentrale Rolle spielten.

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Nach seiner Zeit bei den Domspatzen zeigte sich schnell, dass Held vielseitig interessiert und begabt war. Parallel zur Schule und seinen künstlerischen Aktivitäten entwickelte er sportliche Ambitionen und verbrachte viel Zeit im Umfeld des Fußballs. Er spielte in der Jugendmannschaft des TSV 1860 München als Torwart und war eng mit dem Verein verbunden. Dort gewann er mit der Mannschaft fünf mal die Jugendmeisterschaften und galt als talentierter Nachwuchsspieler. Doch dieser Weg nahm ein abruptes Ende.

Eine Verletzung verändert alles

Eine schwere Schulterverletzung im Jahr 1976 stoppte die sportlichen Ambitionen des gebürtigen Münchners schlagartig. Der Traum von einer möglichen Profikarriere war damit beendet, bevor er richtig beginnen konnte.

Dieser Einschnitt wurde später oft als entscheidender Wendepunkt in seinem Leben beschrieben. Statt auf dem Spielfeld weiterzugehen, musste Held sich neu orientieren. Diese Phase führte ihn schließlich in eine völlig andere Richtung.

Alexander Held erhält den Preis als Bester Schauspieler beim Bayerischen Fernsehpreis am 23. Mai 2014 in München | Quelle: Getty Images

Alexander Held erhält den Preis als Bester Schauspieler beim Bayerischen Fernsehpreis am 23. Mai 2014 in München | Quelle: Getty Images

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Der Einstieg in die Schauspielwelt

Nach dem Ende seiner sportlichen Karriere schlug Alexander Held einen neuen beruflichen Weg ein. Schritt für Schritt entwickelte er sich in Richtung Schauspielerei und fand dort seine eigentliche Berufung.

Er arbeitete zunächst an verschiedenen Theater- und Filmprojekten, bevor er im deutschen Fernsehen zunehmend Fuß fasste. Besonders bekannt wurde Held durch seine Rolle in der ZDF-Krimireihe „München Mord“, in der er über Jahre hinweg regelmäßig zu sehen war. Die Serie machte ihn einem breiten Publikum vertraut.

Alexander Held und Sebastian Bezzel am Set der Serie „München Mord“ am 6 Juli 2023 in München | Quelle: Getty Images

Alexander Held und Sebastian Bezzel am Set der Serie „München Mord“ am 6 Juli 2023 in München | Quelle: Getty Images

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Auch im Kino war er in bedeutenden Produktionen vertreten. Dazu zählen unter anderem „Der Schuh des Manitu“, wo er in einem humorvollen Umfeld zu sehen war, sowie der Film „Der Untergang“. Diese Bandbreite zeigte eindrucksvoll, wie vielseitig Held als Schauspieler war.

Neben seiner Arbeit in Deutschland wirkte Alexander Held auch in internationalen Produktionen mit. Besonders hervorzuheben ist seine Beteiligung an Steven Spielbergs weltbekanntem Film „Schindlers Liste“.

Miroslav Nemec, Alexander Held, Fritz Karl und Udo Wachtveitl bei Dreharbeiten zur ARD-Krimi-Reihe „Tatort“ | Quelle: Getty Images

Miroslav Nemec, Alexander Held, Fritz Karl und Udo Wachtveitl bei Dreharbeiten zur ARD-Krimi-Reihe „Tatort“ | Quelle: Getty Images

Alexander Held war ein Künstler, dessen Lebensweg nicht geradlinig verlief – und gerade deshalb so bemerkenswert ist. Von seiner Zeit bei den Regensburger Domspatzen über sportliche Ambitionen bis hin zu einer erfolgreichen Karriere im Film- und Fernsehgeschäft zeigt seine Geschichte, wie viele Wege ein Leben einschlagen kann.

Sein Tod hinterlässt eine Lücke in der deutschen Filmwelt. Gleichzeitig bleibt ein beeindruckendes Erbe eines vielseitigen, tiefgründigen und beständigen Schauspielers.

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