
„Das Reality-TV sieht mich nicht wieder“: Hardy Krüger Jr.s harte Worte über das Dschungelcamp
Nur wenige Stunden nach seiner Rückkehr aus Australien stand Hardy Krüger Jr. bereits wieder im Blitzlichtgewitter – allerdings nicht mehr im Dschungel-Outfit, sondern im eleganten Anzug. Gemeinsam mit Ehefrau Alice zeigte sich der Schauspieler bei einem Event in Berlin und wirkte dabei äußerlich gefasst.
Doch inhaltlich ließ er keinen Zweifel daran, dass seine Zeit im australischen Busch deutliche Spuren hinterlassen hat – körperlich wie emotional.
Knapp drei Wochen verbrachte Krüger Jr. im RTL-Format, eine Erfahrung, die ihn sichtbar gezeichnet hat. Rund siebeneinhalb Kilo verlor der Schauspieler während der Zeit im Camp.
Zwei davon, so erzählte er später mit einem Schmunzeln, habe er sich bereits auf dem Rückflug wieder „angefuttert“. Trotz dieser humorvollen Note wurde schnell klar: Hinter ihm liegt keine Erfahrung, die er wiederholen möchte. Im Gegenteil. Sein Fazit fällt ungewöhnlich scharf aus:
„Das Reality-TV sieht mich nicht wieder.“
Im Rückblick findet Hardy Krüger Jr. deutliche Worte für seine Teilnahme an der RTL-Show. Gegenüber dem „Berliner Kurier“ bezeichnet er das Ganze als „kleinen Unfall“.
Damit zieht der Schauspieler einen klaren Schlussstrich unter sein Reality-Kapitel – und grenzt sich bewusst von der Branche ab. Was ihn besonders enttäuschte, war die Diskrepanz zwischen Erwartung und tatsächlichem Format. Er erklärt ausführlich:
„Weil es etwas enttäuschend war. Ich dachte eigentlich, das wäre ein anderes Format. Ich dachte, es würde um Gespräche am Lagerfeuer gehen, um Geschichten, um Aufgaben, die man zusammen im Dschungelcamp leisten muss.“
Krüger hatte offenbar mit einer stärker zwischenmenschlichen, vielleicht sogar dokumentarischen Erfahrung gerechnet – mit Teamarbeit, Reflexion und Austausch. Stattdessen erlebte er eine andere Realität:
„Dass das Ganze in die Trash-Richtung geht und es um Krawall und Auseinandersetzungen geht, das hätte ich nicht gedacht. Da gehöre ich nicht hin.“
Seine Teilnahme beschreibt er rückblickend eher als neugierigen Selbstversuch: „Ich war neugierig und wollte wissen, wie das ist, um mal mitreden zu können und Reality zu verstehen.“ Trotz der Kritik erkennt er einzelne positive Aspekte an:
„Es war ein netter Ausflug, ich habe viel mitgenommen, es war eine interessante Erfahrung und ich bin dankbar dafür, aber das Reality-TV sieht mich nicht wieder.“
Auch Ehefrau Alice Krüger blickt differenziert auf die Teilnahme. Sie schildert, dass man im Vorfeld andere Erwartungen an das Format gehabt habe. Vor allem die Tatsache, dass die Besetzung der übrigen Kandidaten nicht transparent kommuniziert werde, sieht sie kritisch.
Sie beschreibt die Situation so: Man werde angefragt, sage unter bestimmten Voraussetzungen zu – und erfahre erst sehr spät, in welchem Umfeld man tatsächlich landet. Ein Rückzieher sei dann kaum noch möglich.
Diese Intransparenz habe dazu geführt, dass das Paar sich in einer TV-Welt wiederfand, die nicht zu den eigenen Vorstellungen passte. Hardy selbst ergänzt einen weiteren zentralen Kritikpunkt:
„Man weiß ja vorher nicht, wie man dargestellt wird. Und man möchte dem ein gewisses Niveau geben, was aber gar nicht so gewünscht ist. Deswegen habe ich mir gedacht: ‚Okay, dann müssen die das mit jemand anderem machen, aber nicht mit mir.‘“
Trotz der deutlichen Worte macht sich der Schauspieler keinerlei Sorgen um seine berufliche Zukunft. Im Gegenteil: Sein Terminkalender ist bereits für die kommenden zwei Jahre gut gefüllt.
Der Fokus liegt wieder klar auf seiner künstlerischen Arbeit – insbesondere auf Theaterprojekten und dem Schreiben. Am 13. März erscheint zudem sein neuer Roman, ein Projekt, das ihm persönlich besonders am Herzen liegt.
Für klassische Schauspielrollen, Bühnenarbeit und literarische Projekte sieht er weiterhin seine eigentliche berufliche Heimat. Reality-Formate hingegen spielen in seiner Planung keine Rolle mehr.
Auch emotional scheint die Rückkehr ins gewohnte Leben schnell gelungen zu sein. Nach dem langen Flug habe man sich rasch wieder eingelebt: schlafen, essen, duschen – zurück im Alltag.
Am Ende ziehen Hardy und Alice Krüger ein gemeinsames Fazit, das weit über das Dschungelcamp hinausgeht. Sie hätten lange gedacht, ihnen würden im Social-Media-Zeitalter Chancen entgehen – etwa durch fehlende Followerzahlen oder weniger „Content“.
Heute sehen sie das anders: Sie hätten nichts verpasst und wollten sich auch künftig nicht verbiegen. So bleibt die Dschungelcamp-Teilnahme für Hardy Krüger Jr. letztlich ein einmaliger Ausflug – eine intensive, lehrreiche, aber auch ernüchternde Erfahrung. Oder, in seinen eigenen Worten: ein „kleiner Unfall“, der sich nicht wiederholen wird.
