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09. Februar 2026, Italien, Cortina Dampezzo: Olympia, Olympische Winterspiele Mailand Cortina 2026 | Quelle: Getty Images
09. Februar 2026, Italien, Cortina Dampezzo: Olympia, Olympische Winterspiele Mailand Cortina 2026 | Quelle: Getty Images

Deutschlands Goldmedaillengewinner Max Langenhan hätte wegen eines medizinischen Vorfalls beinahe das Rennen verpasst, das ihm die Medaille einbrachte

Maren Z.
09. Feb. 2026
20:25

Es war ein Abend, der in die deutsche Wintersportgeschichte eingehen sollte – doch bis wenige Stunden vor dem entscheidenden Lauf stand alles auf der Kippe. Als sich die Scheinwerfer im Cortina Sliding Centre auf die Eisbahn richteten, ahnte kaum jemand, wie nah Max Langenhan daran gewesen war, diesen Moment gar nicht zu erleben.

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Der 26-jährige Thüringer reiste als Mitfavorit zu den Olympischen Winterspielen 2026, doch kurz vor dem Start verwandelte sich die Vorfreude in Sorge. In der Nacht vor dem Wettkampf litt Langenhan unter massiven Nackenschmerzen. An Schlaf war kaum zu denken, an einen Start erst recht nicht. Erst ein stundenlanger Einsatz von Ärzten und Physiotherapeuten machte es überhaupt möglich, dass er am Samstagmorgen an den Start ging.

Was dann folgte, wirkte wie eine Demonstration mentaler Stärke. Schon im ersten Durchgang setzte Langenhan ein Ausrufezeichen und blieb als erster Rodler auf dieser Bahn unter der Marke von 53 Sekunden. Auch in den folgenden beiden Läufen unterbot er jeweils seine eigene Bestzeit. Drei Durchgänge, drei Bahnrekorde – und ein komfortabler Vorsprung vor dem alles entscheidenden vierten Lauf.

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Trotz der Schmerzen ließ sich der Deutsche nicht aus dem Konzept bringen. Im finalen Durchgang steigerte er sich noch einmal und raste in 52,660 Sekunden ins Ziel. Es war der vierte Bahnrekord in Folge und der Moment, in dem klar wurde: Gold geht an Deutschland. Langenhan wurde damit Nachfolger von Johannes Ludwig und bescherte dem deutschen Team den ersten Olympiasieg dieser Winterspiele.

Im Zielbereich mischten sich Erleichterung, Freude und Ungläubigkeit. Langenhan selbst konnte kaum fassen, was er erreicht hatte. „Ich bin einfach super happy. Es sind so viele Leute heute da, Familie, Freunde, Trainer, Sponsoren. Viele Leute aus Thüringen, die es mir auf meinem Weg ermöglicht haben, dass ich heute diese Medaille um den Hals hängen habe“, sagte er sichtlich bewegt.

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Besonders emotional war für ihn die Widmung seines Erfolgs an einen früheren Trainer, der diesen Triumph nicht mehr miterleben konnte. Für Langenhan war der Olympiasieg nicht nur sportlicher Höhepunkt, sondern auch ein sehr persönlicher Moment des Gedenkens.

Dass er diesen Erfolg unter körperlichen Einschränkungen errang, machte ihn umso außergewöhnlicher. Auch am Sonntag ging Langenhan noch angeschlagen an den Start. „Ich bin um 4 Uhr aufgewacht, konnte mich gar nicht bewegen und war eigentlich der Meinung, dass ich gar nicht fahre. Wir haben sehr gute Physios und Ärzte, die haben sechs Stunden rumgewerkt an meinem Nacken. Ich konnte gar nicht ordentlich starten“, schilderte er später offen.

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Selbst nach der Siegerehrung machte sich die Belastung bemerkbar, doch der neue Olympiasieger nahm die Schmerzen in Kauf. Er verriet:

„Die ist echt schwer, muss ich sagen. Und ich habe echt Probleme, den Nacken stabil zu halten. Aber für so etwas hält man die Schmerzen natürlich gerne mal aus.“

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In einem Interview teilte er aber auch seine Freude über den Sieg:

„Das ist ein Kindheitstraum, den ich heute verwirklichen konnte, und ich bin mega glücklich [...] Ich könnte diese Medaille in 1000 Stücke teilen, weil ich zu Hause so viele Leute habe, die einen großen Teil zu dieser Medaille beigetragen haben und die mich jedes Mal, jeden Tag so sehr an meine Grenzen bringen. Letztendlich ist diese Medaille für sie.“

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Hinter Langenhan komplettierten der Österreicher Jonas Müller auf Silber und der Italiener Dominik Fischnaller auf Bronze das Podium. Für Felix Loch, ebenfalls Medaillenkandidat, reichte es nach einem misslungenen Auftakt nur zu Platz sechs.

Am Ende aber stand ein Name über allem: Max Langenhan. Sein Olympiasieg ist nicht nur das Ergebnis perfekter Fahrten, sondern auch ein Beweis dafür, wie schmal der Grat zwischen Zweifel und Triumph sein kann – und wie viel ein Athlet bereit ist zu ertragen, um Gold zu gewinnen.

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