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19. Juli 2021

Flutkatastrophe: Angela Merkel besucht die betroffenen Gegenden - "Wir stehen an Ihrer Seite"

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Die Bilder aus den von den überfluteten Gebieten Westdeutschlands erschüttern weiterhin. Zwar gehen die Pegelstände vielerorts langsam zurück, aber so wird auch das Ausmaß der Katastrophe in den zurückbleibenden verwüsteten Ortschaften immer deutlicher. Angela Merkel besuchte eine davon und sprach zum Land.

Während im der Südosten Deutschlands nun auch mit Überflutungen zu kämpfen hat, beruhigt sich die Lage in Westdeutschland ein wenig. Die Wassermassen fließen ab und die Pegelstände von Flüssen und Bächen sind hoch aber einigermaßen stabil.

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Dort, wo die Wassermassen die Ortschaften verlassen haben, bleiben Bilder schlimmer Verwüstung und auch Personen werden weiterhin vermisst. Wenigstens 159 Todesopfer wurden bisher bestätigt, berichtete die "Tagesschau".

Vermisst werden allein in NRW mehr als 700 Personen. Viele Häuser wurden stark beschädigt oder gar völlig zerstört. Zugstrecken und Fahrbahnen sind teils unbenutzbar. Die genaue Höhe der Schadenssumme ist noch nicht abzusehen, wird aber viele Millionen betragen.

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Kanzlerin Angela Merkel machte sich in einem Besuch in der Eifel ein Bild der Verwüstung. Sie trat gemeinsam mit Malu Dreyer auf, der Ministerpräsidentin Rheinland-Pfalz‘. Die Kanzlerin zeigte sich betroffen und solidarisch.

Ein Fokus der beide Politikerinnen lag in ihren Reden auf der Suche der Vermissten. So versicherte Malu Dreyer: "Wir werden nicht ruhen, bis die Menschen, die vermisst werden, gefunden werden."

Kanzlerin Merkel beschrieb die Szenarien vor Ort als "gespenstisch" und als Zeugen von der Macht der Natur. Es gelte, Schäden zu beheben, aber auch, sie zukünftig zu vermeiden.

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"Wir werden uns dieser Naturgewalt entgegenstemmen - kurzfristig, aber auch mittel- und langfristig," sicherte die Kanzlerin zu. Klar kannte sie den Zusammenhang der derzeitigen Katastrophe mit der Klimakrise an.

Sie gestand dabei eine bisher unzulängliche politische Reaktion ein. Deutschland brauche nun Maßnahmen, "die die Natur und das Klima mehr in Betracht zieht, als wir das in den letzten Jahren gemacht haben," so Merkel.

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Merkel forderte also eine Politik, die sich mehr an den Herausforderungen des Klimawandels orientiert. Ein weiteres Hauptthema der Politik derzeit ist die Soforthilfe für die betroffenen Regionen.

Das Kabinett will am Mittwoch ein Hilfspaket beschließen. Finanzminister Olaf Scholz sprach bereits von einem Umfang von 300 Millionen Euro. Es bleibt zu hoffen, dass diese Hilfen schnell bei den Betroffenen eintreffen.

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