
Veronica Ferres war vor Angst wie gelähmt, als ein Mann versuchte, in ihr Hotelzimmer einzubrechen
Es sind oft die stillen Momente, die sich besonders tief einprägen. Keine Kameras, kein Drehbuch, kein Sicherheitsnetz – nur die unmittelbare Realität. Für Schauspielerin Veronica Ferres wurde genau ein solcher Moment zur erschütternden Erfahrung, die sie bis heute nicht loslässt.
Dabei ist die 60-Jährige eigentlich mit düsteren Szenarien vertraut. In ihrer Rolle in der Krimireihe „Alpentod“ bewegt sie sich regelmäßig zwischen Mordfällen, menschlichen Abgründen und dramatischen Ermittlungen. Doch was sie kürzlich in einem Hotel in Salzburg erlebte, hatte nichts mit Fiktion zu tun.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Bunte
Es geschah in der Nacht. Ferres war allein in ihrem Zimmer, als plötzlich jemand versuchte, die Tür zu öffnen. Ein Fremder rüttelte an der Klinke, offenbar in dem Versuch, sich Zutritt zu verschaffen. Für die Schauspielerin begann ein Moment purer Angst.
„Ich hatte Angst. [...] Nachts wollte ein fremder Mann in mein Zimmer. Er rüttelte an der Klinke, ich hatte zum Glück die Tür abgeschlossen. Ich lag im Bett und konnte mich vor Angst kaum rühren“, schildert sie die Situation rückblickend. Sekunden, die sich für sie wie eine Ewigkeit angefühlt haben müssen.
In dieser angespannten Situation war es ausgerechnet ihre kleine Hündin Luna, die reagierte. Der Maltipoo begann laut zu bellen und schlug damit Alarm. Erst nach einigen Minuten wurde die Situation von außen geklärt: Ein Mitarbeiter des Hotels informierte Ferres, dass es sich offenbar um einen betrunkenen Gast gehandelt habe, der sich an der Tür geirrt hatte.
Doch auch wenn sich die Lage schließlich als Missverständnis herausstellte, hinterließ das Erlebnis Spuren. Solche Momente, sagt Ferres, brennen sich ein – gerade weil sie unvorhersehbar sind.
Die Erfahrung fügt sich in ein größeres Bild, das ihre Arbeit und Wahrnehmung beeinflusst hat. Seit sie regelmäßig in Krimiformaten spielt, habe sich ihr Blick auf Gefahren verändert. Sie sei sensibler geworden, erklärt sie, achte stärker auf ihre Umgebung und vertraue zunehmend auf ihr Gefühl. Mord mache etwas mit der Seele. Sie verriet:
„Das ist eine Endgültigkeit und eine Abgründigkeit, die ich mir gar nicht vorstellen kann. Ich weiß nicht, wie Menschen dazu fähig sind. Mord ist ein grauenhaftes Verbrechen.“
Diese gesteigerte Aufmerksamkeit zeigt sich auch im Alltag. Ferres berichtet von Situationen, in denen sie sich beobachtet oder verfolgt fühlte – Momente, in denen sie bewusst Abstand suchte. Es seien oft nur kurze Begegnungen, die dennoch ein ungutes Gefühl hinterlassen.
Für die Schauspielerin ist klar, dass die Grenze zwischen Fiktion und Realität nicht immer so scharf verläuft, wie man es sich wünschen würde. Während sie im Fernsehen Täter jagt und Fälle aufklärt, begegnet sie im echten Leben Unsicherheiten, die sich nicht so einfach kontrollieren lassen.
„Natürlich die echten Abgründe des Lebens“, sagt sie, als sie gefragt wird, was ihr mehr Angst mache als jede noch so düstere Filmhandlung. Gerade diese Erkenntnis prägt ihren Umgang mit ihrer Arbeit – und mit sich selbst.
Trotz allem hat Ferres Wege gefunden, sich zu stabilisieren. Familie, Freundschaften und ein starkes inneres Gleichgewicht geben ihr Halt. Sie betont, wie wichtig es sei, sich bewusst von belastenden Situationen zu distanzieren und auf die eigene Intuition zu hören.
Der Vorfall in Salzburg bleibt dennoch ein einschneidendes Erlebnis. Einer jener Momente, in denen die Realität plötzlich näher rückt als jede Filmrolle – und deutlich macht, wie verletzlich selbst ein scheinbar sicherer Ort sein kann.
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