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15. Juli 2021

Drama in Märkischen Kreis: 2 Rettungskräfte starben im Kampf gegen die Fluten

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Der Märkische Kreis in Nordrhein-Westfalen war von den starken Regenfällen der vergangenen Stunden besonders schwer betroffen. Die Feuerwehr und weitere Rettungskräfte waren ununterbrochen im Einsatz. Bei Rettungsarbeiten kamen 2 Feuerwehrmänner ums Leben.

Im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen wurden viele Gebiete gestern tagsüber und in der heutigen Nacht von starken, anhaltenden Regenfällen heimgesucht. Straßen wurden unbefahrbar, Flüsse und Bäche traten über die Ufer, Schulen wurden sicherheitshalber geschlossen und Keller liefen voll.

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Menschen mussten aus den Fluten gerettet werden oder aus Fahrzeugen und Häusern befreit werden, in denen sie festsaßen. Die Wetterfront mit dem Tief "Bernd" hielt die Regionen fest im Griff.

In Düsseldorf musste eine Siedlung mit über 300 Gebäuden sicherheitshalber evakuiert werden. In Würselen brach das Dach eines Geschäfts unter der Last des Regenwassers zusammen, dabei wurde ein Mensch verletzt. In Rheinland-Pfalz rief der Kreis Vulkaneifel sogar den Katastrophenfall aus.

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Die Stadt Hagen wurde ebenfalls hart getroffen. Die 76 Anwohner*innen eines Seniorenheims mussten ihr Zuhause verlassen, weil die Wassermassen in das Gebäude eindrangen. Eltern wurden aufgefordert, ihre Kinder nicht in Schulen oder Betreuungen zu schicken.

An mehr als 200 Orten mussten die Rettungskräfte Menschen aus fortgeschwemmten Fahrzeugen befreien. Eine Person konnte mit leichten Verletzungen unter einer Schlammlawine hervor geborgen werden. Der Sprecher der Polizei Hagen sprach von Verzweiflung in der Bevölkerung.

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Im Hochsauerlandkreis war die Ortschaft Altena besonders schwer betroffen. Bei einem Rettungseinsatz ertrank ein 46-jähriger Feuerwehrmann. Er blieb nicht das einzige Opfer. Im Märkischen Kreis gab die Polizei bekannt, dass ein weiterer Feuerwehrmann ums Leben kam.

Um das Kraftwerk Elverlingsen herum sei der 52-Jährige während des Einsatzes zusammengebrochen. Reanimationsmaßnahmen blieben erfolglos. Eine genaue Todesursache wurde noch nicht bekannt gegeben, die Beamt*innen gehen laut Polizei von einem internistischen Notfall aus.

Die Polizei ruft Anwohner der betroffenen Gebiete dazu auf, wenn möglich ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen. Auch wird darauf hingewiesen, dass Straßensperrungen Folge zu leisten ist.

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