
„Sie hat gelacht": Schlüsselzeuge enthüllt, wie sich Gina H. verhielt, als sie ihn zu Fabians Leiche führte
15. Juni 2026

Ein Spaziergang endet in einer Tragödie, die eine ganze Stadt erschüttert. In Dormagen ist ein Jugendlicher tot aufgefunden worden, viele Fragen sind offen. Während Ermittler nach Antworten suchen, trauern Familie, Mitschüler und eine ganze Stadt um einen jungen Mann.
Am Mittwochnachmittag machten Spaziergänger am kleinen Waldsee im Dormagener Stadtteil Hackenbroich eine schreckliche Entdeckung. Gegen 17 Uhr bemerkten sie am Ufer einen reglosen menschlichen Körper und alarmierten die Polizei. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 14-jährigen Jungen aus Dormagen. Er lebte seit mehreren Jahren mit seiner Familie in der Stadt und besuchte die Realschule im Stadtteil Hackenbroich. Die Eltern wurden noch am selben Tag über den Tod ihres Sohnes informiert.
Der Fundort liegt an der Salm-Reifferscheidt-Allee, unweit des Dormagener Krankenhauses. Der Waldsee selbst ist eine ehemalige Kiesgrube nahe der Stadtgrenze zu Pulheim, ein Ort, der sonst vor allem von Spaziergängern und Erholungssuchenden genutzt wird. Nun ist er Schauplatz eines mutmaßlichen Verbrechens.

Dormagen | Quelle: Getty Images
Die Polizei geht von einem schweren Delikt aus. Eine Polizeisprecherin erklärte: „Der Körper des Jugendlichen wies Verletzungen auf, die auf ein Kapitalverbrechen hindeuten.“ Aus ermittlungstaktischen Gründen machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben zu Details.
Noch am Fundort übernahm eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Düsseldorf die Ermittlungen. Die Einheit trägt den Namen „Waldsee“ und sicherte bis in die Nacht hinein Spuren rund um das Ufer. Am darauffolgenden Donnerstag kehrten Einsatzkräfte mit Tauchern, Spürhunden und der Kriminaltechnik an den See zurück.

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Im Laufe des Tages sollte eine Obduktion durch Rechtsmediziner Klarheit über Todesursache und Todeszeitpunkt bringen. Gleichzeitig prüfen die Ermittler, was der Jugendliche am See wollte und ob ihm möglicherweise persönliche Gegenstände fehlen. Ein konkreter Tatverdächtiger ist bislang nicht bekannt.
Bekannt ist jedoch, dass der Junge aus Eritrea stammte und als Geflüchteter bereits 2016 nach Deutschland gekommen war. Er lebte in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Dormagen und galt als „voll in die Stadtgesellschaft integriert“, so die Stadt. Staatsanwältin Janne Jakobek betonte, der 14-Jährige sei „völlig unbescholten“ gewesen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Nach Angaben der Stadt Dormagen lebte der Junge seit 2018 gemeinsam mit seiner Familie in einer städtischen Unterkunft im Stadtteil Delhoven. Das Amt für Integration und Soziales habe regelmäßig Kontakt zur Familie gehabt. Der Jugendliche sei „voll in die Stadtgesellschaft integriert“ gewesen.
Bürgermeister Erik Lierenfeld äußerte sich tief betroffen über den Todesfall. „Der Tod dieses jungen Menschen macht uns alle tief betroffen. Im Namen der Stadt Dormagen spreche ich der Familie, den Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahestanden, mein aufrichtiges Beileid aus“, erklärte er. Weiter sagte er: „Ich habe großes Vertrauen in die Polizei, dass die Umstände dieses tragischen Todes schnell und vollumfänglich aufgeklärt werden.“

Symbolbild | Quelle: Getty Images
Auch an der Schule des Jungen sitzt der Schock tief. Mitschüler und Lehrkräfte sollen professionelle psychologische Unterstützung erhalten, um das Geschehen verarbeiten zu können. Die Stadt kündigte zudem an, der Familie in dieser schweren Zeit beistehen zu wollen.
Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls. Wer am Waldsee oder in dessen Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich zu melden.
AmoMama.de unterstützt und fördert keine Formen von Gewalt, Selbstbeschädigung oder anderes gewalttätiges Verhalten. Wir machen unsere LeserInnen darauf aufmerksam, damit sich potentielle Opfer professionelle Beratung suchen und damit niemand zu Schaden kommt. AmoMama.de setzt sich gegen Gewalt, Selbstbeschädigung und gewalttätiges Verhalten ein, AmoMama.de plädiert deshalb für eine gesunde Diskussion über einzelne Fälle von Gewalt, Missbrauch, oder sexuelles Fehlverhalten, Tiermissbrauch usw. zum Wohl der Opfer. Wir ermutigen in diesem Sinne alle LeserInnen, jegliche kriminelle Vorfälle, die wider diesen Kodex stehen, zu melden.

„Sie hat gelacht": Schlüsselzeuge enthüllt, wie sich Gina H. verhielt, als sie ihn zu Fabians Leiche führte
15. Juni 2026

Gina H. führte zwei Männer zu Fabians Leiche – warum rief keiner von ihnen die Polizei?
16. Juni 2026

Mordprozess Fabian: Eine Chronologie der ersten 9 Verhandlungstage – Tag für Tag
09. Juni 2026

12. Verhandlungstag im Fall Fabian: Ginas Verteidiger brachte einen blauen Müllsack mit vor Gericht – was steckte darin?
16. Juni 2026

Schwangere verliert Ehemann und dreijährige Tochter bei tragischem Unfall in Nordrhein-Westfalen – Polizei sucht nach dem Fahrzeug
11. September 2026

Zehnter Prozesstag im Fall Fabian: Neue Details zum Abend vor der Tragödie
09. Juni 2026

„Wer ist Addi?": Gericht enthüllt den schockierenden Spitznamen, den Gina H. für Fabians Vater benutzte
12. Juni 2026

Sprachnachricht von Gina H. an Fabians Vater sorgt für Gelächter im Gerichtssaal – Was wurde gesagt?
09. Juni 2026

Neunter Verhandlungstag im Mordfall Fabian: Einzelheiten zum Tod des Jungen bekannt gegeben
04. Juni 2026

Mutter und Sohn tot in Solinger Wohnhaus – Polizei schließt ein Verbrechen bislang aus
08. September 2026

„Tut mir leid": Erfahrene Polizeibeamtin bricht bei Zeugenaussage im Fabian-Prozess in Tränen aus
08. Juli 2026