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Polizeieinsatz (Symbolbild) | Quelle: Getty Images
Polizeieinsatz (Symbolbild) | Quelle: Getty Images

Horror in NRW: Leiche eines 14-Jährigen neben See gefunden

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29. Jan. 2026
18:38

Ein Spaziergang endet in einer Tragödie, die eine ganze Stadt erschüttert. In Dormagen ist ein Jugendlicher tot aufgefunden worden, viele Fragen sind offen. Während Ermittler nach Antworten suchen, trauern Familie, Mitschüler und eine ganze Stadt um einen jungen Mann.

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Am Mittwochnachmittag machten Spaziergänger am kleinen Waldsee im Dormagener Stadtteil Hackenbroich eine schreckliche Entdeckung. Gegen 17 Uhr bemerkten sie am Ufer einen reglosen menschlichen Körper und alarmierten die Polizei. Ein herbeigerufener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen 14-jährigen Jungen aus Dormagen. Er lebte seit mehreren Jahren mit seiner Familie in der Stadt und besuchte die Realschule im Stadtteil Hackenbroich. Die Eltern wurden noch am selben Tag über den Tod ihres Sohnes informiert.

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Der Fundort liegt an der Salm-Reifferscheidt-Allee, unweit des Dormagener Krankenhauses. Der Waldsee selbst ist eine ehemalige Kiesgrube nahe der Stadtgrenze zu Pulheim, ein Ort, der sonst vor allem von Spaziergängern und Erholungssuchenden genutzt wird. Nun ist er Schauplatz eines mutmaßlichen Verbrechens.

Dormagen | Quelle: Getty Images

Dormagen | Quelle: Getty Images

Die Polizei geht von einem schweren Delikt aus. Eine Polizeisprecherin erklärte: „Der Körper des Jugendlichen wies Verletzungen auf, die auf ein Kapitalverbrechen hindeuten.“ Aus ermittlungstaktischen Gründen machten die Behörden zunächst keine weiteren Angaben zu Details.

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Noch am Fundort übernahm eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Düsseldorf die Ermittlungen. Die Einheit trägt den Namen „Waldsee“ und sicherte bis in die Nacht hinein Spuren rund um das Ufer. Am darauffolgenden Donnerstag kehrten Einsatzkräfte mit Tauchern, Spürhunden und der Kriminaltechnik an den See zurück.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Im Laufe des Tages sollte eine Obduktion durch Rechtsmediziner Klarheit über Todesursache und Todeszeitpunkt bringen. Gleichzeitig prüfen die Ermittler, was der Jugendliche am See wollte und ob ihm möglicherweise persönliche Gegenstände fehlen. Ein konkreter Tatverdächtiger ist bislang nicht bekannt.

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Bekannt ist jedoch, dass der Junge aus Eritrea stammte und als Geflüchteter bereits 2016 nach Deutschland gekommen war. Er lebte in einer kommunalen Unterbringungseinrichtung in Dormagen und galt als „voll in die Stadtgesellschaft integriert“, so die Stadt. Staatsanwältin Janne Jakobek betonte, der 14-Jährige sei „völlig unbescholten“ gewesen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Nach Angaben der Stadt Dormagen lebte der Junge seit 2018 gemeinsam mit seiner Familie in einer städtischen Unterkunft im Stadtteil Delhoven. Das Amt für Integration und Soziales habe regelmäßig Kontakt zur Familie gehabt. Der Jugendliche sei „voll in die Stadtgesellschaft integriert“ gewesen.

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Bürgermeister Erik Lierenfeld äußerte sich tief betroffen über den Todesfall. „Der Tod dieses jungen Menschen macht uns alle tief betroffen. Im Namen der Stadt Dormagen spreche ich der Familie, den Freundinnen und Freunden sowie allen, die ihm nahestanden, mein aufrichtiges Beileid aus“, erklärte er. Weiter sagte er: „Ich habe großes Vertrauen in die Polizei, dass die Umstände dieses tragischen Todes schnell und vollumfänglich aufgeklärt werden.“

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Auch an der Schule des Jungen sitzt der Schock tief. Mitschüler und Lehrkräfte sollen professionelle psychologische Unterstützung erhalten, um das Geschehen verarbeiten zu können. Die Stadt kündigte zudem an, der Familie in dieser schweren Zeit beistehen zu wollen.

Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe bei der Aufklärung des Falls. Wer am Waldsee oder in dessen Umgebung verdächtige Beobachtungen gemacht hat oder Hinweise geben kann, wird dringend gebeten, sich zu melden.

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