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Polizei und Rettungskräfte vor Ort der Kita | Quelle: Facebook/Polizeireport Berlin Brandenburg
Polizei und Rettungskräfte vor Ort der Kita | Quelle: Facebook/Polizeireport Berlin Brandenburg

„Wir sind fassungslos“: Vater bricht nach Tod eines 5-Jährigen in Berliner Kita zusammen

Maren Z.
20. Jan. 2026
19:40

Ein stiller Morgen liegt über dem Gelände der Kita „Adlerküken“ im Berliner Stadtteil Niederschöneweide. Wo sonst Kinderlachen und geschäftiges Treiben den Alltag bestimmen, erinnern nun Kerzen, Blumen und kleine Stofftiere an eine Tragödie, die viele Menschen tief erschüttert hat. Der Tod eines fünfjährigen Jungen hat nicht nur eine Familie, sondern eine ganze Nachbarschaft in Trauer versetzt.

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Das Unglück ereignete sich am Montagvormittag gegen 10.15 Uhr innerhalb der Einrichtung. Nach bisherigen Erkenntnissen löste sich eine schwere, bodentiefe Terrassentür aus ihrer Halterung und kippte in einen Raum.

Der Junge wurde von der Tür getroffen und erlitt so schwere Verletzungen, dass jede Hilfe zu spät kam. Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei rückten mit einem Großaufgebot an, sogar Rettungshubschrauber waren im Einsatz – doch das Kind konnte nicht mehr gerettet werden.

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Besonders erschütternd: Der Vater des Jungen soll sich zum Zeitpunkt des Unfalls in der Nähe befunden haben. Berichten zufolge erlitt er einen schweren Schock und brach zusammen. Er musste noch vor Ort ärztlich betreut werden. Für viele Anwesende war dieser Moment kaum zu ertragen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Am Tag nach dem Unfall wandte sich die Kita mit einer Erklärung an die Öffentlichkeit. Auf der Internetseite erschien das Bild einer brennenden Kerze, begleitet von den Worten:

„Wir sind fassungslos, tief traurig und tragen selbstverständlich zur lückenlosen Aufklärung dieses Unfalls bei.“

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Gleichzeitig sprach die Einrichtung der Familie und allen Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus. Wie es zu dem tödlichen Vorfall kommen konnte, ist bislang nicht abschließend geklärt.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Die Kriminalpolizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet. Nun soll untersucht werden, ob ein technischer Defekt an der Tür vorlag oder ob möglicherweise ein Handhabungsfehler eine Rolle spielte.

Auch die Frage der Fürsorgepflicht steht im Raum. Bis zum Abschluss der Ermittlungen halten sich alle Beteiligten mit weiteren Details zurück.

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Nach dem Unfall wurden alle Kinder aus der Kita abgeholt, der Betrieb der Einrichtung wurde vorübergehend eingestellt. Die Räume blieben dunkel, rot-weißes Flatterband sperrte den Gartenbereich ab, die Unglückstür sowie das angrenzende Fenster wurden mit Spanplatten gesichert.

Für viele Eltern war es schwer, die eigenen Kinder an diesem Tag abzuholen, ohne an das Geschehene zu denken. Parallel zu den polizeilichen Ermittlungen wurde umfassende psychologische Hilfe organisiert.

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Seelsorger und Notfallteams kümmerten sich um Kinder, Eltern, Mitarbeitende der Kita sowie Einsatzkräfte. Insgesamt mussten mehr als 30 Menschen psychosozial betreut werden, darunter auch Feuerwehrleute, die vor Ort im Einsatz waren.

Auch auf politischer Ebene wurde reagiert. Vertreter des Bezirks Treptow-Köpenick kündigten eine umfassende Untersuchung an. Ziel sei es, den Unfall lückenlos aufzuklären und alles dafür zu tun, dass sich ein solches Unglück nicht wiederholen könne.

Zwischen Blumen, Kerzen und handgeschriebenen Botschaften bleibt vor allem eines spürbar: die tiefe Bestürzung über einen Verlust, der nicht zu begreifen ist.

„In Gedanken sind wir bei der Familie und allen Angehörigen des Kindes“, heißt es weiter in der Erklärung der Kita – Worte, die derzeit viele Berlinerinnen und Berliner teilen.

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