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09. Juli 2021

Drama in Diepholz: Feuerwehrmann erkennt im Unfallwagen seine verwundete Schwester

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Rettungskräfte der Polizei, der Medizin und der Feuerwehr werden im Zuge ihrer Tätigkeit immer wieder mit belastenden Ereignissen konfrontiert. Sie müssen Konfliktsituationen lösen, Menschen aus lebensbedrohlichen Situationen befreien oder vor Ort versorgen und so schnell wie möglich ins Krankenhaus bringen. Ein Feuerwehrmann aus Diepholz erlebte nun ein besonders erschreckendes Ereignis.

Die Landstraße, die aus der kleinen Ortschaft Holzhausen im Landkreis Diepholz führt, wirkt friedlich. Sie führt zwischen weitläufigen Feldern und Bauernhäusern aus rotem Ziegelstein entlang, die Straße ist von stattlichen Bäumen gesäumt. In dieser urigen Szenerie ereignete sich am vergangenen Donnerstag, 08. Juli, ein schwerer Verkehrsunfall, der eine tragische Wendung nahm.

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Thomas Gissing, Beamter der Polizei Diepholz, bemühte sich um eine Rekonstruktion des Unfallhergangs. Ein schwarzer Kleinwagen habe die Ortschaft Holzhausen verlassen und sei kurz darauf nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Daraufhin sei das Fahrzeug frontal gegen einen Baum gefahren. Die genaue Ursache ist noch unklar, womöglich waren Wildtiere oder ein zweites Fahrzeug beteiligt.

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In dem Videobericht von RTL sieht man den schwer beschädigten Wagen. Die Motorhaube ist eingedrückt, die Windschutzscheibe ist gebrochen. Auch im inneren des Wagens sieht man die Folgen des Aufpralls deutlich. Es ist traurig und erschreckend, sich vorzustellen, wie es zu den Schäden kam und wie es gewesen sein muss, zwischen Blech und Glas des Wagens eingeklemmt zu sein.

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Noch traumatischer muss es für die Einsatzkräfte vor Ort gewesen sein, die die Frau aus dem Wrack bergen mussten. Für einen Feuerwehrmann war die Bergung besonders schwierig, denn der Mann erkannte in der 19-jährigen Fahrerin seine eigene Schwester.

Die junge Frau wurde per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht. Dort schwebt sie noch immer in Lebensgefahr. Für ihren Bruder rief man noch an der Unfallstelle eine*n Seelsorger*in.

"Bei aller Professionalität, die man so an den Tag legt – gerade solche Unfälle gehen einem, auch den Kollegen, die da jetzt vor Ort sind, relativ nahe," erklärte Gissing. Es bleibt zu hoffen, dass das Opfer gerettet werden kann und ihre Angehörige die schlimme Situation gut verarbeiten können.

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