
„Leider konnten wir nichts mehr für ihn tun“: Bruno Kramm stirbt mit 58 Jahren direkt nach seinem Konzert
28. September 2026

Hubert Aiwanger wollte in Berlin eigentlich einen wichtigen Termin für seine Partei wahrnehmen. Der Chef der Freien Wähler sollte bei der Eröffnung des neuen Hauptstadtbüros dabei sein und eine Rede halten. Doch dazu kam es nicht. Wegen gesundheitlicher Probleme sagte der bayerische Wirtschaftsminister seine Teilnahme kurzfristig ab. Während seine Parteikollegen die Veranstaltung ohne ihn fortsetzten, blieb Aiwanger in seinem Hotelzimmer.
Am Abend des 4. November 2026 wurde der 55-Jährige dort tot aufgefunden. Sein Tod löste in Bayern und weit darüber hinaus große Bestürzung aus. Inzwischen sind weitere Einzelheiten über die Stunden vor dem Fund bekannt geworden. Außerdem wurden Beobachtungen eines Hotelgastes bekannt, der im Hotel auf derselben Etage wie Aiwangers Suite untergebracht war. Der Schauspieler Patrick Sass schilderte gegenüber der „Bild“, von dem Einsatz der Polizei im Hotel mitbekam.

Eine Aufnahme des Hotels in dem Hubert Aiwanger tot aufgefunden wurde. | Quelle: Getty Images
Der Aufenthalt in Berlin stand eigentlich ganz im Zeichen der politischen Arbeit. Die Freien Wähler wollten ihr neues Hauptstadtbüro eröffnen. Für die Partei war der Termin von Bedeutung, denn sie wollte damit auch ihre Präsenz in der Bundespolitik unterstreichen.
Aiwanger war als Bundesvorsitzender der Freien Wähler für die Veranstaltung eingeplant. Er sollte nicht nur anwesend sein, sondern auch eine Rede halten. Doch bereits am Morgen fühlte er sich offenbar gesundheitlich nicht wohl. In seinem Umfeld war zunächst von einem Infekt die Rede. Er ließ sich bei dem Termin vertreten.

Parteikollegen gingen davon aus, dass Aiwanger sich in diesem Hotel auskurierte. | Quelle: Getty Images
Die Parteikollegen gingen nach den späteren Berichten zunächst davon aus, dass Aiwanger sich lediglich auskurieren müsse. Die Eröffnung fand trotzdem statt. Andere Vertreter der Partei übernahmen seine Aufgaben und sprangen bei dem Termin für ihn ein.
Auch Fabian Mehring, Bayerns Digitalminister, war in Berlin und bei der Eröffnung anwesend. Zu diesem Zeitpunkt machte sich offenbar noch niemand ein vollständiges Bild davon, wie ernst die Lage tatsächlich war.

In diesem Hotel wurde Aiwanger tot aufgefunden. | Quelle: Getty Images
Die Veranstaltung der Freien Wähler fand am Nachmittag in einem italienischen Restaurant statt. Gegen 17 Uhr war der Termin beendet. Einige Parteifreunde machten sich anschließend auf den Weg zurück zum Hotel „Neuer Fritz“ in Berlin-Mitte.
Dort wollten sie nach Aiwanger sehen. Sie hatten versucht, ihn telefonisch zu erreichen, bekamen aber keine Antwort. Auch auf Klopfen an seiner Zimmertür reagierte er nicht.

Parteikollegen wollten nach Hubert Aiwanger sehen. | Quelle: Getty Images
Die Parteikollegen wandten sich schließlich an das Hotelpersonal. Die Tür wurde geöffnet. Aiwanger lag leblos in seinem Zimmer. Die Polizei und Rettungskräfte wurden alarmiert. Kurz nach 19 Uhr wurden die Einsatzkräfte verständigt und waren wenig später vor Ort. Die Polizei bestätigte später, dass der stellvertretende Ministerpräsident am frühen Abend tot in seinem Hotelzimmer gefunden worden war.
Für die Menschen im Hotel muss der Einsatz überraschend gekommen sein. Einer von ihnen war Patrick Sass. Der 39-Jährige ist Schauspieler und war unter anderem in der Serie „House of the Dragon“ zu sehen. Er wohnte auf derselben Etage des Hotels, in der Aiwanger untergebracht war.

Polizeifahrzeug vor dem Hotel in dem Aiwanger verstorben ist. | Quelle: Getty Images
Gegenüber der „Bild“ berichtete Sass von seinen Beobachtungen. Zunächst habe er die Situation offenbar nicht als außergewöhnlich eingeschätzt. „Draußen vor dem Gebäude waren dann schon zwei zivile Polizei-Fahrzeuge“, erinnerte er sich.
Er habe zunächst gedacht, dass es sich um eine Kontrolle handeln könnte: „Ich dachte, die machen da eine Kontrolle.“ Erst nach und nach sei ihm klar geworden, dass im Hotel etwas Ernstes vor sich ging.

Polizeibeamte am 4. November 2026 vor dem Hotel. | Quelle: Getty Images
Auch im Gebäude selbst waren zahlreiche Beamte zu sehen. „Auf dem Flur im ersten Stock war alles voll mit Polizei. Auch am Eingang zur Treppe und am Fahrstuhl standen Beamte“, schilderte Sass der Zeitung.
Dass der Einsatz direkt mit dem Zimmer nebenan zusammenhing, dürfte für den Hotelgast besonders bedrückend gewesen sein. Aiwanger war in einer Suite mit dem Namen „Christof“ untergebracht. Nach seinem Tod wurde das Zimmer versiegelt.

Die Gerichtsmediziner verließen am 5. November 2026 das Hotel. | Quelle: Getty Images
Die Beobachtungen von Sass geben einen Eindruck davon, wie der Polizeieinsatz für andere Hotelgäste wahrnehmbar war. Sie erklären allerdings nicht, was sich in Aiwangers Zimmer unmittelbar vor seinem Tod ereignet hatte. Die genaue Auffindesituation wurde von den Behörden zunächst nicht öffentlich gemacht.
Ein weiteres Detail aus dem Hotelzimmer wurde nach dem Tod des Politikers öffentlich: Neben der Tür hing Aiwangers blaues Jackett auf einem Kleiderbügel. Es vermittelt ein konkretes Bild des Zimmers, in dem sich Aiwanger während seines Aufenthalts in Berlin aufgehalten hatte. Nach seinem Tod wurde die Suite abgesperrt und von den Ermittlern untersucht.
Weitere Einzelheiten über die Einrichtung oder persönliche Gegenstände im Zimmer sind nicht bekannt. Auch aus dem Jackett lässt sich kein Rückschluss auf die Todesumstände ziehen. Es ist lediglich eines der Details, die aus dem Hotel bekannt wurden.

Blumen werden niedergelegt, um dem verstorbenen Politiker zu gedenken. | Quelle: Getty Images
Für die Ermittler stand zunächst eine andere Frage im Mittelpunkt: Was war die konkrete Todesursache, und konnte ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden?
Nach dem Fund des Politikers leiteten die Staatsanwaltschaft Berlin und die Mordkommission des Landeskriminalamts ein sogenanntes Todesermittlungsverfahren ein. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.
Ziel des Verfahrens war es, die Todesursache und den genauen Hergang zu klären. Außerdem sollte ausgeschlossen werden, dass eine andere Person für den Tod verantwortlich war. Dass eine Mordkommission eingeschaltet wurde, bedeutete deshalb nicht automatisch, dass die Ermittler von einem Tötungsdelikt ausgingen.

Michael Petzold, stellvertretender Pressesprecher der Staatsanwaltschaft, gibt vor dem Hotel „Neuer Fritz“ in Berlin am 5. November 2026 eine Erklärung ab. | Quelle: Getty Images
Die Beamten sicherten Spuren im Hotelzimmer. Auch die Gerichtsmedizin wurde hinzugezogen. Der Leichnam wurde zur Untersuchung gebracht. Die Behörden hielten sich zunächst mit weiteren Einzelheiten zurück. Insbesondere zur konkreten Auffindesituation wollten sie aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen.
Die Nachricht vom Tod Aiwangers verbreitete sich unterdessen schnell. Für seine Parteikollegen war der Fund besonders erschütternd, weil sie noch wenige Stunden zuvor versucht hatten, ihn zu erreichen. Sie waren nach Berlin gereist, um gemeinsam die Eröffnung des Hauptstadtbüros zu feiern. Dass Aiwanger währenddessen in seinem Hotelzimmer starb, hatten sie offenbar nicht erwartet.
Am Donnerstag, dem 5. November, wurde Aiwangers Leichnam im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin obduziert. Das vorläufige Ergebnis ergab keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Das teilte die Staatsanwaltschaft in einer Pressemitteilung mit.
Damit gab es nach der bisherigen rechtsmedizinischen Untersuchung keine Hinweise darauf, dass eine andere Person für seinen Tod verantwortlich war. Die Behörden betonten allerdings, dass noch weitere gerichtsmedizinische Untersuchungen ausstanden. Auch die Ermittlungen waren damit nicht abgeschlossen.

Polizeibeamte vor dem Hotel | Quelle: Getty Images
Die vorläufige Einschätzung ist deshalb nicht mit einer abschließenden Klärung der Todesursache gleichzusetzen. Welche konkrete Erkrankung oder welcher medizinische Notfall zum Tod geführt haben könnte, wurde in der Mitteilung nicht genannt.
Auch andere Medien berichteten, dass die Todesursache zunächst offenblieb. Die Staatsanwaltschaft machte keine weitergehenden Angaben zu den medizinischen Hintergründen.
Für Patrick Sass blieb vor allem der plötzliche Polizeieinsatz im Hotel in Erinnerung. Als Gast, der direkt neben Aiwangers Suite wohnte, bekam er die Veränderungen auf dem Flur und vor dem Gebäude unmittelbar mit.
Seine Schilderung ergänzt die bisher bekannte Rekonstruktion des Abends um die Perspektive eines Menschen, der sich zufällig in unmittelbarer Nähe befand. Sass beschrieb zivile Polizeifahrzeuge vor dem Hotel und zahlreiche Beamte im ersten Stock. Zunächst habe er den Grund dafür nicht gekannt.
Die Polizei war zu diesem Zeitpunkt bereits im Hotel, nachdem Parteifreunde zuvor vergeblich versucht hatten, Aiwanger zu erreichen und schließlich das Personal verständigt hatten. Der Fund des leblosen Politikers hatte einen umfangreichen Einsatz ausgelöst.
Die Suite mit dem Namen „Christof“ wurde anschließend versiegelt. Neben der Tür hing das blaue Jackett, das in der Berichterstattung über den Fundort ebenfalls erwähnt wurde.
Der Tod Hubert Aiwangers kam sehr überraschend. Noch am selben Tag war er in Berlin erwartet worden, um bei einem wichtigen Termin seiner Partei aufzutreten. Stattdessen musste er sich krankheitsbedingt vertreten lassen. Seine Parteikollegen gingen zunächst davon aus, dass er sich in seinem Zimmer ausruhte.
Als sie ihn später nicht erreichen konnten und auch auf Klopfen keine Reaktion erhielten, wurde das Hotelpersonal eingeschaltet. Wenig später waren Polizei und Rettungskräfte vor Ort. Für die anderen Gäste wurde der Einsatz auf den Fluren und vor dem Gebäude sichtbar.
Die Aussagen von Patrick Sass zeigen, wie sich die Ereignisse aus unmittelbarer Nähe darstellten. Sie liefern jedoch keine Erklärung für das, was in der Suite geschah. Die Behörden veröffentlichten dazu nur begrenzte Informationen.
Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis gibt es inzwischen keine Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden. Die weiteren gerichtsmedizinischen Untersuchungen sollen dazu beitragen, die Todesursache genauer zu klären. Bis dahin bleibt offen, was genau hinter der Tür von Aiwangers Hotelzimmer geschah.

„Leider konnten wir nichts mehr für ihn tun“: Bruno Kramm stirbt mit 58 Jahren direkt nach seinem Konzert
28. September 2026

Wende im Fall Stade: Der mutmaßliche Sechsfach-Killer wird tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden – was geschah?
21. Juli 2026

„Das ist eine ganz schlimme Tragödie“: Vier Jugendliche bei Verkehrsunfall getötet – Video
09. Oktober 2026

Ralf Richters Sohn äußert sich nach dem Tod seines Vaters im Alter von 69 Jahren – und bittet Fans um Hilfe bei einer letzten Sache
17. September 2026

Drückjagd in Johanniskreuz: Ein Jäger stirbt, ein weiterer wird verletzt – Ermittlungen laufen
04. November 2026

„Ich bin unfassbar erleichtert“: Gericht fällt Urteil gegen Love-Island-Star Yasin Mohamed – das Strafmaß
05. November 2026

Gina H.s Anwalt zündete Kerze für Fabian an – und verteidigte dann seine mutmaßliche Mörderin: Warum er nun eine „realistische Gefahr“ einer Verurteilung sieht
29. September 2026

„Beide sind tot“: Deutsche Auswanderin von Ehemann erschossen – ihre letzte Nachricht
08. Oktober 2026

„Schreckliche Ereignisse von Berngau“: Ganzer Ort abgeriegelt – zwei Menschen tot
09. Oktober 2026

Tragödie bei Touristen-Kutschfahrt: Eine Tote und zwölf Verletzte – was ist passiert?
17. August 2026

Mordprozess um Fabian: Abgehörte Gespräche von Gina H. sorgen für Fragen
05. Oktober 2026