
Ralf Richters Sohn äußert sich nach dem Tod seines Vaters im Alter von 69 Jahren – und bittet Fans um Hilfe bei einer letzten Sache
Der Tod von Ralf Richter hat seine Familie schwer getroffen. Der Schauspieler, der mit Rollen in „Das Boot“ und „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ bekannt wurde, ist am 15. September 2026 im Alter von 69 Jahren gestorben. Nun meldet sich sein Sohn Maxwell Richter zu Wort. Mit einem persönlichen Beitrag erinnert er an seinen Vater und richtet gleichzeitig eine Bitte an dessen Fans.
Die Nachricht von Ralf Richters Tod hatten seine Kinder Maxwell und Aline öffentlich gemacht. Gemeinsam teilten sie auf Instagram mit: „In der vergangenen Nacht ist unser Vater, Ralf Richter, verstorben.“
Für die beiden war ihr Vater dabei nicht in erster Linie der bekannte Schauspieler, sondern vor allem ein Familienmitglied. In ihrem Abschiedsschreiben hieß es weiter: „Für viele von euch war er Schauspieler, Kultfigur und ein Gesicht, das Menschen über viele Jahre begleitet hat. Für uns war er vor allem eines: unser Vater.“
Mit diesen Worten machten seine Kinder deutlich, dass hinter dem bekannten Schauspieler für sie vor allem der Vater stand, mit dem sie ihr eigenes Familienleben verband.
Auch Ralf Richters Managerin bestätigte seinen Tod. Er sei „zu Hause friedlich eingeschlafen – unerwartet und viel zu früh“, teilte sie mit. Für die Familie bedeutet der Tod des Schauspielers einen schwerer Verlust, mit dem sie nun fertig werden müssen.
Sohn Maxwell Richter spricht über den Verlust
Maxwell Richter (44) ist selbst Schauspieler und stand im Laufe seiner Karriere auch gemeinsam mit seinem Vater vor der Kamera. Die beiden waren unter anderem mit dem Filmprojekt „Grabowski – Alles für die Familie“ verbunden.
Das Projekt hatte für Maxwell eine besondere Bedeutung. Er initiierte den Film und entwickelte gemeinsam mit seinem Vater das Drehbuch. Damit arbeiteten Vater und Sohn nicht nur vor der Kamera zusammen, sondern auch hinter den Kulissen an einer gemeinsamen Geschichte.

Ralf Richter mit seinem Sohn Maxwell bei einer Veranstaltung circa 2000 | Quelle: Getty Images
Für die Finanzierung des Projekts wurde eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Mehr als 1200 Unterstützer beteiligten sich daran und sammelten insgesamt mehr als 127.000 Euro.
Der Film wurde nach mehreren Verschiebungen des Drehstarts letztlich jedoch nicht umgesetzt. Die gemeinsame Arbeit daran bleibt dennoch ein besonderer Teil der beruflichen Verbindung zwischen Maxwell und seinem Vater.
Maxwell selbst war unter anderem in „Die Welle“, „Tatort“, „U-900“, „Nicht mein Tag“ und „Unbroken“ zu sehen. Damit verband die beiden nicht nur das familiäre Verhältnis, sondern auch die gemeinsame Leidenschaft für den Film.
Nun muss Maxwell von seinem Vater Abschied nehmen.
Ralf Richter wurde 69 Jahre alt
Ralf Richter wurde in Essen geboren und wuchs in Bochum in seiner Familie mit sieben Geschwistern auf. Seine Laufbahn begann zunächst nicht mit einer klassischen Schauspielausbildung.
Eigentlich war Richter gelernter Schreiner. Er wollte jedoch nicht dauerhaft in diesem Beruf arbeiten. Als er sich zufällig in Bochum aufhielt und dort gerade die Aufnahmeprüfung an der Westfälischen Schauspielschule anstand, entschied er sich, vorzusprechen.

Ralf Richter bei einer Talkshow im Jahr 2024 | Quelle: Getty Images
Er wurde aufgenommen. Bis zum Diplom kam es allerdings nicht. Richter wurde vorzeitig von der Schule entlassen, weil er laut den vorliegenden Angaben als „nicht ausbildungsfähig“ eingestuft worden sei.
Seinen Weg zum Schauspiel setzte er anschließend dennoch fort. Er arbeitete zunächst am Theater, unter anderem in Bochum, Berlin, Hamburg und Bonn.
Der große Durchbruch beim Kinopublikum folgte schließlich Anfang der 1980er-Jahre.
Mit „Das Boot“ wurde er einem großen Publikum bekannt
1980 spielte Ralf Richter in Wolfgang Petersens „Das Boot“ den Zentralemaat Frenssen. Der Film wurde international erfolgreich und machte Richter einem großen Publikum bekannt.
Die Rolle war der Beginn einer langen Filmkarriere. Richter verkörperte in den folgenden Jahrzehnten immer wieder Figuren, die durch eine direkte, raue oder eigenwillige Art auffielen.
Besonders bekannt wurde Richter Ende der 1990er-Jahre auch als Kalle Grabowski in „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“. Die Ruhrpott-Komödie entwickelte sich zum Kultfilm und machte die Figur zu einer seiner bekanntesten Rollen.

Hier filmte Ralf Richter eine Fernsehsendung im Jahr 2015 | Quelle: Getty Images
Daneben war Richter in zahlreichen weiteren Film- und Fernsehproduktionen zu sehen. Dazu gehörten unter anderem „Der Alte“, „Alarm für Cobra 11“ und „Tatort“.
Seine Karriere umfasste damit mehrere Jahrzehnte – vom Theater über große Kinoproduktionen bis zu bekannten Fernsehserien und Krimis.
Ein Schauspieler mit ungewöhnlichem Karriereweg
Dass Ralf Richter überhaupt Schauspieler wurde, war dabei nicht unbedingt von langer Hand geplant. Sein ursprünglicher Beruf war das Handwerk. Erst die zufällige Gelegenheit zur Aufnahmeprüfung an der Schauspielschule brachte ihn auf einen anderen Weg.
Auch wenn seine Ausbildung dort nicht bis zum Abschluss führte, setzte er seine Karriere fort und arbeitete am Theater. Später folgten seine ersten Filmrollen und schließlich der Durchbruch mit „Das Boot“.
Für ein großes Publikum wurde Richter vor allem durch seine markanten Figuren bekannt. Mit Kalle Grabowski in „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“ gelang ihm Ende der 1990er-Jahre eine weitere Rolle, die nachhaltig mit seinem Namen verbunden blieb.
Über die Jahre blieb Richter dabei nicht auf ein bestimmtes Genre beschränkt. Neben Kinofilmen war er auch in zahlreichen Fernsehproduktionen zu sehen.
„Meinem Vater ging es seit Längerem gesundheitlich sehr schlecht“
Über die letzten Monate seines Lebens äußerte sich nun sein Sohn Maxwell gegenüber BILD. Demnach habe sich der Gesundheitszustand seines Vaters bereits seit längerer Zeit verschlechtert.
„Meinem Vater ging es seit Längerem gesundheitlich sehr schlecht. Er litt an COPD und einer Herzunterfunktion. Eine Vene zum Herzen hat nicht mehr richtig gearbeitet.“

Maxwell und Ralf Richter bei der Premiere von „Nicht mein Tag“ im Jahr 2014 | Quelle: Getty Images
Maxwell berichtet weiter: „Deshalb war er schon vor ein paar Monaten in der Klinik. Danach hat er weiter abgebaut.“
Damit wird deutlich, dass die Familie bereits seit einiger Zeit mit gesundheitlichen Problemen des Schauspielers konfrontiert war. Nach Angaben seines Sohnes hatte sich sein Zustand nach dem Klinikaufenthalt weiter verschlechtert.
Auch am Ende war sein Sohn bei ihm. „Ich war bei ihm, als er starb“, sagte Maxwell gegenüber BILD.
Nun bittet Maxwell Richter die Fans um Unterstützung
Nach dem Tod seines Vaters richtet sich Maxwell Richter nun mit einer weiteren persönlichen Nachricht an die Öffentlichkeit.
In seinem neuesten Instagram-Beitrag veröffentlicht der Schauspieler ein Foto seines Vaters. Gleichzeitig erklärt er, dass Menschen aus dem Umfeld der Familie eine Spendenaktion ins Leben gerufen haben.
Der Grund dafür sind die Kosten, die mit dem Abschied von Ralf Richter verbunden sind.
„Danke für eure Anteilnahme. Der Verlust meines Vaters Ralf trifft unsere Familie tief“, schreibt Maxwell. Anschließend erklärt er, dass die Familie gleichzeitig vor den finanziellen Kosten stehe, „die ein würdevoller Abschied mit sich bringt“. Die Spendenaktion solle die Familie dabei unterstützen.
Maxwell richtet sich dabei nicht nur an diejenigen, die finanziell helfen können. Auch das Teilen des Aufrufs und persönliche Nachrichten seien für die Familie von Bedeutung. „Jede Spende, jedes Teilen, jede liebe Nachricht bedeutet uns sehr viel“, schreibt er.
Eine letzte Bitte an die Fans seines Vaters
Maxwells Aufruf endet mit einem persönlichen Dank an all jene, die sich nach dem Tod von Ralf Richter bei der Familie melden oder den Schauspieler in Erinnerung behalten.
„Von Herzen danke ich euch für eure Unterstützung, eure Anteilnahme und dafür, dass ihr Ralf in Erinnerung haltet. Maxwell.“
Damit wird auch deutlich, worum es der Familie neben der konkreten Unterstützung geht: um den Abschied von einem Menschen, der für viele Zuschauer über Jahrzehnte hinweg ein bekanntes Gesicht war.
Und für Maxwell war die Verbindung zu ihm auch beruflich besonders eng. Mit „Grabowski – Alles für die Familie“ hatten Vater und Sohn sogar gemeinsam an einem Filmprojekt gearbeitet. Das Drehbuch entwickelten sie zusammen, auch wenn der Film letztlich nicht realisiert wurde.
Die gemeinsame Arbeit an dem Projekt zeigt zugleich, dass die Verbindung zwischen den beiden über das reine Familienverhältnis hinausging. Maxwell ist selbst als Schauspieler tätig und konnte mit seinem Vater auch beruflich zusammenarbeiten.
Nun bleibt der Familie der Abschied von Ralf Richter – und die Erinnerung an einen Schauspieler, dessen Rollen ihn über viele Jahre begleitet haben. Für seine Kinder bleibt er dabei nicht nur der Mann hinter bekannten Filmfiguren, sondern vor allem der Vater, von dem sie nun Abschied nehmen müssen.
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