Tragödie in Münster: Hätte man schon eher auf Jens R. aufmerksam werden müssen?

Zwei Tage ist die Tragödie her, bei der Jens R. mit einem Auto in eine Menschenmenge in Münster fuhr und dabei mehrere Menschen töte und verletzte.

Nach der Amokfahrt richtete er sich mit einer Waffe selbst.

Woher er diese Waffe hatte, ist bisher noch unklar.

Drei Tote verursachte er mit seiner Tat und die Polizei sucht noch immer nach Motiven für diese schreckliche Tat.

Es sei noch unklar, warum der Tatverdächtige am Samstag mit seinem Auto in eine Menschenmenge gefahren sei, sagte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) am Montag in Düsseldorf. (Zitat, GMX)

 Es sollen nach bisherigem Ermittlungsstand keine politischen Motive hinter er Tat gesteckt haben. Jens R. soll psychische Probleme gehabt haben.

Man wolle gründlich bei den Ermittlungen vorgehen und bat die Menschen daher um Geduld, was neue Hinweise anging.

Fünfmal soll der 48-jährige Täter polizeilich auffällig geworden sein.

Unter seinen Delikten sind Vergehen wie Sachbeschädigung, Bedrohung der Eltern oder auch unerlaubtes Entfernen von einem Unfallort.

Laut des Kriminologen Christian Pfeiffer zeigte Jens R. alle anzeichen eines Amokläufers.

Keine sozialen Bindungen oder soziale Erfolge zeichneten ihn aus.

"Der Amokläufer möchte Herr über Leben und Tod anderer Menschen sein, möchte die Panik in ihren Augen sehen, wenn er sie mit tödlicher Wucht angreift", sagte Pfeiffer. "Das soll ihn entschädigen für all die Niederlagen und Demütigungen, für die er andere verantwortlich macht." (Zitat, GMX) 

Ende März soll er eine Mail an Bekannte  und Familie geschickt haben, die als Abschiedsbrief diente.

Die Mail deutet auf suizidale Gedanken hin und gab Grund zur Sorge.

Man konnte jedoch nicht darauf schließen, dass er auch vorgehabt hatte, anderen Menschen als sich selbst etwas anzutun.

Auch ist bisher noch unklar, woher die Waffe stammte, mit der er sich nach der Tat das Leben nahm. Denn er besaß keinen Waffenschein.

Ein Bewegungsprofil des Täters soll den Beamten nun bei den Ermittlungen helfen.

Laut Berichten sollen sich noch zwei Verletzte in Lebensgefahr befinden. 20 Menschen sind bei der blutigen Fahrt verletzt worden.

Nun werden Stimmen laut, dass Innenstädte besser vor solchen Taten geschützt werden können - beispielsweise durch die Installation von Pollern.

Die Ermittlungen dauern an.

Unser Beileid geht allen Angehörigen und Opfern der Tat.

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