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Fabians Mutter in einem emotionalen Statement | Quelle: YouTube/:newstime
Fabians Mutter in einem emotionalen Statement | Quelle: YouTube/:newstime

Fabians Mutter fehlte beim Gerichtstermin – der herzzerreißende Grund

Olha Patsora
Von Olha Patsora
28. Mai 2026
16:49

Der Mordprozess um den achtjährigen Fabian aus Güstrow geht weiter – und er wird mit jedem Verhandlungstag schwerer zu ertragen. Am siebten Prozesstag vor dem Landgericht Rostock wurden Gutachter und Ermittler gehört.

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Ein zentrales Thema des siebten Verhandlungstages war ein Textilgutachten. Die 30-jährige Angeklagte soll Fabian laut Staatsanwaltschaft am 10. Oktober 2025 mit ihrem Auto abgeholt und später getötet haben – sie ist des Mordes angeklagt. Unter dem rechten Daumennagel des Kindes wurde eine lila-blau eingefärbte Baumwollfaser gefunden, die Übereinstimmungen mit einem Pullover der Angeklagten aufweist.

Außerdem entdeckten die Ermittler an einem Ärmelbündchen des Opfers eine grau-grünliche Polyesterfaser, die von einer Reiterhose der Angeklagten stammen könnte. Der Sachverständige machte jedoch deutlich klar, dass eine eindeutige Bewertung dieser Funde kaum möglich sei – wie es zu einer Spurenübertragung gekommen sein könnte, lasse sich nicht sagen.

Die Angeklagte Gina mit ihren Anwälten im Gerichtssaal, Rostock, 13. Mai 2026. | Quelle: Getty Images

Die Angeklagte Gina mit ihren Anwälten im Gerichtssaal, Rostock, 13. Mai 2026. | Quelle: Getty Images

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Am Tattag, dem 10. Oktober 2025, war die SIM-Karte der Angeklagten zwischen 11:21 Uhr und 12:42 Uhr nicht nachweisbar – weder in Güstrow noch am späteren Tatort. Das Gerät sei in dieser Zeit entweder ausgeschaltet oder in den Flugmodus gesetzt worden.

Ein Problem dabei: Die Mobilfunkanbieter erheben solche Daten in erster Linie für ihre Abrechnung – nicht für Ermittlungszwecke. Der zuständige Polizeibeamte bezeichnete die Datenlage deshalb als „extrem lückenbehaftet".

Die Staatsanwaltschaft wertet dies als bewusstes Handeln: Die Angeklagte soll ihr Smartphone aktiv deaktiviert haben, bevor sie laut Anklage mit Fabian in ihrem Auto in Richtung Klein Upahl fuhr. Dort soll sie den Jungen an einem Tümpel mit einem Messer getötet haben. Der angenommene Todeszeitraum liegt laut Anklage zwischen 10:50 und 13:00 Uhr.

Symbolfoto | Quelle: Getty Images

Symbolfoto | Quelle: Getty Images

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Es war die Angeklagte selbst, die am 14. Oktober die Kinderleiche bei der Polizei meldete – und sich laut Funkzellenauswertung an diesem Tag auch tatsächlich am Fundort befand.

Privatermittler nutzte Fabians Online-Account

Ein Online-Account des Kindes wurde auch nach dem 10. Oktober noch aktiv genutzt. Die Hoffnung der Polizei, dass Fabian vielleicht noch am Leben sein könnte, zerschlug sich jedoch schnell. Wie die Ermittler feststellten, handelte es sich am 12. und 13. Oktober nicht um Fabian selbst, sondern um einen Privatermittler, dem die Mutter oder ihr Umfeld die Zugangsdaten weitergegeben hatte.

Symbolfoto | Quelle: Getty Images

Symbolfoto | Quelle: Getty Images

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Warum Fabians Mutter nicht kommen konnte

Fabians Mutter, die als Nebenklägerin am Prozess teilnimmt, fehlte an diesem Tag zum ersten Mal. Der Richter hatte sie bereits am Vortag gewarnt:

„Wir werden morgen Bilder zu sehen bekommen, die auch etwas schwieriger zu ertragen sind."

Wer das nicht aushalte, habe die Möglichkeit, den Saal zu verlassen.

Der Grund, warum sie fernblieb, ist herzzerreißend: Im Gerichtssaal wurden Fotos des getöteten Jungen gezeigt – Bilder, die zeigten, in welchem Zustand Fabians Leiche gefunden worden war. Fabians Leiche wies starke Verbrennungen auf. Der Prozess ist noch nicht vorbei.

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