
Moderator Constantin Schreiber verkündet überraschenden Abschied von Springer – nur wenige Monate nach seinem Einstieg: Der Grund

Erst vor rund einem Jahr verabschiedete sich Constantin Schreiber von der „Tagesschau". Nun steht für den 47-Jährigen bereits der nächste große Schritt bevor — und wieder überrascht er damit sein Publikum.
Über ein persönliches Video machte der Moderator seine Entscheidung nun öffentlich.

Constantin Schreiber zu Gast in der WDR-Talkshow 'Kölner Treff', Köln, 14. April 2023. | Quelle: Getty Images
Vom Nachrichtensprecher zum Springer-Reporter
Mehr als acht Jahre lang gehörte Schreiber zur ARD und wurde dabei zu einem festen Gesicht der „Tagesschau" — rund vier Jahre lang sprach er regelmäßig die 20-Uhr-Hauptausgabe. Im Mai 2025 war damit jedoch Schluss: Der Moderator verließ die „Tagesthemen" und die ARD. Im Herbst 2025 wechselte er anschließend zum Axel-Springer-Verlag. Diesem kehrt er nun jedoch schon wieder den Rücken.
Die Ankündigung per Video
Auf Instagram veröffentlichte der 47-Jährige ein Video, in dem er die erneute Veränderung verkündet:
„Ich habe mich schon vor einiger Zeit, vor ein paar Monaten, entschieden, künftig neue Wege zu gehen."

Constantin Schreiber im Gespräch, Berlin, 25. September 2025. | Quelle: Getty Images
Wie n-tv berichtet, werde sich Schreiber zum Ende des Jahres von Axel Springer verabschieden und im kommenden Jahr 2027 eine neue Aufgabe annehmen. Ein Sprecher des Medienkonzerns bestätigte der dpa auf Anfrage die Personalie.
Ausführlichere Worte unter dem Beitrag
Unter dem Video gab Schreiber noch weitere Details preis:
„Ich habe bereits vor ein paar Monaten bei Axel Springer gekündigt, weil ich mich im kommenden Jahr neuen Aufgaben widmen möchte. Es war eine interessante und spannende Erfahrung, bei der ich viel erleben durfte in einer Zeit großer nationaler und internationaler Umbrüche. Ich glaube daran, dass Veränderung im Beruf immer gut ist, um weiter zu wachsen — unabhängig davon, wie sehr man im Job schon angekommen ist."
Berichterstattung aus Tel Aviv und New York
Schreiber hatte seinen Job bei Springer im September 2025 gestartet und berichtete zunächst aus Tel Aviv sowie New York über die Region Naher Osten und internationale Brennpunkte. Im April teilte das Unternehmen bereits mit, dass er sich künftig stärker auf Podcast-Formate konzentriere und aus familiären Gründen von Deutschland aus arbeite. Seine Stammredaktion bei Axel Springer war die Zeitung „Welt".
Emotionale letzte Worte vor der Kamera
In seiner letzten „Tagesschau"-Sendung im Mai 2025 verabschiedete sich Schreiber mit persönlichen Worten von seinem Publikum: „Zum Abschluss ein paar persönliche Worte. Ich habe zum letzten Mal die Tagesschau präsentiert. Danke für Ihr Vertrauen in meine und unsere Arbeit. Ich wünsche Ihnen, uns allen viele positive Nachrichten und Glauben an das Gute." Zum Abschied zitierte er zudem ein chinesisches Sprichwort:
„Wohin du auch gehst, geh mit deinem Herzen."
Im Netzwerk X kamen zunächst Gerüchte auf, sein Abschied könnte im Streit erfolgt sein — Schreibers zurückhaltende Art beim Verlassen der Sendung nährte solche Spekulationen.
Wenig später entkräftete er diese Vermutungen jedoch selbst über Instagram: In einem dort geteilten Video ist zu sehen, wie ihn seine Kollegen nach der letzten Ausstrahlung mit warmem Applaus verabschiedeten. Zusätzlich veröffentlichte er ein gemeinsames Abschiedsfoto mit Susanne Daubner.
Eine erfolgreiche journalistische Laufbahn
Nach seinem Jura-Studium und einem journalistischen Volontariat arbeitete Schreiber mehrere Jahre als Reporter im Nahen Osten und war zudem drei Jahre lang als Medienreferent im Auswärtigen Amt tätig. Von 2012 bis 2017 arbeitete er für ntv. Für die Sendereihe „Marhaba — Ankommen in Deutschland" erhielten Schreiber und sein Team 2017 den renommierten Grimme-Preis. In den vergangenen Jahren veröffentlichte er zudem mehrere Bücher.