logo
StartseiteNews
Auf einem Polizeiauto in Regensburg (Bayern, Deutschland) ist am 08.05.2026 die Aufschrift „Polizei“ zu sehen | Quelle: Getty Images
Auf einem Polizeiauto in Regensburg (Bayern, Deutschland) ist am 08.05.2026 die Aufschrift „Polizei“ zu sehen | Quelle: Getty Images

Schock in Bonn-Oberkassel: Ein 20-jähriger Mann soll absichtlich mit seinem Auto eine 48-jährige Frau in ihrem eigenen Garten angefahren haben

Maren Z.
27. Mai 2026
20:22

In Bonn-Oberkassel sorgt ein mutmaßlicher Angriff mit einem Auto für Entsetzen. Ein 20-jähriger Mann soll am vergangenen Samstag gezielt mit seinem Audi auf eine 48-jährige Frau zugerast sein, während diese im Vorgarten ihres Hauses auf der Dollendorfer Allee den Rasen mähte. Die Frau wurde bei dem Vorfall leicht verletzt und musste zunächst in einem Krankenhaus behandelt werden. Inzwischen konnte sie die Klinik wieder verlassen.

Werbung

Der Tatverdächtige stellte sich am Dienstagnachmittag gemeinsam mit seinem Anwalt auf einer Polizeiwache in Köln-Kalk. Wie die Bonner Polizei mitteilte, wurde der junge Mann anschließend festgenommen und nach Bonn gebracht. Gegen ihn lag bereits ein Haftbefehl vor. Am Mittwoch sollte er einem Haftrichter vorgeführt werden. Zu den Vorwürfen äußerte sich der Beschuldigte bislang nicht.

Werbung

Die Ermittler gehen derzeit von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Nach Angaben der Polizei soll der 20-Jährige gegen 14.30 Uhr mit seinem schwarzen Audi gezielt auf die Frau zugefahren sein. Nach dem Vorfall flüchtete der Fahrer vom Tatort. Dabei soll der Wagen noch gegen eine Mauer geprallt sein, wodurch der Audi im Frontbereich beschädigt wurde.

Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung blieb zunächst erfolglos. Erst nach einer öffentlichen Fahndung mit Foto stellte sich der Verdächtige schließlich selbst.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen stehen offenbar schon länger bestehende Spannungen zwischen den Familien des mutmaßlichen Täters und des Opfers. Laut Angehörigen der verletzten Frau soll es bereits seit Wochen Drohungen und Konflikte gegeben haben. Auslöser der Eskalation sei nach Angaben der Familie die Trennung einer Tochter der 48-Jährigen von dem Tatverdächtigen gewesen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Werbung

Die Tochter der Verletzten schilderte die Situation gegenüber Medien drastisch. „Die wollten das nicht hinnehmen und wollen, dass meine Schwester weiter mit ihm zusammenlebt“, sagte die 26-Jährige. Seit der Trennung habe es mehrfach Bedrohungen gegeben, insbesondere gegen ihre Mutter. Die Polizei bestätigte inzwischen, dass gegen den 20-Jährigen bereits wegen Bedrohungsdelikten im familiären Umfeld ermittelt werde.

Bereits im April hatte es an derselben Adresse einen größeren Polizeieinsatz gegeben. Damals sollen laut Polizei rund ein Dutzend Personen versucht haben, gewaltsam in das Haus der Familie einzudringen. Im Verlauf des Vorfalls sollen zudem Schüsse mit einer Schreckschusswaffe in die Luft abgegeben worden sein.

Als die Polizei eintraf, flüchteten die Beteiligten in mehreren Fahrzeugen. Drei Personen konnten damals festgenommen werden. Nach Angaben der Ermittler seien inzwischen zehn von elf tatverdächtigen Personen identifiziert worden.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Werbung

Aufgrund der aktuellen Ereignisse richteten Polizei und Staatsanwaltschaft noch am Samstag eine Mordkommission ein. Spezialisten der Spurensicherung sowie ein Unfallaufnahmeteam waren bis in die Abendstunden am Tatort im Einsatz. Zudem wurden zahlreiche Zeugen befragt, um den Ablauf der Tat genauer zu rekonstruieren.

Der Vorfall hat in der ansonsten ruhigen Wohngegend große Bestürzung ausgelöst. Nachbarn zeigten sich schockiert über die Eskalation. Auch zahlreiche Angehörige der Familie reisten nach der Tat aus Köln an, um die Betroffenen zu unterstützen und sich ein Bild von der Situation zu machen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Symbolbild | Quelle: Getty Images

Die Ermittlungen zu den Hintergründen und möglichen weiteren Beteiligten dauern weiterhin an.

Werbung
Werbung
info

Die Informationen in diesem Artikel stellen keinen Ersatz für professionellen ärztlichen Rat, eine Diagnose oder eine Behandlung dar. Alle Inhalte, inklusive Text und Bildern, die in AmoMama.de enthalten sind oder durch AmoMama.de zugänglich sind, dienen lediglich der allgemeinen Information. AmoMama.de übernimmt keinerlei Verantwortung für jegliche Handlungen, die als Resultat des Lesens dieses Artikels unternommen werden. Bevor Sie sich irgendeiner Behandlung unterziehen, konsultieren Sie ihren medizinischen Leistungsanbieter.

info

AmoMama.de unterstützt und fördert keine Formen von Gewalt, Selbstbeschädigung oder anderes gewalttätiges Verhalten. Wir machen unsere LeserInnen darauf aufmerksam, damit sich potentielle Opfer professionelle Beratung suchen und damit niemand zu Schaden kommt. AmoMama.de setzt sich gegen Gewalt, Selbstbeschädigung und gewalttätiges Verhalten ein, AmoMama.de plädiert deshalb für eine gesunde Diskussion über einzelne Fälle von Gewalt, Missbrauch, oder sexuelles Fehlverhalten, Tiermissbrauch usw. zum Wohl der Opfer. Wir ermutigen in diesem Sinne alle LeserInnen, jegliche kriminelle Vorfälle, die wider diesen Kodex stehen, zu melden.

Ähnliche Neuigkeiten