
Ein Angriff auf eine Schule in Bretten – Großes Polizeiaufgebot im Einsatz
Großer Schock am Montagmorgen in Bretten: Kurz nach Unterrichtsbeginn kam es an der Pestalozzischule Bretten zu einer Bedrohungslage. Ein Schüler wurde dabei verletzt, ein mutmaßlicher Täter flüchtete zunächst vom Gelände. Binnen Minuten verwandelte sich der Schulkomplex in einen Einsatzort mit zahlreichen Polizeikräften.
Für die Kinder und Lehrkräfte bedeutete der Vorfall einen abrupten Ausnahmezustand. Unterrichtsräume wurden verschlossen, Türen verbarrikadiert, niemand durfte das Gebäude verlassen. Auch die angrenzende Grundschule sowie eine Hauptschule wurden vorsorglich gesichert.

Polizeibeamte arbeiten am Tatort | Quelle: Getty Images
Lehrkräfte handelten schnell und routiniert, indem sie die Schülerinnen und Schüler in den Klassenräumen hielten und beruhigten. Parallel dazu kümmerten sich Rettungskräfte um den verletzten Jugendlichen. Nach Angaben der Polizei wurde der Vorfall kurz nach 8 Uhr gemeldet. Eine Sprecherin erklärte:
„Kurz nach 8 Uhr wurde uns ein Vorfall an der Pestalozzischule in Bretten (Baden-Württemberg) gemeldet. Eine Person wurde verletzt.“
Bei der verletzten Person handelt es sich um einen Schüler. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Schwer bewaffnete deutsche Polizei | Quelle: Getty Images
Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 13-jähriger Junge mutmaßlich den Angriff verübt haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass möglicherweise ein Messer eingesetzt wurde. Nähere Details zum Tatablauf wurden bislang nicht veröffentlicht. Unklar ist weiterhin, ob es zuvor eine Auseinandersetzung gab oder ob die Tat aus einem spontanen Streit heraus entstand.
Die Polizei reagierte mit einem Großaufgebot. Zahlreiche Streifenwagen und Einsatzkräfte sicherten das Schulgelände und die Umgebung ab. Auch angrenzende Straßen wurden kontrolliert. „Wir haben mit einem Großaufgebot vor Ort nach dem Tatverdächtigen gesucht. Auch eine benachbarte Grundschule und eine Hauptschule wurden abgesichert“, so die Polizei weiter. Ziel war es, jede mögliche Gefährdung schnell auszuschließen.

Zwei Polizeibeamte stehen vor der Weill-Synagoge | Quelle: Getty Images
Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst. Seine Identität war den Ermittlern jedoch früh bekannt. Rund zwei Stunden nach dem Vorfall konnte der 13-Jährige außerhalb von Bretten festgenommen werden. Details zum Ort der Festnahme oder zu den Umständen wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Die Ermittlungen laufen weiterhin auf Hochtouren.
Die Pestalozzischule ist eine Förderschule mit rund 120 Schülerinnen und Schülern. In einer vergleichsweise kleinen Schulgemeinschaft wie dieser wirkt ein Vorfall dieser Art besonders erschütternd. Viele Eltern reagierten mit Sorge und suchten noch am Vormittag den Kontakt zur Schule. Einige holten ihre Kinder vorzeitig ab, andere warteten auf offizielle Informationen.

Polizei | Quelle: Getty Images
Nach Angaben der Polizei bestand nach der Festnahme keine weitere akute Gefahr. Dennoch hinterlässt ein solcher Einsatz Spuren – nicht nur organisatorisch, sondern auch emotional. Schulen gelten als geschützte Räume, in denen Kinder lernen und sich entwickeln sollen. Wenn dort Gewalt auftritt, ist das Vertrauen schnell erschüttert.
Zu den Hintergründen der Tat äußerten sich die Ermittler bislang nicht. Ob Opfer und Tatverdächtiger sich näher kannten oder ob es vorherige Konflikte gab, ist noch unklar. Aufgrund des jungen Alters des Tatverdächtigen greifen besondere jugendstrafrechtliche Regelungen.

Polizei | Quelle: Getty Images
Der verletzte Schüler befindet sich nach aktuellem Stand nicht in Lebensgefahr. Weitere Informationen zu seinem Zustand wurden aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht veröffentlicht. In den kommenden Tagen dürften neben den strafrechtlichen Ermittlungen auch schulpsychologische Unterstützungsangebote im Fokus stehen, um das Geschehene gemeinsam zu verarbeiten.
Der Angriff auf die Schule in Bretten hat die Stadt tief erschüttert. Er zeigt, wie schnell sich eine alltägliche Situation in eine ernsthafte Krisenlage entwickeln kann. Während die Ermittlungen weitergehen, steht für alle Beteiligten nun im Vordergrund, Sicherheit, Stabilität und Vertrauen im schulischen Umfeld wiederherzustellen.
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