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Die Polizei sperrt das Gebiet ab, nachdem am 4. Mai 2026 im Stadtzentrum von Leipzig in Ostdeutschland ein Auto in eine Menschenmenge gerast ist | Quelle: Getty Images
Die Polizei sperrt das Gebiet ab, nachdem am 4. Mai 2026 im Stadtzentrum von Leipzig in Ostdeutschland ein Auto in eine Menschenmenge gerast ist | Quelle: Getty Images

Der mutmaßliche Attentäter von Leipzig (33) wurde wenige Tage, bevor er in eine Menschenmenge raste, aus psychiatrischer Behandlung entlassen – schockierende Details

Maren Z.
05. Mai 2026
17:12

Was am Montagnachmittag (4. Mai 2026) in der Leipziger Innenstadt geschah, dauerte nur wenige Augenblicke – und hinterließ doch eine Spur der Verwüstung. Dort, wo sonst Menschen einkaufen, spazieren und sich zwischen Augustusplatz und Grimmaischer Straße bewegen, raste ein Auto durch die Fußgängerzone. (Video)

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Zwei Menschen starben, mehrere weitere wurden verletzt. Schon kurz nach der Tat begann die Frage nach dem Warum. Nun kommt ein weiteres Detail hinzu, das den Fall noch bedrückender macht: Der mutmaßliche Fahrer hatte sich kurz zuvor in psychiatrischer Behandlung befunden.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Bild

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Nach den vorliegenden Angaben handelt es sich bei dem Verdächtigen um den 33-jährigen Deutschen Jeffrey K., einen Haustechniker aus Leipzig, verheiratet und Vater eines Kindes. Bekannt war zunächst, dass er sich noch am Sonntag in einer psychiatrischen Einrichtung aufgehalten haben soll. Später wurden die zeitlichen Abläufe präzisiert. Demnach wurde er bereits am 29. April aus dem Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz entlassen – also wenige Tage vor der Tat.

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Damit rückt die Frage in den Mittelpunkt, unter welchen Umständen diese Entlassung erfolgte. Nach Medieninformationen soll Jeffrey K. sich selbst in die Einrichtung begeben haben. Gleichzeitig heißt es, dass er dort durch aggressives Verhalten gegenüber anderen Patienten aufgefallen sei und deshalb verwiesen worden sein soll.

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Eine Entlassung aus einer solchen Einrichtung ist allerdings nur dann möglich, wenn keine akute Gefahr von der betroffenen Person ausgeht. Andernfalls müsste die Polizei eingeschaltet werden. Nach Angaben des Sächsischen Sozialministeriums sei ein Polizeieinsatz in diesem Zusammenhang jedoch nicht erforderlich gewesen.

Mehrere Punkte bleiben damit offen. Das Ministerium bestätigte zwar, dass Jeffrey K. stationär behandelt worden war, verwies mit Blick auf nähere Informationen zu Behandlung, Therapie und Zeitrahmen jedoch auf die ärztliche Schweigepflicht. Sicher ist also nur: Der spätere Tatverdächtige befand sich vor der Fahrt in medizinischer Betreuung und war kurz zuvor aus der Klinik entlassen worden.

Am Montag gegen 16.45 Uhr begann dann die Fahrt, die Leipzig erschütterte. Ein beigefarbener Volkswagen Taigo bog am Augustusplatz in die Fußgängerzone ein und fuhr knapp 600 Meter durch die Grimmaische Straße. Nach den vorliegenden Berichten soll der Wagen dabei mit etwa 80 Stundenkilometern unterwegs gewesen sein.

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Augenzeugen schildern Szenen des Schreckens. Eine Frau soll sich zeitweise auf dem Dach des Fahrzeugs festgeklammert haben. Erst ein Poller stoppte die Fahrt, wenige Meter vor einer Bankfiliale.

Die Folgen waren verheerend. Eine 63-jährige Frau aus Oberfranken und ein 77-jähriger Mann aus Leipzig starben. Mehrere Menschen wurden verletzt; in den Quellen ist von sechs Verletzten im Alter zwischen 21 und 87 Jahren die Rede, darunter auch Schwerverletzte.

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Gleichzeitig wies die Staatsanwaltschaft darauf hin, dass einzelne Betroffene den Ort eigenständig verließen und selbst Ärzte aufsuchten, sodass die exakte Zahl der Verletzten zunächst schwer zu bestimmen war. Zusätzlich mussten mehr als 80 Menschen wegen der Eindrücke des Geschehens betreut werden.

Auffällig ist auch das Verhalten des Verdächtigen nach dem Ende der Fahrt. Jeffrey K. soll regungslos und apathisch am Steuer gesessen haben. Widerstand gegen die Festnahme leistete er nicht. Es heißt, er soll bei der Festnahme geweint haben. Danach wurde er in die Universitätsklinik Leipzig gebracht und ärztlich untersucht. Ein Arzt kam laut Medienangaben zu dem Schluss, dass er aufgrund seiner psychischen Verfassung nicht haftfähig sei. Er wurde daraufhin erneut im Sächsischen Krankenhaus Altscherbitz untergebracht.

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Die Ermittler prüfen den Fall wegen zweifachen Mordes sowie versuchten Mordes in mindestens zwei weiteren Fällen. Eine politische oder religiöse Motivation wird nach bisherigem Stand ausgeschlossen.

Als möglicher Auslöser wird ein Streit im familiären Umfeld genannt. Zudem war Jeffrey K. bereits vor der Tat polizeilich in Erscheinung getreten. Staatsanwaltschaft und Polizei erklärten, er sei wegen Bedrohung sowie ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld bekannt geworden. In diesem Zusammenhang hatte es bereits am 17. April einen Polizeieinsatz gegeben – ausgelöst durch einen Anruf des 33-Jährigen selbst. Danach war er in das psychiatrische Fachkrankenhaus aufgenommen worden.

Wir berichteten über den Fall:

Ein Montagabend, der Leipzig erschüttert hat. Ein Mann raste mit seinem Auto durch eine belebte Fußgängerzone – und hinterließ Tote, Verletzte und eine Stadt im Schock.

Es ist gegen 16.45 Uhr, als auf der Grimmaischen Straße in der Leipziger Innenstadt der Alltag abrupt endet. Die Fußgängerzone ist voll besetzt – Einkäufer, Passanten, Menschen auf dem Weg nach Hause. Dann biegt ein heller Volkswagen Taigo vom Augustusplatz in die Fußgängerzone ein. Was folgt, dauert nur Sekunden – und verändert die Stadt für immer.

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5. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Am Eingang zur Grimmaischen Straße liegen Blumen, nachdem bei einem mutmaßlichen Amoklauf in Leipzig zwei Menschen ums Leben gekommen und drei schwer verletzt worden sind. Ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger war am Montagnachmittag in die belebte Fußgängerzone gerast. | Quelle: Getty Images

5. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Am Eingang zur Grimmaischen Straße liegen Blumen, nachdem bei einem mutmaßlichen Amoklauf in Leipzig zwei Menschen ums Leben gekommen und drei schwer verletzt worden sind. Ein 33-jähriger deutscher Staatsbürger war am Montagnachmittag in die belebte Fußgängerzone gerast. | Quelle: Getty Images

Augenzeugen berichten gegenüber BILD, das Fahrzeug sei mit 80 bis 100 km/h durch die Menschenmenge gerast. Menschen werden erfasst, weggeschleudert, verletzt. Erst kurz vor dem Marktplatz stoppen mehrere Poller das Fahrzeug.

Das Foto vom 4. Mai 2026 zeigt die Szene, in der ein Auto in eine Menschenmenge auf einer Straße in der Leipziger Innenstadt in Ostdeutschland raste und dabei mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte hinterließ. | Quelle: Getty Images

Das Foto vom 4. Mai 2026 zeigt die Szene, in der ein Auto in eine Menschenmenge auf einer Straße in der Leipziger Innenstadt in Ostdeutschland raste und dabei mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte hinterließ. | Quelle: Getty Images

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Der Fahrer sitzt noch im Auto, als die Polizei eintrifft. Er wird widerstandslos festgenommen – laut Angaben soll er bei der Festnahme psychisch auffällig gewirkt haben. Die Grimmaische Straße wird sofort weiträumig abgesperrt, Geschäfte schließen ihre Türen.

Rettungskräfte sind am 4. Mai 2026 im Stadtzentrum von Leipzig in Ostdeutschland im Einsatz, wo ein Auto in eine Menschenmenge gerast ist und dabei mindestens zwei Menschen getötet sowie mehrere verletzt hat. | Quelle: Getty Images

Rettungskräfte sind am 4. Mai 2026 im Stadtzentrum von Leipzig in Ostdeutschland im Einsatz, wo ein Auto in eine Menschenmenge gerast ist und dabei mindestens zwei Menschen getötet sowie mehrere verletzt hat. | Quelle: Getty Images

Wie ein Polizeisprecher kurz nach dem Vorfall mitteilt: „Das Fahrzeug nebst Fahrer konnte kurz darauf gestellt werden, von ihm geht derzeit keine Gefahr mehr aus. Die Rettungskräfte haben einen Massenanfall von Verletzten ausgerufen, die Polizei ist mit vielen Kräften im Einsatz."

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4. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Rettungskräfte stehen am Eingang zur Grimmaischen Straße. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gerast. | Quelle: Getty Images

4. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Rettungskräfte stehen am Eingang zur Grimmaischen Straße. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gerast. | Quelle: Getty Images

Etwa zehn Krankenwagen und ein ADAC-Rettungshubschrauber sind im Einsatz. Im Gewandhaus wird eine Notversorgungsstelle eingerichtet – ausdrücklich auch für Menschen ohne äußere Verletzungen, die unter Schock stehen und psychologische Betreuung benötigen.

4. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Rettungskräfte stehen am Eingang zur Grimmaischen Straße. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gerast. | Quelle: Getty Images

4. Mai 2026, Sachsen, Leipzig: Rettungskräfte stehen am Eingang zur Grimmaischen Straße. In Leipzig ist ein Auto in mehrere Menschen gerast. | Quelle: Getty Images

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Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung tritt kurz darauf vor die Kameras. Er bestätigt, was viele bereits befürchtet hatten: Zwei Menschen sind tot. Bei den Opfern handelt es sich um eine 63-jährige Frau und einen 77-jährigen Mann – beide deutsche Staatsangehörige.

Drei weitere Personen werden mit schweren Verletzungen in Kliniken gebracht. Der Branddirektor spricht von insgesamt „20 Betroffenen", was genau damit gemeint ist, bleibt zunächst offen.

Facebook-Kommentare zu dem Vorfall | Quelle: facebook.com/share/p/1AzDSt6CgS/

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Nach Angaben der Polizei waren insgesamt etwa 80 Menschen direkt von dem Vorfall betroffen. Die genaue Zahl der Verletzten ist am Dienstag weiterhin unklar – viele hatten den Ort nach dem Vorfall selbstständig verlassen und sich eigenständig in ärztliche Behandlung begeben.

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Facebook-Kommentare zu dem Vorfall | Quelle: facebook.com/share/p/1AzDSt6CgS/

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Laut BILD-Informationen soll es sich bei dem mutmaßlichen Täter um Jeffrey K. handeln – einen 33-jährigen Gebäudetechniker aus Leipzig, der angeblich verheiratet ist und ein Kind hat. Zudem soll er als Boxtrainer in einem Leipziger Boxverein tätig gewesen sein.

Als möglicher Auslöser gilt laut diesen Berichten ein Streit. Der Verdächtige soll zudem psychisch auffällig gewesen sein. Laut MDR-Informationen soll er erst kurz vor der Tat aus der Psychiatrie entlassen worden sein.

Facebook-Kommentare zu dem Vorfall | Quelle: facebook.com/share/p/1AzDSt6CgS/

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Die Staatsanwaltschaft Leipzig ermittelt wegen Mordes in zwei Fällen sowie versuchten Mordes in mindestens zwei weiteren Fällen. Der mutmaßliche Täter soll dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Grimmaische Straße bleibt bis mindestens zum späten Dienstagnachmittag gesperrt, während die Polizei weiter Spuren sichert.

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Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer meldete sich am Abend zu Wort:

„Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung."

Auch der sächsische Innenminister Armin Schuster bezeichnete den Vorfall als „schreckliche Amoktat" und betonte, Leipzig sei weiterhin sicher.

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In einem von Spiegel veröffentlichten Video ist der mutmaßliche Täter bei seiner Festnahme zu sehen. Ab Minute 1:22 des Clips ist er zu erkennen, wie er aus dem Fahrzeug kommt – weinend, während die Beamten ihn in Gewahrsam nehmen.

Am Abend stellten Menschen am Augustusplatz erste Kerzen auf. Kirchen öffneten ihre Türen, Gedenkandachten wurden angekündigt. Studenten beschrieben die Stimmung am nächsten Morgen als bedrückt – die Innenstadt war ungewohnt leer.

Eine Stadt hält inne – und fragt sich, wie so etwas in ihrer Innenstadt passieren konnte.

Alle Angaben zu Identität, Motiv und Vorgeschichte des Verdächtigen basieren auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorliegenden Informationen aus Ermittlerkreisen und Medienberichten. Die Ermittlungen dauern an – es gilt die Unschuldsvermutung.

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