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Zwei Kinder am Straßenrand | Quelle: Shutterstock
Zwei Kinder am Straßenrand | Quelle: Shutterstock

Zwei kleine Brüder, 3 und 5 Jahre alt, weinend auf der Straße gefunden, nachdem ihre Eltern sie angeblich zurückgelassen hatten

Olha Patsora
Von Olha Patsora
21. Mai 2026
19:45

Zwei kleine Brüder, 3 und 5 Jahre alt, wurden allein weinend auf einer Straße in Portugal gefunden. Ihre Eltern sollen sie dort einfach zurückgelassen haben.

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Am Dienstagabend, dem 19. Mai 2026, entdeckte Alexandre Quintas die beiden Kinder auf der Nationalstraße 253 zwischen Alcácer do Sal und dem Badeort Comporta. Der Bäcker bemerkte gerade einmal 3 und 5 Jahre alten Jungen gegen 19.30 Uhr durch seinen Rückspiegel, als sie plötzlich auf die Fahrbahn liefen, und hielt sofort an. Die Temperaturen lagen in der Region zu diesem Zeitpunkt noch bei fast 30 Grad Celsius. Quintas fuhr mit den Kindern zur Bäckerei seiner Familie und informierte dort die Polizei.

Symbolbild | Quelle: Shutterstock

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Die Polizei brachten die Jungen zunächst zur Dienststelle der portugiesischen Nationalgarde GNR. Ausweisdokumente hatten die Kinder nicht bei sich. Von dort wurde die Kinderschutzbehörde CPCJ informiert, und die Geschwister wurden anschließend ins Krankenhaus gebracht und ärztlich untersucht. Eine Vermisstenanzeige hatte bis dahin niemand erstattet. Den Geschwistern geht es den Umständen entsprechend gut.

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Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Wer hat die Kinder zurückgelassen?

Am nächsten Morgen, dem 20. Mai, wurde ein Gerichtsverfahren eingeleitet, an dem Polizei, Staatsanwaltschaft und Kinderschutzdienste beteiligt sind. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall dem Familien- und Jugendgericht gemeldet. Die Kinder sind französische Staatsbürger und stehen inzwischen unter dem Schutz der französischen Botschaft in Portugal. Die Eltern wurden laut mehreren Medienberichten bereits identifizier, aber ihre Namen sind jedoch noch nicht bekannt.

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Laut SIC sollen die Mutter und ihr Lebensgefährte hinter dem Vorfall stecken. „Bei den Eltern soll es sich offenbar um die Mutter und den Stiefvater handeln", berichtete der Sender. Beide wurden bislang nicht gefunden. Die Nachbarn bestätigten der Polizei, das Paar noch am Tag zuvor mit den Kindern in der Gegend nahe Monte Novo do Sul gesehen zu haben.

Der leibliche Vater der Jungen, der in Frankreich lebt, hat Anzeige gegen die Mutter wegen mutmaßlichen Kindesentzugs erstattet. Beide Verdächtigen sind bisher nicht auffindbar.

Die Reaktionen im Netz

Der Fall hat auf Facebook viele Reaktionen ausgelöst. Nutzer zeigten sich schockiert und fassungslos. Viele forderten harte Konsequenzen für die Verdächtigen.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Schwäbische

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Einige konnten nicht glauben, dass Eltern ihren eigenen Kindern so etwas antun können.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Schwäbische

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Andere waren erleichtert, dass die Jungen rechtzeitig gefunden wurden und jetzt in Sicherheit sind.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Schwäbische

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Was die Kinder berichteten

Laut SIC beschrieben die Kinder selbst, wie sie mit verbundenen Augen in einen Wald geführt wurden und ihnen gesagt wurde, dass sie ein Spiel spielen würden, um ein Spielzeug zu finden. Der ältere Junge erzählte Quintas die Geschichte auf Französisch.

„Durch den Rückspiegel meines Autos sah ich sie schreiend und weinend auf mich zukommen", sagte Quintas gegenüber SIC Notícias.

„Mir wurde sofort klar, dass sie ausgesetzt worden waren, als ich sah, wie die Rucksäcke gepackt waren."

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In den Taschen fanden sich Wechselkleidung, zwei Orangen und zwei Flaschen Wasser. Als die Geschwister die Augenbinde abnahmen, waren Mutter und Stiefvater verschwunden.

„Sie sagten den Kindern, sie sollten im Wald nach einem Spielzeug suchen", berichtete Quintas dem Sender SIC Notícias.

Eine wichtige Frage bleibt offen: Wie lange waren die Kinder allein, bevor sie gefunden wurden? Die Polizei fahndet weiterhin nach den Verdächtigen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

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