
Ein Mann schickt seinem Vater kurz vor seinem Tod auf einer Wanderung eine erschütternde letzte Nachricht – was er sagte
Eigentlich sollte es nur eine kurze Wanderung werden. Ein paar Meilen, ein Aussichtspunkt, ein Sonnenuntergang. So schildert es die Familie von Anthony Pollio, der während eines Aufenthalts in Montana alleine unterwegs war. Doch aus diesem Ausflug wurde ein tödliches Unglück – und zurück blieb unter anderem eine letzte Nachricht an seinen Vater, die heute besonders schwer wiegt.
Der 33-Jährige aus Florida war mit einem Freund auf einer zweiwöchigen Reise unterwegs. Am Ende machte er sich allein auf den Weg zu einer Wanderung im Glacier National Park. Nach Angaben seiner Familie wollte er von einem Aussichtsturm aus den Sonnenuntergang sehen. Es sollte kein riskantes Abenteuer sein, sondern eher ein ruhiger Abschluss des Tages.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/People
Was genau danach geschah, ist noch immer Gegenstand der Ermittlungen. Fest steht bislang: Anthony Pollio wurde am Mittwoch tot aufgefunden. Der National Park Service erklärte, sein Körper sei rund 50 Fuß abseits eines Bergpfads entdeckt worden – mit Verletzungen, die zu einer Begegnung mit einem Bären passten. Nach bisherigem Stand gehen die Behörden von einer überraschenden Begegnung aus.

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Schon bevor diese tragische Gewissheit eintrat, gab es für die Familie einen Moment, der heute wie ein schmerzhafter Abschiedsgruß wirkt. Pollio hatte seinem Vater Arthur noch eine Sprachnachricht hinterlassen. Darin sprach er außer Atem über seine Wanderung und seine Erlebnisse. Es war kein panischer Anruf, sondern eher ein kurzer persönlicher Kontakt von unterwegs.

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Sein Vater erinnerte sich daran in einem Interview mit NBC6. „Er sagte: ’Papa, ich bin auf einer Bergwanderung. Hier draußen ist es richtig wild’”, erzählte Arthur Pollio. Dann habe sein Sohn noch gesagt: „Ich liebe dich, Papa” und danach habe er keine weitere Nachricht mehr von ihm erhalten. Gerade weil diese Worte so alltäglich und zugleich so liebevoll klingen, wirken sie im Rückblick umso erschütternder.
Auf Social Media postete er im Oktober 2025 ein letztes Mal. Das Bild zeigt ihn vor ausgestellten Dinosaurierknochen mit der Caption:
„RaWr, ich frage mich, wie es hier wohl nachts aussieht.“
Die Suche begann am Nachmittag des 4. Mai, nachdem die Familie nichts mehr von Anthony gehört hatte. Rettungskräfte fanden persönliche Gegenstände von ihm in einem dicht bewaldeten Gebiet. Der genaue Ablauf bis zu der tödlichen Begegnung ist laut National Park Service noch unklar.
Nach den bisherigen Erkenntnissen deuten die Spuren jedoch darauf hin, dass Mensch und Tier überraschend aufeinandertrafen. Der betroffene Abschnitt des Wanderwegs wurde vorübergehend gesperrt.
Sein Vater schilderte Anthony als erfahrenen und klugen Mann, der sich in der Natur gut auskannte. Er sei oft gereist, habe viele Nationalparks besucht und Outdoor-Erfahrung gehabt. Auch deshalb trifft der Fall die Familie offenbar besonders hart: Nicht Leichtsinn, sondern ein tragischer Zwischenfall scheint zu diesem Tod geführt zu haben.
Pollios Bruder Nicholas sagte, Anthony habe nur eine kurze und entspannte Wanderung geplant. Nach Einschätzung der Familie könnte er auf einen Grizzlybären getroffen sein. Der Vater äußerte die Vermutung, sein Sohn habe möglicherweise Bärenspray eingesetzt und dann versucht zu fliehen. Gesichert ist diese Rekonstruktion nach den vorliegenden Quellen jedoch nicht. Er verriet:
„Er war ein Kämpfer. Er war ein Gladiator. Er war ein Wikinger. Er hätte niemals aufgegeben“
Anthony Pollio hatte an der University of Central Florida Gastgewerbe studiert und lebte zuletzt in Sebring, Florida. Dort arbeitete er als Service Advisor bei McKibben Powersports und engagierte sich als Diakon in seiner Kirche. Seine Familie beschreibt ihn als lebensnahen, aktiven Menschen, der Tiere mochte, Wassersport liebte und gern mit ATVs und Autos unterwegs war.
Medienberichten zufolge handelt es sich um den ersten tödlichen Bärenangriff in Montana seit 1998.
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