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Symbolbild | Quelle: Getty Images
Symbolbild | Quelle: Getty Images

„Die Unvermittelbaren“: Neufundländer Bruno stirbt 6 Wochen, nachdem er ein liebevolles Zuhause gefunden hatte

Maren Z.
30. März 2026
20:28

In „Die Unvermittelbaren“ berührte das Schicksal des sanften Riesen Bruno die Zuschauer. Alle freuten sich, dass der Rüde, der viele Jahre lang vernachlässigt worden war, endlich ein Haus auf Lebenszeit gefunden hatte. Doch nun gibt es traurige Nachrichten von Brunos neuer Besitzerin.

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Es wirkte wie einer jener seltenen Momente, in denen sich nach langer Zeit alles zum Guten wendet. Neufundländer Bruno, der im Tierheim Darmstadt wieder aufgepäppelt worden war, durfte endlich ankommen: nicht mehr hinter Gittern, sondern auf dem Land, mit viel Platz, anderen Tieren und einer Frau, die Erfahrung mit schwierigen Hunden hat.

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Hundetrainerin Larissa aus Oberschwaben nahm den großen Rüden bei sich auf, nachdem Martin Rütter in der Sendung Die Unvermittelbaren auf sein Schicksal aufmerksam gemacht hatte. In seinem neuen Umfeld schien Bruno schnell Ruhe zu finden. Er lebte fortan mit mehreren Hunden, Katzen und Enten zusammen und fügte sich zügig in das Rudel ein. Selbst die Behandlung seiner schwer entzündeten Ohren ließ er geduldig zu. Martin Rütter zeigte sich begeistert:

Das ist wirklich erstaunlich, dass der Bruno nach nur einem Tag da schon so angekommen ist. Die anderen Hunde finden das völlig unspektakulär, das ist eine sehr tolerante Gruppe. Und beim Bruno habe ich auch nicht das Gefühl, dass der denkt, ‚Wo bin ich hier gelandet?‘ Ganz schön!“

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Dabei war der Weg dorthin von Leid geprägt. Bruno war zuvor über Jahre unter völlig unzureichenden Bedingungen gehalten worden. Seine frühere Halterin ging kaum mit ihm hinaus und ließ ihn ebenso wie zwei weitere Hunde verwahrlosen. Als der Neufundländer schließlich beschlagnahmt wurde, bot sich ein erschütterndes Bild: Er war abgemagert, sein Fell war mit Fäkalien verklebt, hinzu kamen vereiterte Ohren, die sein Hörvermögen beeinträchtigten.

Im Tierheim begann für Bruno die langsame Rückkehr in ein würdigeres Leben. Doch erst mit dem Umzug zu Larissa bekam seine Geschichte die Aussicht auf ein Zuhause. Gerade diese Wendung machte Hoffnung. Nach allem, was hinter ihm lag, schien dem älteren Hund wenigstens noch ein ruhiger und sicherer Lebensabschnitt bevorzustehen.

Dann änderte sich innerhalb kurzer Zeit alles. Sechs Wochen nach seinem Einzug meldete sich Larissa mit einer schweren Nachricht:

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„Wir haben heute leider keine guten Nachrichten. Gestern Nacht hat Bruno gehustet und seit heute Morgen geht es ihm überhaupt gar nicht gut. Er frisst nichts, er atmet total schwer, er möchte nicht aufstehen und eigentlich nur seine Ruhe haben. [...] Jetzt gucken wir mal, wie es ihm geht, aber vermutlich ist unsere Zeit einfach begrenzt, weil es geht ihm einfach überhaupt nicht gut.“

Die Lage verschlechterte sich demnach rapide. Bruno brach nach Larissas Angaben sogar zweimal auf einer Treppe zusammen. Beim Tierarzt brachte ein Röntgenbild schließlich einen ernsten Verdacht ans Licht: Auf seiner Lunge sei etwas zu sehen gewesen, das dort nicht hingehöre. Bruno erhielt hoch dosierte Antibiotika und Medikamente zur Entwässerung. Doch die Behandlung brachte keine nachhaltige Besserung.

Schließlich traf Larissa eine schwere Entscheidung, um weiteres Leid zu verhindern, und ließ Bruno einschläfern. Für alle Beteiligten blieb vor allem die Traurigkeit, dass die gemeinsame Zeit so kurz war. Zugleich stand die Frage im Raum, was diese wenigen Wochen für Bruno dennoch bedeutet haben könnten: Ruhe, Fürsorge und ein Ort, an dem er willkommen war.

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Auch Martin Rütter zeigte sich tief betroffen. Zugleich versuchte er, dem traurigen Ende einen tröstlichen Gedanken entgegenzusetzen:

„Es ist natürlich schrecklich und man hätte sich jetzt etwas anderes gewünscht. Aber ich hoffe, dass Larissa es tröstet, dass sie wahnsinnig viel für Bruno geleistet hat. Denn immerhin ist er nicht im Tierheim gestorben, sondern in einer Situation, in der er sich wohlgefühlt hat und richtig gerne war.“

Brunos Geschichte endet traurig. Doch sie erzählt auch davon, wie viel selbst ein kurzer Abschnitt voller Zuwendung noch bedeuten kann – besonders für ein Tier, dem zuvor über Jahre genau das gefehlt hatte.

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