logo
Diese Luftaufnahme zeigt ein Boot, das am 6. Mai 2026 vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker liegt, in Richtung Hafen fährt | Quelle: Getty Images
Diese Luftaufnahme zeigt ein Boot, das am 6. Mai 2026 vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker liegt, in Richtung Hafen fährt | Quelle: Getty Images

Deutscher Passagier stirbt an Bord eines Kreuzfahrtschiffes an den Folgen des Virusausbruchs: Details

Maren Z.
08. Mai 2026
19:55

Was zunächst wie ein medizinischer Zwischenfall auf See wirkte, hat sich innerhalb weniger Tage zu einem internationalen Gesundheitsfall entwickelt. Behörden in mehreren Ländern verfolgen inzwischen die Wege von Passagieren, die ein Kreuzfahrtschiff bereits verlassen hatten, bevor die Infektion an Bord überhaupt erkannt wurde. Im Mittelpunkt steht die MV Hondius – und ein Ausbruch, der inzwischen Todesopfer gefordert hat.

Werbung

Die Lage wirkt vor allem deshalb so heikel, weil die betroffenen Reisenden aus zahlreichen Staaten stammen und das Schiff auf seiner Route mehrere Stopps eingelegt hatte. Während die Hondius inzwischen Kurs auf die Kanarischen Inseln genommen hat, laufen im Hintergrund Kontaktverfolgung, Tests und Gesundheitskontrollen. Noch sind nicht alle Fragen geklärt. Fest steht aber: Unter den Toten ist auch ein deutscher Passagier.

Diese Luftaufnahme zeigt ein Boot, das am 6. Mai 2026 vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker liegt, in Richtung Hafen fährt | Quelle: Getty Images

Diese Luftaufnahme zeigt ein Boot, das am 6. Mai 2026 vom Kreuzfahrtschiff MV Hondius, das vor dem Hafen von Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker liegt, in Richtung Hafen fährt | Quelle: Getty Images

Nach Angaben von Reuters starben insgesamt drei Menschen infolge des Ausbruchs an Bord: ein niederländisches Ehepaar und ein deutscher Staatsangehöriger. Die Weltgesundheitsorganisation bestätigte zudem fünf nachgewiesene Infektionen; bei drei weiteren Personen besteht Verdacht auf eine Erkrankung. Bei dem Erreger handelt es sich um das Hantavirus. Normalerweise wird das Virus durch Nagetiere übertragen, in seltenen Fällen kann jedoch auch eine Übertragung von Mensch zu Mensch vorkommen.

Werbung

Gerade diese seltene Möglichkeit erklärt, warum die Reaktion international so schnell und breit angelegt ausfiel. Besonders wichtig wurde dabei der Halt auf St. Helena im Südatlantik. Dort hatte das Schiff am 24. April angelegt. Nach Angaben des Betreibers Oceanwide Expeditions wurden alle Passagiere kontaktiert, die dort von Bord gegangen waren. Betroffen waren Menschen aus mindestens zwölf Ländern, darunter Reisende aus Großbritannien und den USA.

Werbung

Die WHO bemühte sich zugleich um Einordnung. Zwar handelt es sich bei der in mehreren Fällen nachgewiesenen Anden-Variante des Virus um einen Stamm, der in seltenen Fällen zwischen Menschen übertragen werden kann. Dennoch betonten die Fachleute, dass das Risiko für die allgemeine Bevölkerung derzeit niedrig sei.

WHO-Expertin Maria Van Kerkhove sagte dazu: „Das ist nicht das Coronavirus, sondern ein ganz anderes Virus.“ Damit sollte vor allem verhindert werden, dass Erinnerungen an frühere globale Krisen vorschnell auf die aktuelle Lage übertragen werden.

Trotzdem zeigt der Fall, wie komplex die Situation geworden ist. Die Behörden in mehreren Ländern beobachten Rückkehrer von der Reise, auch wenn sie bislang keine Symptome zeigen. In den USA überwachen Gesundheitsämter in mehreren Bundesstaaten einzelne Passagiere, die bereits vor dem Bekanntwerden des Ausbruchs heimgekehrt waren.

Werbung

Auch in Singapur wurden zwei Bewohner isoliert und getestet. Frankreich meldete Kontakt zu einer erkrankten Person, in Dänemark wurde einem zurückgekehrten Passagier vorsorglich zur Selbstisolation geraten.

Zusätzliche Brisanz erhielt der Fall durch mehrere Evakuierungen. Drei Patienten wurden am Mittwoch von Bord gebracht. Zwei kamen in die Niederlande in ein Krankenhaus, eine weitere Person wurde zur medizinischen Versorgung nach Deutschland gebracht. Dabei ist wichtig: Nach Angaben der Düsseldorfer Uniklinik handelt es sich bei der dort behandelten Person nicht um einen bestätigten Fall, sondern um eine Kontaktperson, die noch untersucht wird. Der deutsche Todesfall und die nach Deutschland gebrachte Patientin dürfen also nicht miteinander verwechselt werden.

Werbung

Auch der Verlauf bei dem niederländischen Paar zeigt, wie schnell sich die Lage zuspitzen konnte. Eine der beiden betroffenen Personen musste am 25. April in Johannesburg aus einem Flugzeug der KLM geholt werden, nachdem sich ihr Zustand verschlechtert hatte. Sie starb noch, bevor sie die Niederlande erreichen konnte. Menschen, die ihr auf dem Flug geholfen hatten, werden laut niederländischen Behörden nun täglich gesundheitlich überwacht.

Die Hondius selbst soll am Samstag oder Sonntag die Kanaren erreichen. Dort sollen die noch an Bord befindlichen Dutzenden Passagiere das Schiff verlassen und die Heimreise antreten. Nach aktuellem Stand zeigt keiner von ihnen Symptome. Doch genau diese Phase gilt als entscheidend. Die WHO arbeitet deshalb an einem konkreten Ablaufplan für Ankunft, Ausschiffung und Weiterreise.

Werbung
Werbung
info

Die Informationen in diesem Artikel stellen keinen Ersatz für professionellen ärztlichen Rat, eine Diagnose oder eine Behandlung dar. Alle Inhalte, inklusive Text und Bildern, die in AmoMama.de enthalten sind oder durch AmoMama.de zugänglich sind, dienen lediglich der allgemeinen Information. AmoMama.de übernimmt keinerlei Verantwortung für jegliche Handlungen, die als Resultat des Lesens dieses Artikels unternommen werden. Bevor Sie sich irgendeiner Behandlung unterziehen, konsultieren Sie ihren medizinischen Leistungsanbieter.

Ähnliche Neuigkeiten

Richard Gere ließ seine 10,75 Mio. Dollar teure Villa in Connecticut hinter sich – jetzt wirf einen Blick in sein neues Leben in Spanien – Fotos

19. Juni 2026

Ein reiches Paar auf einer Kreuzfahrt hat meine Frau in den Pool gestoßen – das Karma hat sie sofort eingeholt

09. Juli 2026

Eine Frau im Flugzeug nahm die Hälfte des Sitzplatzes meiner 86-jährigen Großmutter ein – fünf Minuten später bekam sie die Quittung dafür

17. August 2026

Sie hinterließ ihrer kranken Mutter nichts als ein silbernes Medaillon – Jahre später fragt ein Anwalt, ob sie es jemals geöffnet hat

25. Juni 2026

Die Frau neben mir im Flugzeug verlangte, dass ich einen zweiten Sitzplatz buche, weil ich schwanger war – das Karma hat sie schneller eingeholt, als ich es je hätte tun können

11. August 2026

„Halt die Klappe und hör auf, mit den Händen herumzufuchteln wie eine Verrückte!“, schrie eine Frau ein kleines Mädchen an, weil es während des gesamten Fluges mit den Händen in Richtung eines Mannes gewunken hatte – sie hatte keine Ahnung, warum

10. August 2026

Eine unhöfliche Frau nahm den Fensterplatz, den ich für meine autistische Tochter (6) bezahlt hatte – also hat der Pilot ihr eine Lektion erteilt, die sie nie vergessen wird

28. Juli 2026

Ich bin Flugbegleiterin und habe meinen Mann während des Fluges beim Fremdgehen erwischt - er hatte keine Ahnung, welche Rache ich plante

01. Juni 2026

Mit 71 habe ich mich auf meiner ersten Kreuzfahrt verliebt – am letzten Abend bin ich ihm unter Deck gefolgt und habe meinen Koffer vor seiner Kabine gesehen

03. September 2026

Lea Wagner ist mit 31 Jahren Mutter geworden – Drei Fotos mit ihrem Neugeborenen

29. Juli 2026

Klassenlehrerin berichtete von einer plötzlichen Verhaltensänderung bei Fabian

15. Mai 2026