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Symbolbild | Quelle: Getty Images
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Tragödie in Dortmund: Pflegedienst-Chef von 10 Kugeln getroffen

Maren Z.
23. Feb. 2026
17:10

Es ist früher Samstagabend in einer ruhigen Wohnstraße im Dortmunder Stadtteil Wambel. Die Espenstraße wirkt unscheinbar, Familien leben hier, Nachbarn kennen sich. Kurz vor 20 Uhr wird die Stille jedoch jäh zerrissen. Mehrere Schüsse hallen durch die Siedlung – und wenig später liegt ein 26-jähriger Mann schwer verletzt am Boden.

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Als Jimmy N., Geschäftsführer eines Pflegedienstes, gegen 19.53 Uhr nach Hause kommt, soll der Täter bereits auf ihn gewartet haben. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler eröffnete ein bislang unbekannter, dunkel gekleideter Mann das Feuer. Mehr als zehn Projektile trafen ihr Ziel. Der junge Unternehmer bricht zusammen.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Eine Nachbarin eilt sofort herbei. Sie versucht, den 26-Jährigen zu reanimieren, bis Rettungskräfte eintreffen. Sanitäter übernehmen die Versorgung und bringen ihn in einem Rettungswagen unter. Doch alle Bemühungen bleiben vergeblich. Um 20.34 Uhr werden die Wiederbelebungsmaßnahmen eingestellt. „Der alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des jungen Mannes feststellen“, erklärt Polizeisprecher Joshua Pollmeier.

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Die Obduktion am darauffolgenden Sonntag offenbart das Ausmaß der Gewalt. Rechtsmediziner stellen mehr als zehn Schussverletzungen fest. Unter anderem wurden Herz und Kopf getroffen. Für die Mordkommission wirft das Verbrechen zahlreiche Fragen auf – insbesondere nach Motiv und Täter.

Zunächst nehmen Beamte am Tatort einen 24-Jährigen fest. Er stammt aus dem familiären Umfeld der 51-jährigen Ehefrau des Opfers. Doch nach eingehender Prüfung ergibt sich kein hinreichender Tatverdacht, berichtet BILD.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Der Mann soll wieder auf freien Fuß kommen. Auch Gerüchte über eine mögliche Eifersuchtstat konnten bislang nicht bestätigt werden. Staatsanwältin Maribel Andersson betont: „Derzeit sind die Hintergründe des Verbrechens noch weitgehend unklar.“

Während die Ermittler Spuren sichern und Beweismittel auswerten, herrscht in der Nachbarschaft Fassungslosigkeit. In der Espenstraße stellen Anwohner Kerzen auf. Viele kannten Jimmy N. seit Jahren. Eine Nachbarin beschreibt ihn als freundlichen Menschen, der stets ein Lächeln auf den Lippen gehabt habe. Niemand könne sich erklären, wer ihm etwas habe antun wollen:

Das ist einfach unfassbar. Jimmy hatte immer ein Lächeln auf den Lippen, wir haben ihn hier alle gemocht“

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Auch in seinem beruflichen Umfeld sitzt der Schock tief. Als Chef eines Pflegedienstes habe er Verantwortung getragen und sei von seinen Mitarbeitenden geschätzt worden. Eine Altenpflegerin verriet:

„Er war ein toller Chef. Er hatte einfach alles, was man einem netten Menschen zuschreibt“

Für sein Team bedeutet der Verlust nicht nur den Tod eines Vorgesetzten, sondern auch den Abschied von einem vertrauten Ansprechpartner.

Symbolbild | Quelle: Getty Images

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Die Ermittlungen führt das Dortmunder Kriminalkommissariat „KK11“. Nach bisherigen Zeugenaussagen wurde die Tat von einem dunkel gekleideten Mann verübt, der nach den Schüssen flüchtete. Ob es sich um einen gezielten Angriff handelte oder andere Hintergründe eine Rolle spielen, ist bislang unklar.

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Die Polizei setzt nun verstärkt auf Hinweise aus der Bevölkerung. Wer Beobachtungen gemacht hat oder Angaben zu einer verdächtigen Person machen kann, wird gebeten, sich zu melden. Jede Information könnte entscheidend sein, um die Tat aufzuklären.

Zurück bleibt eine Straße, in der die Ereignisse des Abends noch lange nachhallen werden. Ein junger Mann, dessen Leben abrupt endete. Eine Familie, die einen geliebten Menschen verloren hat. Und eine Stadt, die auf Antworten wartet.

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