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16. August 2021

Jörg Kachelmann: Wie sieht sein Leben 10 Jahre nach dem Prozess aus?

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Jörg Kachelmann war bis vor zehn Jahren regelmäßig im deutschen Fernsehen zu sehen und äußerst beliebt als Moderator. Doch dann kam ein Prozess, der alles veränderte. Wie geht es ihm heute? Wir werfen einen Blick auf das aktuelle Leben Kachelmanns.

Man kennt ihn als Wettermoderator und Journalisten. Jörg Kachelmann war ein bekanntes Gesicht im Fernsehen und war bei vielen Sendern vertreten, egal ob MDR oder ARD. Der heute 63-Jährige hat sich ganz und gar der Meteorologie verschrieben.

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Er gründete sogar ein Wetterunternehmen in Oklahoma und wurde zusätzlich zu seinen anderen Arbeiten noch Unternehmer durch seine Leidenschaft. 

Seit 2010 und 2011 ist jedoch nichts mehr, wie es mal war. 2010 nahm man den beliebten Moderator fest. Die Anschuldigungen einer Geliebten waren dem Journalisten zum Verhängnis geworden. Sie behauptete, er hätte sie sexuell missbraucht. 

Er wurde am Frankfurter Flughafen festgenommen und musste 130 Tage in Untersuchungshaft verbringen. Danach kam es zum sogenannten "Kachelmann-Prozess". Dabei handelte es sich um einen Strafprozess, der vor allem in den Medien eine Menge an Aufmerksamkeit erhielt.

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Diese Zeit war für den Moderator sehr schwer, denn sein gesamtes Privatleben wurde quasi Thema öffentlicher Debatten. Zuvor hatte er sehr darauf geachtet, sein Privatleben aus der Öffentlichkeit herauszuhalten. Das war durch den Prozess nicht mehr möglich.

2011 wurde der Prozess beendet und Kachelmann wurde von den Vorwürfen freigesprochen. Die Erklärung seiner Unschuld hatte jedoch nicht verhindern können, dass der Schaden an seinem Ruf dennoch da war. 

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Kachelmann zog sich aus dem Fernsehen und auch aus der Öffentlichkeit zumindest zeitweise zurück. Mittlerweile sind zehn Jahre vergangen und der Moderator ist längst wieder zurück im Fernsehen. Im Januar 2019 übernahm er den Posten des Moderators in der MDR-Talkshow "Riverboat" an der Seite seiner Kollegin Kim Fisher. 

Heute hat er sich wieder etwas aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, ist kürzer getreten, um mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. Diese lebt in der Schweiz. In einem Interview mit "Superillu" sprach er über seine Entscheidung, kürzer zu treten und verriet:

"Ich bin im Gegensatz zu meiner Frau auch schon nahe am Rentenalter, und es kann, gerade im Jahre 2021, nicht sein, dass sie zurückstecken muss, weil der alte Sack jede Woche seine Sendung moderieren will. Ich freu mich daher, dass sich eine gute Lösung gefunden hat, die ich mit Haushalt und Kinderbetreuung vereinbaren kann."

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Wie sich das auf seine Arbeit für das "Riverboat" auswirkt ist auch schon klar: Er tritt nur noch alle zwei Wochen zusammen mit Fisher moderieren und in den Wochen, wo er nicht vor der Kamera steht, sollen Gastmoderatoren seine Stelle einnehmen.

Am 5. Februar war erstmals einer dieser Gastmoderatoren dabei: Wolfgang Lippert sprang ein. Kachelmann verriet, zudem, dass das Zurückstecken auch einen Vorteil für seine Frau mit sich bringt:

"Meine Gemahlin promoviert und ist bald, wenn alles gut läuft, eine 'Frau Doktor'. Das Kind geht in die Schule, und nicht zu vergessen: meine 91-jährige Mutter."

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Seine Rückkehr ins Fernsehen war natürlich nicht einfach. Nach der ersten Folge "Riverboat" fühlte es sich für Kachelmann so an, als hätte er sein altes Leben zurückerhalten, das durch die Anschuldigungen und den Prozess völlig aus dem Ruder gelaufen war.

Er selbst verriet, dass die Rückkehr mit einer großen Portion Genugtuung einherging. Juristisch zu gewinnen genüge allein nicht immer, man muss sich den Weg zurück in die Normalität erkämpfen, sagte Kachelmann der "Superillu".

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Eine Beeinträchtigung in seiner Arbeit sehe er durch die Geschehnisse nicht und er habe nicht das Gefühl, einen bleibenden Schaden davongetragen zu haben, verriet er weiter. 

Kachelmann hatte 2011 den Prozess gewonnen, wurde vom Mannheimer Landgericht freigesprochen. Das Frankfurter Oberlandesgericht hatte seine ehemalige Geliebte, Claudia D., jedoch dazu verurteilt, ihm Schadenersatz in Höhe von rund 7.000 Euro zu zahlen.

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