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Howard Carpendale | Quelle: Getty Images
Howard Carpendale | Quelle: Getty Images

„In einer schrecklichen Situation“: Pop-Legende Howard Carpendale spricht offen über seine Karriere – Details

Edita Mesic
18. Feb. 2026
15:28

Howard Carpendale gehört zu den prägenden Stimmen des deutschsprachigen Schlagers. Seit mehr als fünf Jahrzehnten steht der gebürtige Südafrikaner auf der Bühne, veröffentlichte unzählige Hits und füllte Konzerthallen im gesamten deutschsprachigen Raum.

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Nun, mit 80 Jahren, blickt der Sänger im Vorfeld eines besonderen Karrierekapitels zurück – und findet dabei ungewöhnlich ernste, teils kritische Worte über die Entwicklung der Musikbranche.

Eigentlich gäbe es für ihn allen Grund zu feiern. Mit dem Album „Zeitlos“ veröffentlicht Carpendale eine musikalische Retrospektive, auf der er seine größten Klassiker neu interpretiert. Parallel bereitet er sich auf eine große Konzertreihe vor. Doch statt reiner Jubiläumsstimmung überwiegt bei ihm die Sorge um die Zukunft der Branche, die ihn berühmt gemacht hat.

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„Die Musikbranche steckt im Moment in einer schrecklichen Situation und das wird wahrscheinlich nicht besser. Die Branche ist kaputt.“

Mit dieser deutlichen Einschätzung beschreibt der Entertainer seine Sicht auf den heutigen Musikmarkt. Besonders die strukturellen Veränderungen der letzten Jahre beschäftigen ihn. Streamingplattformen, algorithmische Mechanismen und neue Produktionslogiken hätten die Spielregeln fundamental verändert – und nicht unbedingt zum Vorteil der Künstler.

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Carpendale sieht vor allem die kreative Freiheit bedroht. Musik werde zunehmend nach Plattformlogik produziert, nicht mehr nach künstlerischem Anspruch. Kurze Songlängen, reduzierte Instrumentalpassagen und ein Fokus auf schnelle Klickzahlen widersprächen seinem Verständnis von musikalischer Qualität.

Auch finanziell habe sich die Lage drastisch verschoben. Während physische Verkäufe und Radioeinsätze früher stabile Einnahmen ermöglichten, sei der wirtschaftliche Ertrag heute deutlich geringer. Die Zahlen, die Carpendale nennt, sind ernüchternd: Eine Million Streams bringen der gesamten Crew – vom Sänger über den Texter bis zum Komponisten – lediglich 4.000 Euro ein.

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Trotz dieser Kritik betont der Sänger, dass er selbst nicht verbittert auf seine Laufbahn zurückblicke. Im Gegenteil – er sieht sich als jemand, der zur richtigen Zeit erfolgreich war.

„Ich meckere nicht darüber, weil ich meine Karriere zu der bestmöglichen Zeit hatte. Man hatte eine Chance, gut zu verdienen.“

Seine eigene Karriere bewertet er deshalb mit Dankbarkeit. Gleichzeitig blickt er mit Skepsis auf die Möglichkeiten jüngerer Künstlergenerationen. Eine Musikkarriere zu starten gleiche heute eher einem Glücksspiel als einem planbaren Berufsweg.

Besonders drastisch formuliert er seinen Rat an Nachwuchstalente: „Lernt Basketball. Da hat man bessere Chancen, sein Leben zu finanzieren, als mit Musik.“

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Die Aussage wirkt bewusst überspitzt, soll jedoch die Realität verdeutlichen, wie er sie wahrnimmt. In einer Branche, in der täglich zehntausende neue Songs erscheinen und zusätzlich KI-Produktionen den Markt fluten, werde es immer schwieriger, dauerhaft sichtbar zu bleiben. Diese Entwicklung beeinflusst auch seinen persönlichen Ausblick. Große Charterfolge hält er für sich selbst kaum noch für realistisch.

„Ich rechne nicht damit, dass ich jemals wieder einen großen Hit haben würde. Die meisten von uns können nicht damit rechnen.“

Statt neuen Hitjagden widmet er sich daher einem anderen Ansatz: dem musikalischen Rückblick. Für „Zeitlos“ nahm er seine bekanntesten Songs neu auf – mit gereifter Stimme, moderner Produktion und behutsamen Arrangements. Ziel sei es gewesen, die Titel „ins Heute zu bringen“, ohne ihren ursprünglichen Charakter zu verlieren. Einige seiner Lieder, so ist er überzeugt, seien ihrer Zeit ohnehin voraus gewesen.

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Parallel dazu bereitet sich Carpendale auf einen emotionalen Meilenstein vor. Im März beginnt auch seine letzte große Tournee – ein Abschied, den er selbst gewählt hat, inmitten rascher Veränderungen in der Branche. Für den Sänger ist es ein bewusst gesetzter Schlusspunkt: noch einmal auf die Bühne, noch einmal die Verbindung zum Publikum spüren.

Dabei geht es weniger um Nostalgie als um Selbstbestimmung. Carpendale möchte den Moment selbst wählen, an dem er sich aus dem intensiven Tourleben zurückzieht. Die Musik bleibt – doch die großen Konzertreisen sollen einen würdigen Abschluss finden.

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So entsteht ein Spannungsfeld aus Dankbarkeit und Melancholie. Einerseits blickt der Entertainer auf eine außergewöhnliche Karriere zurück, geprägt von Erfolgen, Hits und generationsübergreifender Popularität. Andererseits beobachtet er eine Branche im Wandel, in der andere Regeln gelten als zu Beginn seiner Laufbahn.

Seine offenen Worte sind deshalb mehr als persönliche Bilanz – sie sind auch ein Kommentar zur Gegenwart der Musikindustrie. Und vielleicht genau deshalb wirken sie so eindringlich: weil sie von jemandem kommen, der das Geschäft in all seinen Phasen erlebt hat – vom Vinyl-Boom bis zur Streaming-Ära.

Auch die berühmte Sängerin Michelle verabschiedet sich von der Sänger-Branche. Wie bereits berichtet:

Die Lichter in der Berliner Uber Arena tauchten die Bühne in warmes Gold, während Tausende Fans ein letztes Mal auf ihre große Schlager-Ikone warteten. Es war ein Abend, der mehr versprach als nur Musik – es war der Schlusspunkt unter einer außergewöhnlichen Karriere.

Nutzer-Kommentar zu Michelles Abschied | Quelle: Instagram/michelle_aktuell

Nutzer-Kommentar zu Michelles Abschied | Quelle: Instagram/michelle_aktuell

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Nach über drei Jahrzehnten im Rampenlicht sollte Michelle hier Abschied nehmen. Doch bevor dieser Moment kam, lag noch einmal all das in der Luft, was sie über 33 Jahre hinweg begleitet hatte: Emotion, Energie und eine tiefe Verbindung zu ihrem Publikum.

Nutzer-Kommentar zu Michelles Abschied | Quelle: Instagram/michelle_aktuell

Nutzer-Kommentar zu Michelles Abschied | Quelle: Instagram/michelle_aktuell

Schon der Auftakt des Konzerts verlief anders als erwartet. Kaum hatte die Sängerin die Bühne betreten, erhob sich aus der Menge ein vielstimmiges Geburtstagsständchen. Der 15. Februar war nicht nur ihr Abschiedstermin, sondern zugleich ihr 54. Geburtstag.

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Nutzer-Kommentar zu Michelles Abschied | Quelle: Instagram/michelle_aktuell

Nutzer-Kommentar zu Michelles Abschied | Quelle: Instagram/michelle_aktuell

Sichtlich überrascht reagierte Michelle spontan auf die Gesänge aus der Arena, was für einen gelösten Moment sorgte und die Atmosphäre von Beginn an besonders machte.

Im Verlauf des Abends wurde deutlich, dass dieser Abschied kein leiser sein würde. Michelle präsentierte noch einmal ihre bekanntesten Titel und führte ihre Fans durch die Stationen ihrer musikalischen Laufbahn. Ihre Karriere war von Erfolgen, aber auch von Herausforderungen geprägt. Genau darauf nahm sie später selbst Bezug, als der entscheidende Augenblick näher rückte.

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Die Sängerin Michelle rockt live auf der Bühne bei einem Konzert in der Uber Arena am 15. Februar 2026 in Berlin. | Quelle: Getty Images

Die Sängerin Michelle rockt live auf der Bühne bei einem Konzert in der Uber Arena am 15. Februar 2026 in Berlin. | Quelle: Getty Images

Unterstützung erhielt die Sängerin an diesem besonderen Abend von Menschen, die ihr persönlich und künstlerisch nahestehen. Ihr Lebensgefährte Eric Philippi stand mit ihr auf der Bühne und sorgte für zusätzliche Emotionen, als er sie vor dem Publikum erneut um ihre Hand bat. Auch ihre Tochter Marie Reim trat gemeinsam mit ihr auf – das Mutter-Tochter-Duett gehörte zu den bewegendsten Momenten des Konzerts.

Selbst aus der Ferne ließ es sich ein Wegbegleiter nicht nehmen, seine Wertschätzung auszudrücken. Florian Silbereisen meldete sich per Videobotschaft vom „Traumschiff“ und erinnerte daran, wie lange ihn Michelles Musik bereits begleitet. Seine Worte unterstrichen, welchen Stellenwert die Sängerin innerhalb der Branche einnimmt.

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Die deutsche Sängerin Michelle rockt bei einem Konzert im Friedrichstadtpalast am 15. März 2017 in Berlin | Quelle: Getty Images

Die deutsche Sängerin Michelle rockt bei einem Konzert im Friedrichstadtpalast am 15. März 2017 in Berlin | Quelle: Getty Images

Als das Konzert sich dem Ende näherte, wurde es stiller in der Halle. Michelle wandte sich ein letztes Mal direkt an ihre Fans. Mit brüchiger Stimme sagte sie:

„Es war eine sehr lange Reise mit sehr vielen Höhen und Tiefen. [...] Ich danke euch von ganzem Herzen und aus tiefster Liebe, dass ihr, egal, was diese 33 Jahre mit sich gebracht haben, immer an meiner Seite wart. Ich sage: Vielen Dank, und das war‘s für mich.“

Sie kämpfte sichtbar mit den Tränen. Mit diesen Worten setzte sie den Schlusspunkt unter eine Laufbahn, die mehr als 30 Jahre umfasste. Anschließend sang sie noch einmal ihren Titel „Das war’s für mich“ – ein Lied, das an diesem Abend eine besondere Bedeutung erhielt.

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Die deutsche Sängerin Michelle während der Fernsehsendung „Willkommen bei Carmen Nebel” im Velodrom am 1. Oktober 2016 in Berlin | Quelle: Getty Images

Die deutsche Sängerin Michelle während der Fernsehsendung „Willkommen bei Carmen Nebel” im Velodrom am 1. Oktober 2016 in Berlin | Quelle: Getty Images

Ein Comeback schließt Michelle aus. Damit endet eine Ära im deutschen Schlager, die Generationen von Fans begleitet hat. Was bleibt, sind zahlreiche Hits, unvergessliche Bühnenmomente und die Erinnerung an eine Künstlerin, die ihre Karriere mit Würde und Dankbarkeit verabschiedete.

Wir berichteten über ein weiteres unerwartetes Highlight bei Michelles Abschiedskonzert:

Es war ein Abend voller Emotionen, Erinnerungen und großer Gesten. In der ausverkauften Uber Arena in Berlin verabschiedete sich Schlagerstar Michelle am 15. Februar 2026 von der Bühne – zumindest offiziell.

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Nutzer zeigt sich nicht begeistert von der Beziehung der Schlagersängerin | Quelle: Facebook/Die Schlagerprofis

Nutzer zeigt sich nicht begeistert von der Beziehung der Schlagersängerin | Quelle: Facebook/Die Schlagerprofis

Nach Jahrzehnten im Rampenlicht sollte dieses Konzert den Schlusspunkt unter eine beeindruckende Karriere setzen. Doch zwischen Hits, Standing Ovations und rührenden Momenten geschah etwas, womit selbst eingefleischte Fans nicht gerechnet hatten.

Schon früh lag eine besondere Stimmung in der Luft. Michelle präsentierte noch einmal ihre bekanntesten Songs, darunter auch „Wer Liebe lebt“, und stand für ein Duett mit ihrer Tochter Marie Reim auf der Bühne. Familie, Wegbegleiter und langjährige Unterstützer waren im Publikum – ein Abend, der Rückblick und Neubeginn zugleich versprach.

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Mitten in dieses sorgfältig inszenierte Finale trat plötzlich Eric Philippi ins Rampenlicht. Der 29-jährige Musiker, seit 2023 offiziell an Michelles Seite, griff zum Mikrofon und begann eine persönliche Ansprache.

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Er erinnerte an die gemeinsame Zeit, an Gegenwind und Zweifel, die das Paar seit Beginn ihrer Beziehung begleiteten. „Es gibt keinen besseren Moment als diesen“, sagte er schließlich – und ging vor den Augen von Tausenden Zuschauern auf die Knie.

Was folgte, war ein Heiratsantrag auf offener Bühne – obwohl das Paar bereits seit Juni 2024 verlobt ist. Damals hatten Michelle und Eric ihre Verlobung im Rahmen des „Schlagerbooom“ bekanntgegeben.

Die Hochzeit wurde jedoch verschoben, unter anderem wegen Michelles Abschiedstournee. Nun, fast zwei Jahre später, nutzte Philippi das große Finale für eine erneute Liebesbekundung.

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Teile seiner Worte las er dabei von seinem Handy ab – ein Detail, das dem Moment eine fast intime, persönliche Note verlieh.

Unter tosendem Applaus stellte er die entscheidende Frage erneut. Michelle, sichtlich gerührt, zögerte nicht lange. „Ja, Ich lieb' dich über alles – und jetzt bin ich nicht mehr die ewige Verlobte!“, antwortete sie lachend in die jubelnde Arena. Das Publikum reagierte mit Begeisterung, viele erhoben sich von ihren Plätzen.

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Der Zeitpunkt war nicht zufällig gewählt. Neben den Fans waren auch Michelles drei Töchter sowie Erics Eltern anwesend. Zudem fiel das Konzert auf Michelles Geburtstag – ein Tag, der damit eine zusätzliche symbolische Bedeutung erhielt. Ein emotionaler Schlusspunkt unter ihre Bühnenkarriere wurde zugleich zu einem öffentlichen Neubeginn im Privatleben.

Für Michelle, die bereits zwei Ehen hinter sich hat und in der Vergangenheit eine vielbeachtete Beziehung mit Matthias Reim führte, wäre es die dritte Hochzeit. Der Altersunterschied von 25 Jahren zwischen ihr und Eric Philippi hatte zu Beginn für Diskussionen gesorgt.

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Nicht alle Fans waren begeistert von der neuen Beziehung. Viele fanden den Altersunterschied zu groß. Doch das Paar zeigte sich davon unbeeindruckt. In einem früheren Interview hatte Michelle betont, sie habe schon bei der ersten Umarmung gespürt, dass er der Mann sei, auf den sie gewartet habe.

Glücklicherweise gibt es von ihren Fans aber auch eine Menge Zuspruch und der zeigt sich deutlich auf ihrem Social-Media-Kanal. Der Großteil ihrer Fans wünscht der Sängerin von Herzen alles Gute für die Zukunft.

Ob der erneute Antrag nun den Weg zur baldigen Trauung ebnet, bleibt abzuwarten. Fest steht: Dieser Abend in Berlin war nicht nur das Ende einer Karriere, sondern auch der Beginn eines neuen Kapitels – besiegelt vor Tausenden Zeugen und mit einem „Ja“, das weit über die Bühne hinaus hallte.

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