
König Harald von Norwegen im Krankenhaus auf Teneriffa – Was ist passiert?
Es sollte eine ruhige Auszeit werden: ein privater Aufenthalt auf Teneriffa, weit weg von Termindruck, Kameras und den politischen Schlagzeilen, die das norwegische Königshaus in den vergangenen Monaten immer wieder begleiteten. Doch aus dem Urlaub wurde plötzlich ein Klinikaufenthalt – und in Norwegen schrillten die Alarmglocken.
Denn wie der Palast in einer Pressemitteilung mitteilte, wird König Harald (89) derzeit in einem Krankenhaus auf der Kanareninsel behandelt. Auslöser sei eine Infektion in Verbindung mit Dehydrierung.
Mehr Details zu den Beschwerden oder zur Art der Infektion nannte der Palast zunächst nicht. Zugleich bemühten sich die Verantwortlichen um Beruhigung: Der Zustand des Monarchen sei „den Umständen entsprechend gut“.
Harald hatte erst kürzlich seinen 89. Geburtstag gefeiert. Gemeinsam mit Königin Sonja war er laut Mitteilung für einen privaten Aufenthalt nach Teneriffa gereist. Dass der König ausgerechnet dort medizinische Hilfe benötigt, macht die Lage für den Hof organisatorisch komplexer:
Der Leibarzt des Monarchen soll nachreisen, um die Ärztinnen und Ärzte vor Ort zu unterstützen. Damit bleibt offen, wie lange Harald in Spanien bleiben muss – und ob eine Rückkehr nach Norwegen kurzfristig möglich ist.
Für Außenstehende bleiben viele Fragen offen: Handelt es sich um eine harmlose, aber kräftzehrende Infektion, oder steckt mehr dahinter? Offiziell heißt es lediglich, dass Dehydrierung festgestellt wurde – ein Hinweis darauf, dass dem Körper Flüssigkeit fehlt und Kreislauf sowie Allgemeinzustand darunter leiden können. Gerade bei älteren Menschen werden solche Symptome häufig engmaschig überwacht, weil sich die Situation rasch verändern kann.
Dass der Hof den Leibarzt nach Teneriffa schickt, unterstreicht zugleich, wie ernst man die Lage nimmt, ohne Alarm zu schlagen. Die Entscheidung kann auch als Signal verstanden werden: Man setzt auf zusätzliche Expertise, will aber gleichzeitig den behandelnden Teams vor Ort den Rücken stärken.
Der Zeitpunkt der Meldung sorgt zusätzlich für Aufmerksamkeit, weil sich die Nachrichtenlage rund um die norwegische Königsfamilie ohnehin zugespitzt hat. In den vergangenen Wochen stand vor allem Kronprinzessin Mette-Marit im Fokus der Kritik.
In Medienberichten wurde eine Verbindung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein thematisiert; im Zusammenhang mit den sogenannten Epstein-Akten seien weitere Details bekannt geworden. In der Berichterstattung wurde zudem spekuliert, dass dies Spannungen zwischen Mette-Marit und Kronprinz Haakon ausgelöst haben könnte.
Noch schwerer wiegen die juristischen Vorwürfe gegen Mette-Marits Sohn Marius Borg Høiby (29). Er steht wegen mehrerer schwerer Vergehen vor Gericht; genannt werden unter anderem Vergewaltigung und Körperverletzung.
In den zentralen Anklagepunkten plädiert Høiby laut Berichten auf „nicht schuldig“. Andere Vorwürfe – darunter Drogenbesitz, Bedrohungen oder Verkehrsdelikte – habe er demnach bereits eingeräumt, heißt es. Zuletzt wurde außerdem bekannt, dass er eine Sonderbehandlung vor Gericht verloren hat.
Vor diesem Hintergrund wirkt die Nachricht aus Teneriffa wie ein weiterer, unerwarteter Einschnitt in einer ohnehin belasteten Phase. Erst kürzlich berichteten wir über einen weiteren medizinischen Notfall in der königlichen Familie:
In Norwegen richtet sich der Blick derzeit nicht auf festliche Auftritte oder royale Termine, sondern auf eine Entwicklung, die viele bewegt. Seit Monaten war spürbar, dass sich Kronprinzessin Mette-Marit zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückzog. Nun ist klar, warum sich das Leben der 50-Jährigen in den vergangenen Monaten grundlegend verändert hat.
Was zunächst nach einer Phase gesundheitlicher Schonung aussah, entpuppte sich als ernste medizinische Situation. Hinter verschlossenen Türen wurde intensiv untersucht, abgewogen und beraten. Die Kronprinzessin selbst verbrachte einen Großteil des Jahres entweder zu Hause in Jessheim oder im Rikshospitalet in Oslo. Dort wurde ihr Zustand wiederholt überprüft, ohne dass man frühzeitig Details an die Öffentlichkeit gab.

Kronprinzessin Mette Marit von Norwegen verlässt am 2. Februar 2018 die Hartvig-Nissen-Schule in Oslo (Norwegen). | Quelle: Getty Images
Erst jetzt bestätigten der norwegische Königshof und Mette-Marit persönlich, dass sich ihre bekannte Lungenerkrankung deutlich verschlechtert hat. Bereits 2018 war bei ihr Lungenfibrose diagnostiziert worden – eine Erkrankung, bei der sich das Lungengewebe zunehmend verhärtet und die Sauerstoffaufnahme erschwert. Lange Zeit gelang es der Kronprinzessin, mit Therapien und großer Disziplin ihren Alltag zu meistern. Doch die jüngsten medizinischen Ergebnisse zeigen, dass diese Phase offenbar vorbei ist.
Im Herbst unterzog sich Mette-Marit einer Reihe umfassender Tests. Die Resultate waren eindeutig: Ihr Gesundheitszustand hat sich schneller verschlechtert als erwartet. Die behandelnden Ärzte am Rikshospitalet haben daher begonnen, sie gezielt auf eine mögliche Lungentransplantation vorzubereiten. Noch steht sie nicht auf der offiziellen Warteliste für ein Spenderorgan, doch die Vorbereitungen zeigen, wie ernst die Lage inzwischen ist. Sie selbst sagte:
„Die Entwicklung ist schneller vorangeschritten, als sowohl ich als auch die Ärzte gehofft hatten. Der größte Unterschied für mich ist eigentlich, dass ich die Dinge, die ich früher geschafft habe, nicht mehr schaffe. Es gibt einfach sehr viele Dinge, die ich nicht mehr tun kann.“
In einem Interview mit dem norwegischen Sender NRK sprach die Kronprinzessin offen über diesen Schritt und die innere Hürde, die damit verbunden ist. „Das ist neu, dass wir uns diesem Schritt nähern. Es war ein langer Prozess für mich, mental dorthin zu gelangen“, erklärte sie. Der Gedanke an eine Transplantation sei belastend, auch weil ein solcher Eingriff mit erheblichen Risiken verbunden ist.
Besonders einschneidend ist für Mette-Marit jedoch nicht nur die medizinische Diagnose, sondern die spürbaren Veränderungen im Alltag. Sie beschreibt, dass vieles, was früher selbstverständlich war, heute nicht mehr möglich ist. Die Energie fehlt, selbst einfache Aufgaben werden zur Herausforderung. Diese Einschränkungen machen deutlich, wie sehr die Krankheit inzwischen ihr Leben bestimmt.

Haakon von Norwegen und Mette-Marit von Norwegen bei einem Besuch in Indonesien im November 2012. | Quelle: Getty Images
Auch Kronprinz Haakon meldete sich zu Wort und gewährte einen seltenen Einblick in das Familienleben hinter den Palastmauern. Er betonte, dass man von außen oft nicht erkenne, wie schwer seiner Frau selbst ruhige Momente fallen. „Alle, die Mette lieben, wünschen ihr natürlich nur, dass es ihr gut geht. Es schmerzt, wenn sich alles verschlechtert“, sagte er. Gleichzeitig machte er deutlich, wie sehr die Familie versucht, sich anzupassen und gemeinsam mit der Situation umzugehen.
Die Öffentlichkeit reagiert mit großer Anteilnahme. Viele Norwegerinnen und Norweger verfolgen die Entwicklung mit Sorge, aber auch mit Respekt für die Offenheit, mit der Mette-Marit über ihre Erkrankung spricht. Seit Jahren gilt sie als jemand, der schwierige Themen nicht ausklammert, sondern bewusst anspricht – auch dann, wenn es um die eigene Verletzlichkeit geht.

Kronprinzessin Mette-Marit von Norwegen weint nach den Terroranschlägen vom 25. Juli 2011 in Oslo, Norwegen. | Quelle: Getty Images
Wie es weitergeht, hängt nun von medizinischen Entscheidungen und dem weiteren Verlauf ihrer Erkrankung ab. Fest steht, dass sich das Leben der Kronprinzessin in einer entscheidenden Phase befindet. Die kommenden Monate werden zeigen, ob und wann der nächste Schritt tatsächlich notwendig wird.
Bis dahin bleibt die Hoffnung, dass Kraft, medizinische Begleitung und familiärer Zusammenhalt ihr Halt geben – in einer Situation, die selbst für eine Kronprinzessin kaum schwerer sein könnte.
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