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29. Juli 2021

Erftstadt-Bliesheim: "Hatten keine Chance", fast alle Tiere im Streichelzoo gestorben

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In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nicht nur die Menschen von der Flut betroffen, auch die Tiere kämpfen um Leben und Tod. In einem Streichelzoo in Erftstadt-Bliesheim starben fast alle Tiere nach dem Ertrinken im Hochwasser.

Überschwemmte Straßen, Felder und Wälder in Westdeutschland sind ein beängstigender Anblick. Der Lebensraum vieler Tierarten wurde durch die Überschwemmungen durch Dauerregen zerstört.

Auch "Gertrude und Pauli" in Erftstadt-Bliesheim (Nordrhein-Westfalen), ein kleiner, privat betriebener Streichelzoo, sah sich dem Zorn der Natur gegenüber - die Tiere waren die Opfer.

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Der Ort war vor allem bei den Kindern beliebt, da sie sonntags kostenlos auf einer Wiese mit den Tieren kuscheln und sie füttern durften. Doch inzwischen sind fast alle Tiere nach dem Ertrinken in den Wassermassen gestorben.

Die Besitzer Lutz Engelskirchen und Tatjana Draths sind am Boden zerstört, als sie RTL mitteilen: "Wir haben noch versucht unsere Tiere zu retten, aber hatten keine Chance".

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Gegründet wurde die Wiesengemeinschaft im März 2021 vom Duo zusammen mit Katharina und Thomas Reinhart. Da die Kinder während der Pandemie vom eintönigen Leben zu Hause gelangweilt waren, wollten die Besitzer ihnen einen interessanten Ort zum Abschalten bieten.

Am Abend, als das Hochwasser den Streichelzoo traf, waren die Besitzer abends noch dabei, weil jemand den Wasserstand prüfte. Tatjana Draths glaubt, dass sie zumindest die Zäune geöffnet hätten, wenn er sie früher gewarnt hätte.

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Als sie wieder nach Tieren sehen wollten, war es zu spät. Die 29-Jährige fügte hinzu, dass drei Boote von anderen Betroffenen gekentert seien. Obwohl sie nicht weitergehen durften, verließen sie das Auto und versuchten zu Fuß zu den Tieren zu gehen.

Mit Hilfe eines Anhängers konnten die Retter vier Schweine retten, mussten jedoch aufgeben, da der Wasserstand bis zur Brust reichte und die Strömung zu stark war. Rund 40 Tiere aus dem Zoo starben und nur wenige von ihnen konnten gerettet werden.

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Bis heute geht die Besitzerin die Bilder der Katastrophe nicht aus dem Kopf. Es war herzzerreißend für sie zu sehen, was die Tiere durchmachen mussten, als sie elendig ertranken.

Auch in Trier schafften die Retter eine spezielle Evakuierungsaktion und konnten mehr als 60 Haustiere retten. Hunde, Katzen und andere Vierbeiner sind nun vorübergehend im Tierheim Trier-Zewen untergebracht

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