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29. Mai 2021

Der Fahrer ging auf die Toilette, als der Zug mit einer Geschwindigkeit von 150 km/h unterwegs war. Die Untersuchung läuft noch

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Ein Zugführer aus Japan hat in den letzten Tagen weltweit für Aufsehen gesorgt. Er verließ seine Fahrerkabine, um auf die Toilette zu gehen, während der Zug mit rund 150 kn/h über die Gleise donnerte.

Pünktlichkeit wird in Japan ganz groß geschrieben. Die Züge des Landes sind für ihre Verlässlichkeit bekannt. Diese Pünktlichkeit ist einem Zugführer nun jedoch zum Verhängnis geworden, denn dadurch kam sein fehlerhaftes Verhalten ans Licht. Dies sorgte nun für Empörung und Aufsehen in den Medien weltweit.

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Ganze drei Minuten lang soll der japanische Zugführer die Fahrerkabine verlassen haben, während er auf Toilette ging. Der Shinkansen-Zug soll dabei mit 150 km/h unterwegs gewesen sein. Dies hat in den Medien für ordentlich Rummel gesorgt.

Zwar hatte er einen Schaffner gebeten, das Führerhaus während seiner Abwesenheit zu besetzen und einen Blick auf die Kontrollgeräte zu haben, doch da dieser absolut nicht dafür ausgebildet war, wird dem Zugführer nun fahrlässiges Handeln vorgeworfen.

Der Schaffner saß während der Toilettenpause zwar auf dem Sitz des Zugführers, doch er gab im Protokoll an, nichts angerührt zu haben. Der "Guardian" schrieb, dass dem Mann nun disziplinarische Maßnahmen drohen. Wäre in diesen drei Minuten ein Notfall eingetreten, wäre der Ersatzmann in der Fahrerkabine vermutlich nicht in der Lage gewesen, entsprechende Maßnahmen einzuleiten, um den Zug sicher zum Halten zu bringen.

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Der Vorfall ereignete sich am vergangenen Wochenende in Japan, auf der Strecke zwischen Tokio und Osaka. Das Fehlverhalten des Zugführers wäre nicht aufgefallen, wenn der Zug nicht eine Verspätung von einer Minute gehabt hätte. 

Der Hochgeschwindigkeitszug sei mit einer Minute Verspätung am Zielbahnhof eingetroffen, weshalb eine Untersuchung der Ursache eingeleitet worden sei. Das Ergebnis der Untersuchung sollen Bauchschmerzen des Zugführers gewesen sein, berichtet "RND". Das Zugunternehmen hat sich mittlerweile zu dem Vorfall geäußert und sich für das Verhalten ihres Angestellten entschuldigt. Sie beschrieben sein Verhalten als "extrem unangemessen".

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