Bärbel Schäfer: Rückblick auf den Verlust von 2 geliebten Menschen in ihrem Leben

Bärbel Schäfer galt als Talk-Queen der 90er Jahre. Neben ihren beruflichen Erfolgen hatte sie jedoch schwere Verluste im privaten Leben, die sie schwer gezeichnet haben.

Bärbel Schäfer kam 1963 in Bremen zur Welt. 1980 und 1981 ging sie in Amerika auf eine Highschool. Während dieser Zeit im Ausland konnte sie bereits erste Erfahrungen in Sachen Talkshow sammeln, da sie bei "Guests in Our Town" dabei war.

Sie machte nach dem Abitur zunächst eine Ausbildung als Hotelkauffrau und studierte danach unter anderem Film- und Fernsehwissenschaften. Ihr Praktikum beim WDR Anfang der 90er Jahre sollte dann ihr Einstieg ins Fernsehen sein.

Die bekannte Talkshow-Moderatorin moderierte allein in den Jahren 1995 bis 2002 1.500 Sendungen. Doch auch nach ihrer Fernsehkarriere blieb sie dem Job der Moderatorin treu und übernahm eine Interviewsendung im Radio.

Auf hr3 übernahm sie den "Sonntagstalk", in dem sie nicht nur Promis, sondern auch Menschen aus allen Sparten des Lebens interviewte. Doch das ist noch längst nicht alles was sie tut. Auch als Autorin kann sie Erfolge verzeichnen. Sie hat mehrere Bücher geschrieben und arbeitet als Moderatorin für Events — und dann hat sie ganz nebenbei auch noch Kinder, die sie zusammen mit ihrem Ehemann Michel Friedman großzieht.

Für ihre Arbeit als Moderatorin wurde sie mit verschiedenen Preise geehrt, unter anderem der "Goldenen Kamera". Weitere TV-Formate wie das "Wellness TV" beim Sender ARD folgten. 2007 löste sie ihre Kollegin Arabella Kiesbauer bei der Talkshow bei "N24" ab. Doch dieses Format lief nur noch ein paar weitere Jahre, ehe es abgesetzt wurde.

Mittlerweile hat Schäfer einen Podcast, den Sonntagstalk beim Radiosender hr3, ihre Buchprojekte sowie ein Talkshow-Format bei der Zeitung "Weser-Kurier". Auch das Projekt "emotion – Bärbel Schäfer bringt Männer zum Reden" nutzt sie, um Promis wie Luke Mockridge Antworten auf Fragen zu entlocken, die Fans brennend interessieren.

Im Interview mit dem Magazin "Bunte" sprach Schäfer offen über die Schicksalsschläge, die sie geprägt haben und die dafür gesorgt haben, dass sie in ihren Interviews heute ganz andere Fragen stellen kann, als früher.

"Ich stand zweimal an der Leitplanke und musste Menschen identifizieren."

Prägend war 2013 der Verlust ihres Bruders Martin. Dieser starb vor mehr als sieben Jahren im Alter von gerade Mal 46 Jahren bei einem verheerenden Autounfall. Sein Tod hat sie völlig aus der Bahn geworfen. Sie verriet, dass es ihr mit der Zeit schwerer falle, sich an Einzelheiten wie seine Bewegungen zu erinnern.

Doch auf der anderen Seite käme ihr Bruder ihr wieder sehr ins Gedächtnis, wenn sie beispielsweise jemanden trifft, der sein Parfum nutze, so Schäfer. Sie verriet:

"Wenn mir jemand mit seinem Parfum begegnet, ist er dann wieder sehr präsent. Am Anfang ist es ein Schock, aber du denkst trotzdem, er kommt irgendwann wieder um die Ecke und alles wird gut. Aber es wird nichts wieder gut."

Was geblieben ist, sei Wut darüber, dass er auf regennasser Fahrbahn mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren ist, fügte sie an. Auch werde sehr deutlich mit der Zeit, was er alles verpasst hat und noch verpasst.

Zusammen mit ihrem Bruder hatte sie eine Produktionsfirma namens "Couch Potatoes". Seinen Verlust verarbeitete sie unter anderem in ihrem Buch "Ist da oben jemand? Weil das Leben kein Spaziergang ist".

Sie war diejenige, die ihre Eltern über den Tod ihres Bruders informiert hat und beschrieb in einem Interview diese schwere Zeit mit emotionalen Worten. 

Der Verlust ihres Bruders war jedoch nicht der erste Tod, den sie verkraften musste. Vor mehr als zwanzig Jahren verlor Bärbel Schäfer bereits ihren damaligen Lebensgefährten, den 38-jährigen Kay Degenhardt durch einen Unfall. Sie sagte:

"Ich stand zweimal an der Leitplanke und musste Menschen identifizieren. Ich bedauere es wirklich sehr, dass das Tempolimit in Deutschland nicht durchgesetzt werden kann. Nicht nur wegen der Umwelt, sondern auch, um Raser vor sich selbst zu schützen."

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