Wuppertal: 25 Menschen nach Explosion verletzt

Wuppertal. Bei einer Explosion, die ein mehrstöckiges Gebäude in Wuppertal zerstörte, sind nach Angaben der Polizei 25 Menschen schwer verletzt worden.

Die Explosion riss kurz vor Mitternacht durch das Gebäude, sagte die Polizei. Teile des Gebäudes gerieten in Brand.

Feuerwehrleute retteten vier Schwerverletzte und 21 weitere wurden am Tatort wegen leichter Verletzungen behandelt.

Die Polizei teilte mit, dass die Feuerwehr noch immer den Brand bekämpft, während die Ursache der Explosion untersucht wurde.

Die Wohnungen auf beiden Seiten des betroffenen Hauses waren vom Einsturz bedroht.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei soll die Explosion eventuell sogar von einem Bewohner selbst hervorgerufen worden sein.

Es handelt sich bei dem Bewohner um einen 54 Jahre alten Mann, der nun im Verdacht steht, einen mehrfach versuchten Mord begangen zu haben.

Man vermutet bislang, er habe die Gasinstallation des Hauses manipuliert.

Das berichtete die Staatsanwaltschaft. Er selbst war bei der Explosion verletzt worden, ebenso wie vier weitere Nachbarn.

„Experten einer Mordkommission und Sachverständige für Brand- und Explosionsursachen hatten in den Trümmern des völlig zerstörten Hauses Hinweise darauf gefunden, dass sich jemand an den Gasleitungen zu schaffen gemacht hatte. Der Verdächtige konnte laut der Ermittler noch nicht befragt werden, weil er schwer verletzt im Krankenhaus liegt.”  (Zitat, N-TV)

Es besteht zudem die Vermutung, dass es ein geplanter Suizid gewesen sein könnte. Denn der 54-Jährige soll starke Probleme gehabt haben und in der Vergangenheit bereits mehrfach die Äußerung fallen gelassen haben, dass er nicht mehr leben wolle.

Durch die Explosion war eine Hauptgasleitung unter der Straße beschädigt worden. Zu Beginn der Woche wurde von Mitarbeitern der Stadtwerke festgestellt, dass dort offenbar Gas ausströmte.

Die Straße ist nun für Autos und Fußgänger gesperrt. Es wurde der Druck auf der Leitung zurückgedreht und es sind weitere Erdarbeiten geplant, um die schädliche Stelle in der Leitung zu lokalisieren.

Ein Sprecher gab an, dass es jedoch offenbar keine Gefahr mit Restgasen gäbe. 

„In der Nacht zu Sonntag war das Wohnhaus in der Lenneper Straße explodiert und in Flammen aufgegangen. Fünf Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Viele andere Bewohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen.” (Zitat, N-TV)