
Streifenwagen übersieht Auto: Mutter und drei Kinder schwer verletzt
30. September 2026


Ein schwerer Verkehrsunfall hat eine kleine Gemeinde in Baden-Württemberg erschüttert. Eine 62-jährige Frau war am Donnerstagvormittag mit einem Kinderwagen unterwegs, als es zu einem folgenschweren Zusammenstoß mit einem Lastwagen kam. Zwei Menschen verloren dabei ihr Leben. Während die Polizei den genauen Hergang untersucht, zeigen Aufnahmen vom Unfallort, wo sich die Tragödie ereignete.
In Hausen im Wiesental, einer Gemeinde im Landkreis Lörrach, kam es am 29. Oktober 2026 zu einem tödlichen Verkehrsunfall. Gegen 11 Uhr war ein Lastwagen in einer schmalen Straße unterwegs, als er eine Fußgängerin mit einem Kinderwagen erfasste. Für die Frau und das darin befindliche Kleinkind kam jede Hilfe zu spät.

Polizei | Quelle: Getty Images
Der Unfall ereignete sich in einer Gemeinde mit rund 2.375 Einwohnern. Die Polizei nahm Ermittlungen auf, um den genauen Ablauf zu rekonstruieren. Noch am selben Tag wurden erste Einzelheiten bekannt, doch wichtige Fragen blieben zunächst unbeantwortet.
Besonders die örtlichen Gegebenheiten und das Fahrmanöver des Lastwagens stehen im Mittelpunkt der Untersuchungen. Zugleich ist der Vorfall nicht der einzige tödliche Unfall mit einem Lkw, der sich in den vergangenen Tagen in Südbaden ereignet hat.

Polizei | Quelle: Getty Images
Hausen im Wiesental liegt im Landkreis Lörrach im Südwesten Baden-Württembergs. Die kleine Gemeinde befindet sich im Wiesental, einer Region, die von zahlreichen kleineren Ortschaften geprägt ist. Am Donnerstag wurde der Ort zum Schauplatz eines schweren Verkehrsunfalls.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Zusammenstoß gegen 11 Uhr im Friedhofweg. Eine Frau war dort zu Fuß unterwegs und schob einen Kinderwagen, als es zu einer Kollision mit einem Lastwagen kam.
Die Folgen waren verheerend. Sowohl die Fußgängerin als auch das Kleinkind erlitten tödliche Verletzungen und starben noch an der Unfallstelle.
Die Identität der beiden Opfer wurde in den veröffentlichten Berichten nicht genannt. Die Behörden machten jedoch Angaben zu ihrem Alter und zu ihrer familiären Beziehung, die das Ausmaß des Unglücks besonders deutlich machen.

Polizeibeamte arbeiten am Tatort | Quelle: Getty Images
Der Friedhofweg, in dem sich der Unfall ereignete, ist nach Angaben der "Bild" eine vergleichsweise schmale Straße. Einen gesonderten Gehweg für Fußgänger gibt es dort nicht. Fahrzeuge und Menschen zu Fuß müssen sich den vorhandenen Verkehrsraum teilen.
Solche Straßen stellen besondere Anforderungen an die Aufmerksamkeit aller Verkehrsteilnehmer. Vor allem größere Fahrzeuge benötigen beim Rangieren mehr Platz, während die Sicht auf den unmittelbaren Bereich hinter dem Fahrzeug eingeschränkt sein kann.
Ob diese Umstände bei dem Unfall in Hausen eine entscheidende Rolle spielten, ist bislang nicht geklärt. Die Polizei untersucht weiterhin, wie es zu dem Zusammenstoß kommen konnte.
Fest steht, dass der Lastwagen zum Unfallzeitpunkt ein Fahrmanöver ausführte. Die Fußgängerin befand sich nach bisherigen Erkenntnissen in dem Bereich, in den sich das Fahrzeug bewegte.

Schwer bewaffnete deutsche Polizei | Quelle: Getty Images
Polizeisprecher Thomas Batzel äußerte sich gegenüber der "Bild" zu den bisherigen Erkenntnissen. Demnach wollte der Fahrer des Lastwagens rückwärts zu einem Grundstück fahren.
"Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr ein Lkw im Friedhofweg rückwärts zu einem Grundstück", erklärte Batzel.
Während dieses Manövers kam es zum Zusammenstoß mit der Fußgängerin und dem Kinderwagen. Warum der Fahrer die beiden nicht rechtzeitig bemerkte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Auch die genaue Position der Beteiligten unmittelbar vor der Kollision muss noch geklärt werden. Aus den bisher veröffentlichten Angaben lässt sich nicht ableiten, ob technische Probleme, eingeschränkte Sicht oder andere Faktoren zu dem Unfall beitrugen.
"Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an", sagte der Polizeisprecher. Eine abschließende Erklärung für das Geschehen liegt damit bislang nicht vor.

Polizei | Quelle: Getty Images
Bei dem Fahrer des Lastwagens handelt es sich nach Angaben des SWR um einen 46-jährigen Mann. Er blieb nach dem tödlichen Zusammenstoß am Unfallort und musste die Folgen des Geschehens miterleben.
Laut Informationen der "Bild" stand der Fahrer nach dem Unfall unter Schock. Ein Kriseninterventionsteam kümmerte sich dem Bericht zufolge um ihn.
Solche Teams unterstützen Menschen nach besonders belastenden Ereignissen. Dazu gehören unter anderem schwere Verkehrsunfälle, bei denen Menschen ums Leben kommen oder schwer verletzt werden.
Die Polizei nahm den 46-Jährigen nicht fest. Das bestätigte der SWR unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden.
Welche rechtlichen Konsequenzen der Unfall haben könnte, ist derzeit offen. Zunächst müssen die Ermittler feststellen, wie es zu der Kollision kam und ob dabei Verkehrsregeln verletzt wurden.

Zwei Polizeibeamte stehen vor der Weill-Synagoge | Quelle: Getty Images
Der Vorfall in Hausen ist nicht der einzige tödliche Unfall mit einem Lastwagen, der sich in dieser Woche in Südbaden ereignet hat. Bereits am Montag, dem 26. Oktober, kamen in der Region zwei weitere Menschen bei unterschiedlichen Verkehrsunfällen ums Leben.
In Weil am Rhein, im Ortsteil Haltingen, wurde ein 86-jähriger Mann von einem Lkw erfasst. Nach Angaben der Polizei wollte der Senior eine Straße überqueren, als es zu dem Zusammenstoß kam.
Der Mann erlitt tödliche Verletzungen und starb noch am Unfallort. Weitere Einzelheiten zum genauen Unfallhergang wurden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.
Am selben Tag ereignete sich in Waldkirch im Landkreis Emmendingen ein weiterer schwerer Unfall. Dort rangierte ein Lastwagenfahrer rückwärts in einem Innenhof eines Gewerbegebiets.
Nach Angaben der Polizei übersah er dabei eine 82-jährige Frau. Auch sie wurde tödlich verletzt.
Damit wurden innerhalb weniger Tage vier Menschen bei drei Lkw-Unfällen in der Region getötet. Die Fälle ereigneten sich an unterschiedlichen Orten und unter verschiedenen Umständen; ein direkter Zusammenhang zwischen ihnen ist nicht bekannt.
Auch ein früherer Unfall in Baden-Württemberg weist Parallelen zum Geschehen in Hausen auf. Ende März kam es in Schramberg im Landkreis Rottweil zu einem schweren Zusammenstoß zwischen einem Lastwagen und zwei Fußgängern.
Damals wurden eine 29-jährige Mutter und ihr dreijähriger Sohn auf einem Gehweg von einem Lkw erfasst. Beide erlitten tödliche Verletzungen und starben noch an der Unfallstelle.
Die Ermittlungen zu diesem Vorfall wurden später eingestellt. Nach Angaben des SWR hatte der damals 53-jährige Lastwagenfahrer mutmaßlich aufgrund einer medizinischen Ursache das Bewusstsein am Steuer verloren.
Damit unterschied sich die mögliche Ursache des Unfalls in Schramberg von den bislang bekannten Umständen in Hausen. Für den aktuellen Fall gibt es noch keine abschließenden Ermittlungsergebnisse.
Die beiden Ereignisse verdeutlichen jedoch, wie schwer die Folgen eines Zusammenstoßes zwischen einem Lastwagen und ungeschützten Verkehrsteilnehmern sein können.
Das Rückwärtsfahren gehört zu den Fahrmanövern, bei denen die Übersicht für Fahrer großer Fahrzeuge eingeschränkt sein kann. Lastwagen haben aufgrund ihrer Bauweise Bereiche, die sich vom Fahrersitz aus nur begrenzt einsehen lassen.
Auch Spiegel und technische Hilfsmittel können nicht jede Gefahr vollständig ausschließen. Deshalb ist es wichtig, beim Rangieren besonders auf die Umgebung und mögliche Hindernisse zu achten.
In engen Straßen oder auf Grundstückszufahrten kann die Situation zusätzlich erschwert werden. Fußgänger, Radfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer befinden sich möglicherweise in unmittelbarer Nähe des Fahrzeugs.
Ob solche Sichtverhältnisse bei dem Unfall im Friedhofweg eine Rolle spielten, müssen die Ermittler klären. Bislang gibt es keine bestätigten Angaben dazu, welche technischen Hilfsmittel der betroffene Lastwagen besaß oder ob der Fahrer Unterstützung beim Rangieren hatte.
Auch über die Geschwindigkeit des Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Kollision liegen keine gesicherten Informationen vor.
Im Laufe des Donnerstags wurden weitere Informationen über die beiden Menschen bekannt, die bei dem Unfall ums Leben kamen.
Nach Angaben des SWR handelte es sich bei der 62-jährigen Frau um die Großmutter des einjährigen Kindes. Sie war mit ihrem Enkelkind unterwegs und schob es im Kinderwagen durch den Friedhofweg.
Damit verloren bei dem Zusammenstoß zwei Generationen einer Familie ihr Leben. Die Großmutter und das Kleinkind starben nach Polizeiangaben noch an der Unfallstelle.

29 October 2026, Baden-Württemberg, Hausen im Wiesental: Auf dem nassen Asphalt nahe der Unfallstelle sind Markierungen und ein kleines Blumengebinde zu sehen. Eine Frau und ein Kleinkind starben heute bei einem Unfall mit einem Lkw. | Quelle: Getty Images
Über die persönlichen Hintergründe der Familie wurden keine weiteren Einzelheiten veröffentlicht. Auch dazu, wohin die beiden unterwegs waren, liegen keine gesicherten Angaben vor.
Die Polizei konzentriert sich weiterhin auf die Rekonstruktion des Unfallhergangs. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, weshalb es während des Rückwärtsfahrens zu der tödlichen Kollision kommen konnte.

29 October 2026, Baden-Württemberg, Hausen im Wiesental: Auf dem nassen Asphalt nahe der Unfallstelle sind Markierungen und ein kleines Blumengebinde zu sehen. Eine Frau und ein Kleinkind starben heute bei einem Unfall mit einem Lkw. | Quelle: Getty Images
Aufnahmen vom Unfallort machen deutlich, wo sich das Unglück ereignete. Die von der Deutschen Presse-Agentur verbreiteten Bilder zeigen den Bereich des Friedhofwegs in Hausen im Wiesental.
Auf einer der Aufnahmen sind Markierungen auf dem Asphalt und ein kleines Blumengesteck in der Nähe der Unfallstelle zu erkennen. Die Bilder dokumentieren den Ort, an dem die 62-jährige Großmutter und ihr einjähriges Enkelkind ihr Leben verloren.
Die Fotos zeigen keine Einzelheiten des eigentlichen Zusammenstoßes. Sie geben jedoch einen Eindruck von der Umgebung, in der sich der Unfall ereignete.

29 October 2026, Baden-Württemberg, Hausen im Wiesental: Auf dem nassen Asphalt nahe der Unfallstelle sind Markierungen und ein kleines Blumengebinde zu sehen. Eine Frau und ein Kleinkind starben heute bei einem Unfall mit einem Lkw. | Quelle: Getty Images
Die Polizei muss nun klären, wie der Lastwagen die beiden Fußgänger erfassen konnte. Dazu gehört die Rekonstruktion des Rückwärtsfahrmanövers ebenso wie die Untersuchung der örtlichen Gegebenheiten.
Bislang wurde keine abschließende Unfallursache bekannt gegeben. Auch eine mögliche strafrechtliche Verantwortung des Fahrers ist anhand der veröffentlichten Informationen noch nicht geklärt.
Der Tod der Großmutter und ihres einjährigen Enkelkindes reiht sich in eine Serie schwerer Verkehrsunfälle ein, die Südbaden innerhalb weniger Tage erschüttert haben. Für die betroffene Familie bedeutet das Geschehen in Hausen einen besonders schweren Verlust.

29 October 2026, Baden-Württemberg, Hausen im Wiesental: Auf dem nassen Asphalt nahe der Unfallstelle sind Markierungen und ein kleines Blumengebinde zu sehen. Eine Frau und ein Kleinkind starben heute bei einem Unfall mit einem Lkw. | Quelle: Getty Images
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