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Rettungsaktion | Quelle: Getty Images
Rettungsaktion | Quelle: Getty Images

Schweres Unglück in Bayern: Tödlicher Busunfall auf der A96 – Sie wollten zum Oktoberfest – Fotos

Edita Mesic
28. Sept. 2026
13:21

Es sollte eine fröhliche Reise werden: Eine Gruppe wollte von Italien aus zum Münchner Oktoberfest. Doch am frühen Morgen endete die Fahrt auf der A96 bei Buchloe in einer Katastrophe. Ein Reisebus kam von der Fahrbahn ab.

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Ein tragisches Unglück überschattet das Ende der Wiesn-Saison: Auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu ist am frühen Samstagmorgen ein Reisebus verunglückt. Zwei Menschen kamen ums Leben, zahlreiche weitere wurden verletzt, einige von ihnen schwer. Nach BILD-Informationen war die Reisegruppe auf dem Weg zum Oktoberfest nach München.

Was als unbeschwerter Ausflug geplant war, verwandelte sich binnen Sekunden in ein Bild des Schreckens: ein umgestürzter Bus in der Böschung, eine völlig zerstörte Frontscheibe, Verletzte, die Hilfe brauchten – und ein Großaufgebot an Rettungskräften, das über Stunden im Einsatz war.

Wohnmobile und Autos mit Anhängern fahren auf der Autobahn 96 bei Waltershofen zwischen Wangen und Leutkirch im Allgäu im Bundesland Baden-Württemberg, Deutschland, 17. April 2017. | Quelle: Getty Images

Wohnmobile und Autos mit Anhängern fahren auf der Autobahn 96 bei Waltershofen zwischen Wangen und Leutkirch im Allgäu im Bundesland Baden-Württemberg, Deutschland, 17. April 2017. | Quelle: Getty Images

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Auf dem Weg von Italien zum Oktoberfest

Bei den Reisenden handelt es sich um eine Gruppe philippinischer Staatsangehöriger, die in Italien leben. „Es handelt sich um eine Reisegruppe mit philippinischen Staatsangehörigen", bestätigte eine Polizeisprecherin des Präsidiums Oberbayern Nord. Ihr Ziel: das größte Volksfest der Welt in München.

Gestartet war die Gruppe im italienischen Mailand. „Die Businsassen waren von Mailand auf dem Weg zum Oktoberfest", sagte Polizeisprecher Martin Cornils, der sich vor Ort an der Unfallstelle befand. Zunächst hatte die Polizei mitgeteilt, es seien 50 Menschen in dem Bus gewesen, korrigierte diese Zahl später jedoch auf 33 Reisende. Der Bus selbst ist in Italien gemeldet.

Für die Insassen sollte es ein Höhepunkt werden – ein gemeinsamer Ausflug zur Wiesn, wie ihn jedes Jahr unzählige Menschen aus aller Welt unternehmen. Umso bitterer ist das jähe Ende dieser Reise.

Polizeibeamte arbeiten am Tatort | Quelle: Getty Images

Polizeibeamte arbeiten am Tatort | Quelle: Getty Images

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Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte

Die Bilanz des Unglücks ist erschütternd. Ein Mensch starb noch an der Unfallstelle. Eine weitere Person schwebte zunächst in Lebensgefahr und erlag wenig später ihren Verletzungen. Damit forderte der Unfall zwei Todesopfer.

Hinzu kommt eine hohe Zahl an Verletzten. In einer ersten Einschätzung war von 26 Verletzten die Rede; später sprach die Polizei angesichts der unübersichtlichen Lage von „zahlreichen Verletzten". „Die Lage ist dynamisch", so die Polizeisprecherin. Gesichert ist, dass mindestens acht Menschen schwer verletzt wurden. Sechs Patienten wurden mit Rettungshubschraubern in Kliniken geflogen, zwei weitere kamen mit Rettungswagen ins Krankenhaus. Auch der Reiseführer der Gruppe wird medizinisch behandelt.

Zur Identität der Toten und Verletzten gab es zunächst keine Angaben. Die Versorgung der vielen Betroffenen stellte die Einsatzkräfte vor eine enorme Herausforderung – gerade weil zu Beginn unklar war, wie viele Menschen überhaupt im Bus gesessen hatten.

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Zwei Polizeibeamte stehen vor der Weill-Synagoge | Quelle: Getty Images

Zwei Polizeibeamte stehen vor der Weill-Synagoge | Quelle: Getty Images

So kam es zu dem Unglück

Der Unfall ereignete sich gegen sechs Uhr morgens auf der A96 bei Buchloe-Ost in Fahrtrichtung München. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei kam der Reisebus ohne Einwirkung eines weiteren Fahrzeugs von der rechten Fahrbahn ab. Anschließend stürzte er in eine Böschung neben der Autobahn. Die Frontscheibe des Busses wurde dabei völlig zerstört.

Was genau zu dem Unglück führte, ist noch unklar und wird nun ermittelt. Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter beauftragt, den Unfallhergang zu rekonstruieren. Ob technisches Versagen, ein medizinischer Notfall, Übermüdung oder ein Fahrfehler eine Rolle spielten, müssen die Untersuchungen zeigen. Fest steht bislang nur, dass kein anderes Fahrzeug direkt an dem Unfall beteiligt war.

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Gerade bei Fernreisen mit dem Bus, die oft über Nacht und in den frühen Morgenstunden stattfinden, richtet sich der Blick der Ermittler in solchen Fällen regelmäßig auf Faktoren wie Müdigkeit oder gesundheitliche Probleme. Doch das sind zum jetzigen Zeitpunkt reine Möglichkeiten – belastbare Aussagen zur Ursache gibt es noch nicht.

Polizei | Quelle: Getty Images

Polizei | Quelle: Getty Images

Chaos und Großeinsatz an der Unfallstelle

Rund 250 Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten eilten zur Unglücksstelle. Es waren dramatische Szenen, die sich ihnen boten. Feuerwehrleute mussten den umgestürzten Bus mit Ketten und Hölzern an der Böschung sichern, um ein weiteres Abrutschen zu verhindern und die Rettung der Insassen zu ermöglichen.

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Besonders beklemmend: Einige Insassen des Busses wurden bei Ankunft der Polizei im angrenzenden Wald gesehen. Offenbar hatten sich verletzte und geschockte Menschen von der Unfallstelle entfernt und irrten umher. Weil es zudem keine Teilnehmerliste der Reisegruppe gab, war lange unklar, ob womöglich weitere Betroffene unentdeckt geblieben waren. Die Beamten suchten das Gebiet daher vorsorglich mit Spürhunden ab – fanden aber keine weiteren Verletzten.

Diese Ungewissheit prägte die erste Phase des Einsatzes. Ohne genaue Kenntnis der Insassenzahl mussten die Rettungskräfte damit rechnen, dass sich noch Menschen in der Umgebung befinden könnten. Erst nach und nach entstand ein klareres Bild der Lage.

Für die Sanitäter und Notärzte bedeutete das Unglück eine der anspruchsvollsten Situationen überhaupt: viele Verletzte auf einmal, ein unübersichtliches Gelände und eine zunächst unklare Gesamtzahl an Betroffenen. In solchen Fällen greifen eingespielte Abläufe für den sogenannten Massenanfall von Verletzten – Patienten werden nach der Schwere ihrer Verletzungen eingeteilt und in verschiedene Kliniken verteilt, damit kein Krankenhaus überlastet wird. Dass gleich sechs Rettungshubschrauber zum Einsatz kamen, zeigt, wie dramatisch die Lage vor Ort eingeschätzt wurde. Auch Notfallseelsorger und Kriseninterventionsteams sind bei Unglücken dieser Größenordnung üblicherweise gefragt, um Überlebende und Ersthelfer zu betreuen.

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Der Fahrer und ein zynisch anmutendes Detail

Der Busfahrer, ein 41 Jahre alter Italiener, blieb nach Angaben der Polizei weitestgehend unverletzt. Er konnte bereits vernommen werden und dürfte für die Rekonstruktion des Unfalls eine wichtige Rolle spielen. Seine Aussage könnte helfen, die entscheidenden Sekunden vor dem Absturz nachzuvollziehen.

Ein Detail am umgestürzten Bus wirkt nach dem Unglück auf tragische Weise deplatziert: Am Heck des italienischen Reisebusses prangt ein Werbespruch, der angesichts der Katastrophe zynisch klingt. Sinngemäß lautet er: „Vertraue dich uns für deine Reisebedürfnisse an." Ein Satz, der als Werbeversprechen gedacht war – und der nun, vor dem Hintergrund von zwei Toten und vielen Verletzten, einen bitteren Beigeschmack bekommt.

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27 September 2026, Bayern, Buchloe: Rettungskräfte und Feuerwehr sind an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost im Einsatz, wo auf der A96 ein Reisebus umstürzte. Zwei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. | Quelle: Getty Images

27 September 2026, Bayern, Buchloe: Rettungskräfte und Feuerwehr sind an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost im Einsatz, wo auf der A96 ein Reisebus umstürzte. Zwei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. | Quelle: Getty Images

Autobahn stundenlang voll gesperrt

Der Unfall hatte auch massive Auswirkungen auf den Verkehr. Die schwäbische Stadt Buchloe liegt direkt an der A96 zwischen München und Memmingen. Nach dem Unglück wurde die Autobahn laut ADAC in beiden Richtungen zwischen Buchloe-Ost und Landsberg am Lech-West voll gesperrt.

Die Sperrung dauerte für die aufwendige Bergung des Busses und die Spurensicherung zunächst weiter an. Autofahrer mussten sich auf erhebliche Behinderungen und Umleitungen einstellen. Für die Ermittler ist die Unfallstelle ein wichtiger Tatort, an dem jede Spur zählt, um den Hergang lückenlos zu klären.

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Die Bergung eines umgestürzten Reisebusses aus einer Böschung ist technisch anspruchsvoll und zeitintensiv. Schweres Gerät ist nötig, um das tonnenschwere Fahrzeug zu sichern und zu bergen, ohne Spuren zu zerstören, die für die Rekonstruktion wichtig sein könnten. Erst danach kann die Fahrbahn gereinigt und wieder freigegeben werden. Für Reisende in der Region bedeutete das Unglück deshalb über viele Stunden hinweg Geduld – ein kleiner Preis angesichts des Leids, das sich nur wenige Meter entfernt abgespielt hatte.

Schwerer Busunfall auf der A96 – Tote und Verletzte 27 September 2026, Bayern, Buchloe: Die Feuerwehr ist an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost im Einsatz, wo auf der A96 ein Reisebus umstürzte. Zwei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. | Quelle: Getty Images

Schwerer Busunfall auf der A96 – Tote und Verletzte 27 September 2026, Bayern, Buchloe: Die Feuerwehr ist an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost im Einsatz, wo auf der A96 ein Reisebus umstürzte. Zwei Menschen wurden getötet und mehrere weitere verletzt, wie ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. | Quelle: Getty Images

Ein weiterer Schatten über der Wiesn-Saison

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Das Unglück reiht sich in eine Reihe trauriger Ereignisse rund um das diesjährige Oktoberfest ein. Das größte Volksfest der Welt zieht Jahr für Jahr Millionen Menschen aus aller Welt an – auch viele internationale Reisegruppen, die eigens für die Wiesn nach München kommen. Dass ausgerechnet eine solche Fahrt in einer Katastrophe endet, macht den Fall besonders tragisch.

Für die Angehörigen der Opfer, die zum Teil in Italien und auf den Philippinen leben dürften, beginnt nun eine schwere Zeit der Ungewissheit und Trauer. Und für die Überlebenden bleibt ein Erlebnis, das sie wohl nie vergessen werden: Aus der Vorfreude auf ein Fest wurde binnen Sekunden ein Kampf ums Überleben.

Reisen mit dem Fernbus gelten statistisch als vergleichsweise sicher, doch schwere Unglücke sind nie ganz auszuschließen – zumal bei langen Strecken quer durch Europa, die oft in der Nacht und in den frühen Morgenstunden zurückgelegt werden. Genau in diese Zeit fiel auch der Unfall bei Buchloe. Die genauen Umstände dieser Fahrt, etwa Pausen, Fahrerwechsel und der Zustand des Fahrzeugs, dürften nun ebenfalls Teil der Ermittlungen sein. Bis belastbare Ergebnisse vorliegen, bleibt vieles offen – und die Frage, wie es zu diesem tödlichen Unglück kommen konnte, unbeantwortet.

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27 September 2026, Bayern, Buchloe: Rettungskräfte und Feuerwehr sind an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost bei einem auf der A96 umgestürzten Reisebus im Einsatz. | Quelle: Getty Images

27 September 2026, Bayern, Buchloe: Rettungskräfte und Feuerwehr sind an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost bei einem auf der A96 umgestürzten Reisebus im Einsatz. | Quelle: Getty Images

Die Bilder und Videos vom Unglücksort

Das ganze Ausmaß der Katastrophe zeigt sich in den Aufnahmen, die vom Unfallort entstanden sind. Fotos und Videos dokumentieren, wie dramatisch die Lage an der A96 war – und wie groß der Einsatz, der nötig wurde, um den Menschen zu helfen.

Zu sehen ist der schwer beschädigte Reisebus, der in der Böschung liegt und von der Feuerwehr mühsam gesichert werden musste. Weitere Aufnahmen zeigen das Großaufgebot der rund 250 Einsatzkräfte, die voll gesperrte Autobahn und die Bergungsarbeiten, die sich über Stunden hinzogen.

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27 September 2026, Bayern, Buchloe: Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost im Einsatz, wo auf der A96 ein Reisebus umstürzte. | Quelle: Getty Images

27 September 2026, Bayern, Buchloe: Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr sind an der Unfallstelle nahe Buchloe-Ost im Einsatz, wo auf der A96 ein Reisebus umstürzte. | Quelle: Getty Images

Diese Bilder machen greifbar, was sich in nüchternen Worten kaum fassen lässt: Wie aus einer freudigen Reise zum Oktoberfest an einem frühen Herbstmorgen ein Unglück mit zwei Toten und vielen Verletzten wurde.

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