
Kleinkind stirbt nach Unfall auf Campingplatz: Die Polizei untersucht, welche Rolle ihr Vater dabei spielte
Ein Familienurlaub in Frankreich nimmt eine tragische Wendung: Ein 18 Monate altes Mädchen wird auf einem Campingplatz von einem SUV erfasst und stirbt. Am Steuer saß offenbar sein eigener Vater.
Es sollte der Beginn eines gemeinsamen Familienurlaubs werden. Doch kurz nach der Ankunft auf einem Campingplatz in Frankreich ereignete sich ein tragischer Unfall: Ein erst 18 Monate altes Mädchen wurde von dem Auto seiner Familie erfasst und starb.
Am Steuer des SUV saß nach bisherigen Erkenntnissen der 45-jährige Vater des Kindes, der das Fahrzeug gerade rangierte. Die Staatsanwaltschaft von Sarreguemines bestätigte den Unfall am Donnerstag, den 3. September 2026.

Blaulicht eines Einsatzfahrzeuges | Quelle: Getty Images
Familie war gerade erst auf dem Campingplatz angekommen
Der Unfall ereignete sich am Mittwoch, 2. September 2026, im französischen Ort Grostenquin. Die Gemeinde liegt rund 40 Kilometer südwestlich von Saarbrücken.
Die Familie aus Stuttgart war örtlichen Medien zufolge erst am frühen Mittwochnachmittag auf dem Campingplatz angekommen. Der Vater, seine 42-jährige Frau und die vier gemeinsamen Kinder hatten den Urlaub gerade begonnen.
Das jüngste Kind war erst 18 Monate alt. Außerdem soll das Mädchen drei Brüder gehabt haben, Berichten zufolge einen siebenjährigen Jungen und vierjährige Zwillinge.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Mutter nach Angaben in einem der Bungalows beschäftigt. Währenddessen rangierte der Vater den SUV der Familie auf dem Campingplatz.
Das Mädchen soll sich plötzlich dem Auto genähert haben
Nach den ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft sollen die Kinder zunächst von dem Fahrzeug ferngehalten worden sein.
Dann soll sich die Situation jedoch verändert haben: Das 18 Monate alte Mädchen näherte sich dem Wagen offenbar unerwartet.
Der Vater übersah seine kleine Tochter bei seinem Fahrmanöver und erfasste sie mit dem SUV. Was genau in diesen Sekunden geschah, ist nun Gegenstand der Ermittlungen.
Berichten zufolge soll es sich um diesen sehr kinderfreundlich wirkenden Campingplatz handeln:
Großeinsatz der Rettungskräfte
Nach dem Notruf rückten zahlreiche Einsatzkräfte zum Campingplatz aus. Feuerwehren aus Morhange und Albestroff eilten zum Unglücksort. Auch ein Rettungshubschrauber wurde eingesetzt.
Ein Rettungsteam aus Forbach versuchte gemeinsam mit den anderen Einsatzkräften, das Mädchen wiederzubeleben.
Doch die Rettungsversuche blieben erfolglos. Das Kleinkind starb noch am Unfallort.
Für die Eltern und die drei Geschwister bedeutet das einen schweren Verlust – und das unter besonders tragischen Umständen.
Alkohol- und Drogentest beim Vater fällt negativ aus
Die Ermittler untersuchten auch, ob Alkohol oder Drogen bei dem Unfall eine Rolle gespielt haben könnten.
Die Staatsanwaltschaft teilte den Berichten zufolge mit: „Die Gendarmen führten beim Vater einen Drogen- und Alkoholtest durch. Beide Tests fielen negativ aus. Die Behörde in Grostenquin hat Ermittlungen aufgenommen, um die genauen Umstände des Dramas zu klären. Der 45-jährige Vater soll noch vernommen werden.“
Damit gibt es nach den bisherigen Ermittlungen keinen Hinweis darauf, dass der Mann zum Zeitpunkt des Unfalls unter dem Einfluss von Alkohol oder Drogen stand. Dennoch soll die Polizei den genauen Ablauf des Geschehens untersuchen.
Vater konnte zunächst nicht befragt werden
Unmittelbar nach dem Unfall konnten die Ermittler den 45-Jährigen offenbar noch nicht vernehmen. Der Vater stand nach dem Tod seiner Tochter unter einem schweren Schock. Deshalb sei eine Befragung am Mittwoch zunächst nicht möglich gewesen.
Sie sollte voraussichtlich am Donnerstag nachgeholt werden. Dabei dürfte vor allem geklärt werden, wie die Kinder vor dem Fahrmanöver positioniert waren, wann sich das Mädchen dem Fahrzeug näherte und was der Vater während des Rangierens sehen konnte.
Nach aktuellem Stand soll der Vorfall offenbar als häuslicher Unfall eingestuft werden.
Ein Strafverfahren gegen den Vater wird den bisherigen Berichten zufolge voraussichtlich nicht eingeleitet. Die Behörden wollen dennoch zunächst die Ermittlungen abschließen und den Mann zu dem Geschehen befragen.
Leider ereignen sich tragische Unfälle immer wieder. So hatte ein Unglück in Bünde Anfang August 2026 große Bestürzung ausgelöst. Ein 12-jähriger Junge verlor dabei nach einem schweren Unglück sein Leben. Seine Mutter wurde ebenfalls schwer verletzt.
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