Görlitz: Arzt wurde auf dem Weg zum Noteinsatz geblitzt. Nun steckt er in Gefahr

06. Apr. 2018
05:48
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Das Schlimme ist, dass das Ordnungsamt behauptete, es sei niemand in Lebensgefahr gewesen. Dieser Arzt kann nun das Werk seines Lebens wegen einem fiesen Blitzer verlieren.

Den Berichten zufolge wurde der Arzt Vratislav Prejzek auf dem Weg zu einem Notfall geblitzt. Nun ist es so weit gekommen, dass er seine Praxis höchstwahrscheinlich schließen wird.

Es wurde bekannt, dass Vratislav Prejzek ein 34-jähriger Arzt aus Görlitz ist und seit 2015 eine eigene Praxis betreibt. Wie „Bild“ berichtete, musste der 34-Jährige am 6. Januar 2018 zu einem Notfall eilen.

Da der diensthabende Notarzt noch in einen anderen Vorfall verwickelt war, musste Prejzek ebenfalls einspringen. Laut dem Arzt handelte es sich um eine lebensbedrohliche Situation.

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Aus diesem Grund war der Mann viel schneller unterwegs, als es erlaubt wurde. Es wurde bekannt, dass er in der Gibingsdorfer Straße, wo eigentlich eine 30er-Zone ist, mit einer Geschwindigkeit von über 84 Kilometer in der Stunde gefahren ist. Dabei wurde er selbstverständlich geblitzt und hat nun große Probleme am Hals.

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Nun muss er mit einem Fahrverbot von zwei Monaten rechnen. Doch damit nicht genug! Zusätzlich zum Fahrverbot muss der Arzt mit zwei Punkten in der Verkehrssünderkartei und 308 Euro Strafe rechnen.

Wie berichtet wurde, wandte sich der Mann sofort an den Leiter des Rettungsdienstes, der ihm den Notfalleinsatz sofort bestätigte. Dennoch wurde dies von dem Görlitzer Ordnungsamt nicht eingenommen.

Es wird derzeit behauptet, dass bei dem Noteinsatz sich keiner in Lebensgefahr befand.

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Wegen dem Fahrverbot steht nun seine eigene Praxis vor der Schließung. Da der Arzt 62 Kilometer von seiner Praxis entfernt wohnt, musste er seinen Berufsalltag sehr einschränken. Nun kann er keine Hausbesuche und Bereitschaftsdienst mehr tätigen.

“Dann wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als meine Praxis zu schließen“, meinte der verzweifelte Arzt.

Vor kurzem wurde berichtet, dass das Ordnungsamt nun zu einem Gespräch bereit zu sein scheint.

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