
Sie moderierte eine TV-Show über echte Verbrechen – nun steht Ägyptens berühmteste Moderatorin im Mittelpunkt eines solchen Falls
07. September 2026

Ein Jagdausflug im Südosten Norwegens ist am Sonntagmorgen in einer tödlichen Gewalttat geendet. In einem Waldgebiet nahe Halden wurden zwei Mitglieder einer Jagdgesellschaft erschossen. Bei den Opfern handelt es sich um einen Vater und seinen Sohn. Eine weitere Person aus der Gruppe wurde lebensgefährlich verletzt.
Ein Mann Ende 20 wurde noch am Tatort festgenommen. Nach Angaben der Polizei soll er jedoch nicht zur Jagdgesellschaft gehört haben. Warum er auf die Gruppe schoss und ob er in irgendeiner Beziehung zu den Opfern stand, ist bislang unklar. Die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen.
Damit steht eine zentrale Frage im Mittelpunkt des Falls: Warum geriet ausgerechnet diese Jagdgesellschaft ins Visier des mutmaßlichen Schützen?
Die Schüsse fielen gegen 7.30 Uhr in einem Waldgebiet östlich von Halden. Die Stadt liegt im Südosten Norwegens, rund 100 Kilometer von Oslo entfernt. Die Mitglieder der Jagdgesellschaft waren zu diesem Zeitpunkt offenbar noch gar nicht auf der eigentlichen Jagd. Sie befanden sich auf einem Hof und warteten darauf, ihre jeweiligen Jagdpositionen zugewiesen zu bekommen.
Nach Angaben von Staatsanwalt Anders Svarholt gegenüber der norwegischen Nachrichtenagentur NTB begann der Täter zu diesem Zeitpunkt auf die Gruppe zu schießen. Damit ereignete sich die Tat noch vor dem eigentlichen Beginn des Jagdausflugs. Die Mitglieder der Gruppe warteten demnach gemeinsam auf dem Hof, als die Situation plötzlich eskalierte. Für zwei Menschen kam jede Hilfe zu spät.
Bei den Getöteten handelt es sich nach Angaben der „Kronen Zeitung“ um einen etwa 70 Jahre alten Vater und dessen rund 40-jährigen Sohn. Beide gehörten zur Jagdgesellschaft.
Eine dritte Person aus derselben Gruppe wurde ebenfalls lebensgefährlich verletzt und musste mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Weitere Einzelheiten zum Zustand des Verletzten liegen aus den vorliegenden Angaben nicht vor. Die Tat hinterlässt damit nicht nur zwei Todesopfer, sondern auch einen schwer verletzten Menschen. Gleichzeitig müssen die übrigen Mitglieder der Jagdgesellschaft das Geschehen miterlebt haben.

Ein LED-Licht auf einem Polizeifahrzeug. Zu Illustrationszwecken. | Quelle: Getty Images
Der Verdächtige konnte nach den Schüssen nicht fliehen. Nach Angaben hielten Zeugen den Mann bis zum Eintreffen der Polizei fest. Auch die Angaben aus Norwegen bestätigen, dass Mitglieder der Jagdgesellschaft den Beschuldigten überwältigten. Anschließend wurde der Mann noch am Tatort festgenommen.
Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen Mann Ende 20 handeln. Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei gehörte er nicht zur Jagdgesellschaft. Gerade dieser Punkt macht den Fall besonders rätselhaft. Denn damit steht bislang nicht fest, ob die Opfer und der mutmaßliche Täter überhaupt miteinander bekannt waren.
Die Ermittler versuchen nun, die Hintergründe der Tat zu klären.
Staatsanwalt Anders Svarholt sagte gegenüber NTB, man gehe nicht davon aus, dass es sich um eine völlig fremde Person gehandelt habe, die wahllos auf eine Jagdgesellschaft schoss: „Wir gehen nicht davon aus, dass es sich um eine völlig fremde Person handelte, die wahllos auf eine Jagdgesellschaft schoss.“
Diese Einschätzung könnte darauf hindeuten, dass die Ermittler einen Zusammenhang zwischen dem Verdächtigen und den Mitgliedern der Gruppe prüfen. Einen konkreten Hintergrund oder ein Motiv nannten die Behörden jedoch nicht. Damit bleiben zunächst wichtige Fragen offen.
Warum befand sich der Mann überhaupt an dem Ort? Kannte er einzelne Mitglieder der Jagdgesellschaft? Richtete sich die Tat gezielt gegen bestimmte Personen? Oder gab es einen anderen Zusammenhang? Auf diese Fragen gibt es nach den vorliegenden Informationen bislang keine Antwort. Gerade deshalb steht die Motivsuche nun im Mittelpunkt der Ermittlungen.
Auch zum genauen Ablauf der Schüsse gibt es noch offene Fragen. Svarholt erklärte, dass widersprüchliche Angaben zur Anzahl der abgegebenen Schüsse vorlägen. Nach den bisherigen Erkenntnissen wurde bei der Tat ein Gewehr verwendet. Die Ermittler müssen nun unter anderem rekonstruieren, wie sich die Tat auf dem Hof abgespielt hat und wie genau die einzelnen Personen betroffen waren.
Dass die Schüsse fielen, bevor die Jagdgesellschaft überhaupt in ihr Revier aufgebrochen war, dürfte für die Rekonstruktion des Geschehens ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist allerdings noch nicht bekannt, welche Erkenntnisse die Ermittler aus den ersten Untersuchungen gewinnen konnten.
Nach Angaben des „Spiegel“ hat der festgenommene Mann die Tat eingeräumt. Gegen ihn wird wegen Mordes ermittelt. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Damit steht der mutmaßliche Schütze für die Ermittler fest. Trotzdem sind viele Details des Falls noch offen. Die Festnahme und das Geständnis beantworten insbesondere nicht die Frage nach dem Motiv.
Auch die Frage, ob der Mann tatsächlich keinen persönlichen Bezug zu den Opfern hatte, ist noch nicht geklärt. Die Polizei geht nach den ersten Erkenntnissen zwar davon aus, dass er nicht Teil der Jagdgesellschaft war. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass er die Opfer nicht kannte. Genau dieser mögliche Zusammenhang dürfte für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung sein.
Der Fall unterscheidet sich damit deutlich von einem klassischen Jagdunfall. Die Gruppe war noch nicht im Jagdgebiet unterwegs, sondern wartete zunächst auf einem Hof. Die Schüsse sollen gezielt auf die dort versammelten Menschen abgegeben worden sein. Der mutmaßliche Täter gehörte nach den bisherigen Erkenntnissen nicht zur Gruppe.
Es geht deshalb nicht um die Frage, wie es bei der Jagd zu einer versehentlichen Schussabgabe gekommen sein könnte. Die Ermittler gehen vielmehr von einer vorsätzlichen Tat aus und untersuchen sie als Mordfall.
Gerade die Situation vor dem eigentlichen Jagdbeginn macht den Fall besonders ungewöhnlich. Die Mitglieder der Gruppe waren zusammengekommen, um anschließend ihre Positionen einzunehmen. Stattdessen wurden sie selbst zum Ziel der Schüsse.
Halden liegt im Südosten Norwegens nahe der schwedischen Grenze. Das betroffene Waldgebiet befindet sich östlich der Stadt. Die Umgebung ist von Waldflächen geprägt und wird auch für Jagdaktivitäten genutzt. Die Jagdgesellschaft hielt sich am Sonntagmorgen dort auf, als es zur Tat kam.
Nach den Schüssen wurde der Bereich zum Schauplatz eines umfangreichen Polizeieinsatzes. Die Ermittler müssen nun Spuren sichern und den Ablauf rekonstruieren. Gleichzeitig dürfte die Polizei versuchen herauszufinden, wie der Verdächtige zum Tatort kam und was er dort vorhatte. Auch hierzu liegen bislang keine näheren Angaben vor.
Für die Ermittler stellen sich damit mehrere Fragen gleichzeitig. Neben dem Motiv muss geklärt werden, welche Beziehung der Beschuldigte zu den Opfern hatte, wie genau es zur Tat kam und warum der Mann auf die Gruppe schoss.
Staatsanwalt Svarholt betonte, dass die Ermittlungen zu den Hintergründen laufen. Mehrere Informationen sind deshalb noch vorläufig. Dazu zählt auch die genaue Zahl der Schüsse. Fest steht nach den bisherigen Angaben: Ein Vater und sein Sohn wurden getötet, eine weitere Person lebensgefährlich verletzt. Der mutmaßliche Schütze wurde von Mitgliedern der Jagdgesellschaft bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten und anschließend festgenommen. Die Ermittler stehen nun vor der Aufgabe, aus den Spuren am Tatort und den Aussagen der Beteiligten ein möglichst genaues Bild des Geschehens zu erstellen.
Wie schwer die Ereignisse den Ort verändert haben, zeigt schließlich auch ein Foto, das am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, am Tatort aufgenommen wurde. Darauf ist eine Polizistin bei den Ermittlungsarbeiten an dem Ort zu sehen, an dem die Schüsse auf die Jagdgesellschaft gefallen sein sollen.
Das Bild steht damit am Ende einer Tat, deren Hintergründe noch längst nicht vollständig geklärt sind.

Eine Polizistin ist am Tatort im Einsatz, an dem am 4. Oktober 2026 bei einem Jagdunfall in Halden im Südosten Norwegens mehrere Menschen angeschossen wurden. | Quelle: Getty Images
Während der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft sitzt und die Tat eingeräumt haben soll, bleibt die entscheidende Frage offen: Warum wurde diese Jagdgesellschaft zum Ziel? Die Ermittlungen in Norwegen sollen nun klären, ob zwischen dem Verdächtigen und den Opfern eine Verbindung bestand und was hinter den tödlichen Schüssen steckt.
AmoMama.de unterstützt und fördert keine Formen von Gewalt, Selbstbeschädigung oder anderes gewalttätiges Verhalten. Wir machen unsere LeserInnen darauf aufmerksam, damit sich potentielle Opfer professionelle Beratung suchen und damit niemand zu Schaden kommt. AmoMama.de setzt sich gegen Gewalt, Selbstbeschädigung und gewalttätiges Verhalten ein, AmoMama.de plädiert deshalb für eine gesunde Diskussion über einzelne Fälle von Gewalt, Missbrauch, oder sexuelles Fehlverhalten, Tiermissbrauch usw. zum Wohl der Opfer. Wir ermutigen in diesem Sinne alle LeserInnen, jegliche kriminelle Vorfälle, die wider diesen Kodex stehen, zu melden.

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