
„Ich will für meinen toten Sohn stark sein“: Fabians (8) Mutter bereitet sich auf den Prozess vor, während der Gerichtstermin näher rückt
16. April 2026

Der gewaltsame Tod eines Ehepaars in Bremen-Vegesack erschütterte Ende Juni viele Menschen. Ein 22-jähriger Nachbar soll die beiden mit einer selbstgebauten Stichwaffe getötet haben. Während gegen den Verdächtigen weiter ermittelt wird, beschäftigt viele vor allem eine Frage: Was geschieht mit dem zweijährigen Kind des getöteten Paares?
Der Tatverdächtige befindet sich inzwischen in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Bremen mitteilte, wurde der 22-Jährige nach seiner Entlassung aus einer Klinik in ein Gefängnis verlegt. Kurz nach der Tat war der Mann mit lebensgefährlichen Verletzungen in einem Maisfeld im niedersächsischen Schwanewede im Landkreis Osterholz gefunden worden. Der Fundort lag etwa sechs Kilometer vom Tatort entfernt.
Nach Angaben musste der 22-Jährige zunächst reanimiert werden. Anschließend retteten Ärzte ihm mit einer Notoperation das Leben. Die Ermittler gehen davon aus, dass sich der Mann die Verletzungen selbst zugefügt hatte, um sich das Leben zu nehmen.

Polizeiabsperrung | Quelle: Getty Images
Während seines Krankenhausaufenthalts hatte ein Richter ihm den Haftbefehl direkt am Krankenbett verkündet. Nachdem sich sein Gesundheitszustand nach Angaben der Staatsanwaltschaft deutlich verbessert hatte, wurde er aus der Klinik entlassen und in ein Gefängnis gebracht.
Dem 22-Jährigen wird zweifacher Totschlag vorgeworfen. Nach Angaben der Ermittler soll er seine Nachbarn mit einer selbstgebauten Stichwaffe getötet haben.
Zu den Vorwürfen hat sich der Beschuldigte bislang nicht geäußert. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft verweigert er weiterhin jede Aussage. Auch Hinweise auf eine psychiatrische Störung gebe es derzeit nicht.
Der Tatverdächtige war den Behörden bereits vor der Tat bekannt, allerdings nicht vorbestraft. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er im April mit einem Luftgewehr um sich geschossen haben. Als Polizeibeamte eintrafen, sei er aus einem Fenster gesprungen und habe sich in einem Gebüsch versteckt.

Polizisten | Quelle: Getty Images
Die Beamten nahmen ihn fest und brachten ihn zunächst in eine psychiatrische Klinik. Dort kamen Ärzte jedoch zu der Einschätzung, dass von ihm keine Gefahr ausgehe. Daraufhin wurde er wieder entlassen.
Das Verbrechen ereignete sich Ende Juni in Bremen-Vegesack. Sowohl das getötete Ehepaar als auch der mutmaßliche Täter lebten dort als Nachbarn einem Mehrfamilienhaus. Anwohner fanden den 40-jährigen Mann mit tödlichen Stich- und Schnittverletzungen auf einem Gehweg.
Seine 35-jährige Ehefrau wurde später tot im Keller des Mehrfamilienhauses entdeckt. Warum der 22-Jährige auf das Paar losgegangen sein soll, ist nach Angaben der Ermittler weiterhin unklar. Ein mögliches Motiv ist bislang nicht bekannt.
Während der Tat befand sich auch das gemeinsame zweijährige Kind des Ehepaars in der Wohnung. Nach Angaben der Ermittler blieb das Kind unverletzt. Inzwischen ist auch bekannt, wer sich nach dem tragischen Verlust der Eltern um das Kind kümmert: Es lebt nach dem Vorfall bei seinen Großeltern väterlicherseits, die es aufgenommen haben.
Während der Tatverdächtige nun in Untersuchungshaft sitzt und die Ermittlungen weiterlaufen, beginnt für das Kind und seine Angehörigen ein völlig neuer Lebensabschnitt. Die Hintergründe der Tat sind weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.
AmoMama.de unterstützt und fördert keine Formen von Gewalt, Selbstbeschädigung oder anderes gewalttätiges Verhalten. Wir machen unsere LeserInnen darauf aufmerksam, damit sich potentielle Opfer professionelle Beratung suchen und damit niemand zu Schaden kommt. AmoMama.de setzt sich gegen Gewalt, Selbstbeschädigung und gewalttätiges Verhalten ein, AmoMama.de plädiert deshalb für eine gesunde Diskussion über einzelne Fälle von Gewalt, Missbrauch, oder sexuelles Fehlverhalten, Tiermissbrauch usw. zum Wohl der Opfer. Wir ermutigen in diesem Sinne alle LeserInnen, jegliche kriminelle Vorfälle, die wider diesen Kodex stehen, zu melden.
Wenn du oder jemand, den du kennst Suizid-Gedanken hat, wende dich bitte an die Telefon-Seelsorge, die sich verstärkt mit der Suizidprävention beschäftigt. Die Hotline ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr erreichbar. Diese erreicht man per Chat oder unter den Nummern: 0800 / 111 0 111, 0800 / 111 0 222 oder unter 116 123.

„Ich will für meinen toten Sohn stark sein“: Fabians (8) Mutter bereitet sich auf den Prozess vor, während der Gerichtstermin näher rückt
16. April 2026

Deutsche Öffentlichkeit empört über das Urteil des Saarbrücker Gerichts im Fall des 19-Jährigen, der den Polizeibeamten Simon Bohr erschossen hat
07. April 2026

Dritter Verhandlungstag im Fall von Fabians Tod: Gina H. zeigt ihr Tattoo, Vater enthüllt neue Details
05. Mai 2026

Suchaktion in Duisburg – Ein sechs Monate altes Baby ist aus dem Krankenhaus verschwunden
19. Mai 2026

„Es scheint eine gute Beziehung“: Fabians Vater soll Gina H. regelmäßig besuchen und sich um ihre Pferde kümmern
01. Mai 2026

Zehnter Prozesstag im Fall Fabian: Neue Details zum Abend vor der Tragödie
09. Juni 2026

Mordprozess Fabian: Eine Chronologie der ersten 9 Verhandlungstage – Tag für Tag
09. Juni 2026

Sprachnachricht von Gina H. an Fabians Vater sorgt für Gelächter im Gerichtssaal – Was wurde gesagt?
09. Juni 2026

Vierter Tag des Fabian-Prozesses: Spielkameraden sagen aus, Ginas Sprachnachricht wird vorgespielt, Gerichtsaufnahmen werden gezeigt
14. Mai 2026

„Sie hat gelacht": Schlüsselzeuge enthüllt, wie sich Gina H. verhielt, als sie ihn zu Fabians Leiche führte
15. Juni 2026

Ginas Anruf bei der Polizei dauerte „nur zwei Minuten" – diesen eiskalten Satz sagte sie dem Beamten
29. Juni 2026