
„Tatort"-Star Johannes Krisch ist tot – jetzt spricht seine Agentin über die Todesursache

Millionen kannten sein markantes Gesicht aus dem „Tatort" und großen Kinofilmen. Doch hinter dem gefeierten Schauspieler verbarg sich ein Kampf, von dem die Öffentlichkeit lange kaum etwas ahnte. Jetzt ist er im Alter von nur 59 Jahren gestorben.
Die Kulturwelt trauert um Johannes Krisch. Der österreichische Schauspieler ist tot. Der gebürtige Wiener starb am Montagmorgen in einem Wiener Krankenhaus. Er wurde nur 59 Jahre alt.
Bestätigt wurde sein Tod vom Theater in der Josefstadt, dessen Ensemble Krisch seit 2019 angehörte. Für seine zahlreichen Weggefährten und Fans ist es ein schwerer Verlust.
Krisch galt als einer der bedeutendsten Charakterdarsteller seines Landes – ein Künstler, der auf der Bühne wie auf der Leinwand gleichermaßen brillierte.
Sein Weg dorthin war dabei alles andere als gewöhnlich.
Der am 8. Dezember 1966 in Wien geborene Krisch absolvierte zunächst eine Tischlerlehre, ehe er sich für die Schauspielerei entschied. 1989 holte ihn der legendäre Claus Peymann ans Burgtheater.
Dort wirkte er viele Jahre, ehe er 2019 ans Theater in der Josefstadt wechselte. Unvergessen bleibt dort seine Verkörperung des Karl Bockerer.
Doch Krisch war weit mehr als ein Theaterschauspieler.
Einem Millionenpublikum wurde er vor allem durch die Kultserie „Braunschlag" bekannt. Zudem übernahm er zahlreiche Rollen im „Tatort" und in der Krimireihe „SOKO".
Auch im Kino hinterließ er bleibende Eindrücke. 2008 machte er mit der Hauptrolle im oscarnominierten Filmdrama „Revanche" auf sich aufmerksam, später glänzte er in Filmen wie „Der Trafikant" und „Märzengrund".
Für seine Arbeit wurde er vielfach ausgezeichnet. Unter anderem erhielt er 2016 den Österreichischen Filmpreis als bester Darsteller, 2017 folgte der Berufstitel Kammerschauspieler. Auch international war er gefragt und stand für namhafte Produktionen vor der Kamera.
So beeindruckend seine Karriere war, so sehr war sein Leben zuletzt von einer schweren Prüfung überschattet.
Denn hinter den Kulissen kämpfte Johannes Krisch über lange Zeit gegen eine heimtückische Krankheit. Der Schauspieler litt an Krebs.
Wie schwer die vergangenen Monate für ihn waren, wurde erst nach seinem Tod in vollem Umfang deutlich. Seine Agentin Daniela Fruhmann sprach gegenüber der „Bild" offen über seinen langen Leidensweg:
„Johannes hat einen langen Kampf gegen den Krebs geführt. Das letzte halbe Jahr war für ihn sehr schwierig, er musste sich eine Auszeit nehmen. Aber Johannes war ein Kämpfer und hat sich trotz dieser schrecklichen Krankheit nie aufgegeben."
Dem Bericht zufolge hatte der Krebs zuletzt gestreut. An welcher Krebsart Johannes Krisch litt, ist nicht bekannt. Trotz seiner Erkrankung hatte der Schauspieler nie den Mut verloren und immer wieder für seine Arbeit gelebt.
Bereits in den vergangenen Jahren hatte er offen über gesundheitliche und seelische Belastungen gesprochen. So machte er etwa aus seiner Depression kein Geheimnis und ermutigte damit auch andere Menschen.
Nach seinem Tod würdigten zahlreiche Wegbegleiter den Ausnahmekünstler.
Herbert Föttinger, ehemaliger Direktor des Theaters in der Josefstadt, nannte Krisch „einen der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation".
„Johannes Krisch besaß die seltene Gabe, Figuren nicht zu spielen, sondern sie im Augenblick zu erleben – und das Publikum daran teilhaben zu lassen", sagte Föttinger.
Abseits der Öffentlichkeit galt Johannes Krisch als echter Familienmensch. Er hinterlässt seine Ehefrau, die Schauspielerin Larissa Fuchs, sowie fünf Kinder. Das Paar hatte erst im Januar 2023 noch einen Sohn bekommen. Umso schwerer wiegt der Verlust für seine Angehörigen.
So bleibt am Ende die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Künstler, dessen Rollen und dessen Menschlichkeit unvergessen bleiben werden. Sein tapferer, lange im Stillen geführter Kampf gegen den Krebs macht den Abschied umso bewegender.
Wie sehr Johannes Krisch schon vor seinem Tod mit gesundheitlichen und seelischen Belastungen zu kämpfen hatte, hatte er selbst nie verschwiegen. In einem bewegenden Interview sprach der Schauspieler einst überraschend offen über seine Depression – Worte, die heute besonders nachhallen. Wie bereits berichtet:
Sein Gesicht war markant, seine Bühnenpräsenz unvergleichlich. Über Jahrzehnte zählte er zu den prägendsten Künstlern seines Landes. Nun ist Johannes Krisch für immer von der Bühne abgetreten – und hinterlässt eine schmerzhafte Lücke.
Die Kulturwelt trauert um Johannes Krisch. Der österreichische Schauspieler ist im Alter von nur 59 Jahren gestorben. Das bestätigte das Theater in der Josefstadt der Austria Presse Agentur.

Der Schauspieler Johannes Krisch nimmt am 12. Oktober 2011 in London, England, im Odeon Leicester Square an der Premiere von „360“ im Rahmen des 55. BFI London Film Festivals teil | Quelle: Getty Images
Demnach verstarb der gebürtige Wiener am Montagfrüh in einem Wiener Krankenhaus. Für seine zahlreichen Weggefährten und Fans ist es ein schwerer Verlust.
Krisch galt als einer der wesentlichen Charakterdarsteller des Landes – ein Künstler, der sowohl auf der Bühne als auch auf der Leinwand seine ganze Wirkung entfalten konnte.
Sein Weg dorthin war dabei alles andere als gewöhnlich.
Der am 8. Dezember 1966 in Wien geborene Krisch absolvierte zunächst eine Tischlerlehre, ehe er sich für die Schauspielerei entschied. Erstmals Aufsehen erregte er am damaligen Ensembletheater am Wiener Petersplatz.
1989 holte ihn der legendäre Regisseur Claus Peymann ans Burgtheater, wo er über viele Jahre erfolgreich wirkte. 2019 wechselte er schließlich zum Theater in der Josefstadt.
Dort feierte er große Erfolge, zuletzt etwa als Karl Bockerer – eine Rolle, die für immer mit seinem Namen verbunden bleiben wird.
Doch Krisch war weit mehr als ein Theaterschauspieler.
Sein Charisma kam auch auf der Kinoleinwand voll zur Geltung. In Götz Spielmanns oscarnominiertem Film „Revanche" brillierte er ebenso wie in „Der Trafikant", „Märzengrund" oder „Jack", für den er 2016 als bester Darsteller mit dem Österreichischen Filmpreis ausgezeichnet wurde.
Auch international war er gefragt: In dem mit einem Golden Globe prämierten Film „Aus dem Nichts" stand er an der Seite von Hollywoodstar Diane Kruger vor der Kamera.
Im Fernsehen kannte man ihn aus Erfolgsserien wie „Braunschlag" sowie aus zahlreichen „Tatort"-Folgen, „SOKO Donau" und den Netflix-Produktionen „Vienna Blood" und „Freud". 2017 wurde ihm zudem der Berufstitel Kammerschauspieler verliehen.
So beeindruckend seine Karriere war, so sehr war sein Leben zuletzt von schweren Zeiten überschattet.
Denn hinter der Bühnenpräsenz verbarg sich ein Mensch, der offen mit seinen gesundheitlichen und seelischen Belastungen umging. Immer wieder zwangen ihn Probleme zu längeren Bühnenpausen.
Besonders die Spielzeit 2023/2024 war für ihn eine große Herausforderung. Damals musste er sowohl eine Hauptrolle als auch die Intendanz bei den Raimundspielen Gutenstein zurücklegen.
Wie sehr ihn diese Phase mitnahm, schilderte er später sehr offen:
„Das war eine ganz schwere Zeit. Meinen gesundheitlichen Problemen musste ich mich stellen, denn mein Körper ist ja mein Instrument. Ohne ihn geht es nicht. Daher galt meine ganze Aufmerksamkeit ihm. Mir war klar, ich brauche Zeit, um mich zu erholen. Die hat man mir gegeben. Und die habe ich mir gegeben. Darum geht es mir heute wieder gut."
In jenem Interview sprach der Schauspieler auch sehr persönlich über seine Depression. Er machte kein Geheimnis daraus, wie sehr ihn die Krankheit begleitet hatte.
„Die Depression kann auch ein Ventil sein", sagte Johannes Krisch damals. Es waren Worte eines Mannes, der wusste, wovon er sprach – und der seine Erfahrungen nicht verbergen wollte.
Zu seinen gesundheitlichen Rückschlägen zählte auch ein schwerer Bühnenunfall. 2012 stürzte Krisch bei einer Premiere in Berlin knapp zwei Meter in die Tiefe, weil eine Treppe fehlte. Dabei zog er sich eine Wirbelverletzung und einen Riss im Zwerchfell zu.
Trotz aller Widrigkeiten kehrte er immer wieder auf die Bühne zurück – bis zuletzt.
Krisch war mit der Schauspielerin Larissa Fuchs verheiratet und Vater von fünf Kindern.
Wegbegleiter würdigten ihn nach seinem Tod mit bewegenden Worten. Herbert Föttinger, langjähriger Direktor des Theaters in der Josefstadt, bezeichnete Krisch gegenüber der APA als „einen der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation" in Österreich.
Krisch habe die seltene Gabe besessen, „Figuren nicht zu spielen, sondern sie im Augenblick zu erleben – und das Publikum daran teilhaben zu lassen".
Weiter würdigte er den Verstorbenen mit den Worten:
„Seine Rollen waren nie bloße Darstellung, sondern gelebtes Leben. Mit einer Intensität, einer Wahrhaftigkeit und einer tiefen Menschlichkeit berührte er sein Publikum und prägte jede Bühne, auf der er stand."
Über die genaue Todesursache ist bislang nichts bekannt. Seine Managerin bestätigte den Tod, nannte auf Nachfrage aber keine weiteren Details.
So bleibt am Ende die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Künstler, dessen Rollen und dessen Menschlichkeit unvergessen bleiben werden.
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