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Stefan Raab in TV-Total | Quelle: X/Blick
Stefan Raab in TV-Total | Quelle: X/Blick

„Chain-Link Fence“-Star Regina Zindler, bekannt geworden durch Stefan Raab, macht eine schwere Zeit durch – ihr Mann meldet sich in einem neuen Interview zu Wort

Maren Z.
01. Mai 2026
20:31

Ein einziges Wort reichte aus, um Regina Zindler Ende der 1990er-Jahre in ganz Deutschland bekannt zu machen. Was als Nachbarschaftsstreit vor laufender Kamera begann, entwickelte sich zu einem der skurrilsten Popkultur-Momente jener Zeit.

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Stefan Raab griff den markanten Dialekt der Sächsin auf, machte aus dem „Maschendrahtzaun“ einen Running Gag – und schließlich einen Nummer-eins-Hit. Aus der Rentnerin aus Auerbach wurde über Nacht eine Figur, die plötzlich jeder kannte.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Promiflash

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Promiflash

Jahre später war es still um Regina Zindler geworden. Seit 2014 hatte man öffentlich kaum noch etwas von ihr gehört. Umso bedrückender ist nun die Nachricht, die ihr Ehemann in einem neuen Gespräch übermittelt hat. Denn hinter der einstigen TV-Kultfigur steht inzwischen keine schrullige Fernsehgeschichte mehr, sondern ein schwerer persönlicher Abschied.

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Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Promiflash

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Medienberichten zufolge lebt Regina Zindler heute mit ihrem Mann in Zwickau, im Erdgeschoss eines Mietshauses. Als dort nach ihr gefragt wird, öffnet nicht sie selbst die Tür, sondern ihr Ehemann. Schon seine Haltung lässt erkennen, dass es nicht um einen heiteren Rückblick auf alte Fernsehzeiten gehen wird. Vielmehr schildert er, dass seine Frau schwer krank sei und inzwischen palliativ zu Hause versorgt werde.

Nutzer-Kommentar | Quelle: Facebook/Promiflash

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Damit bekommt die Geschichte um eine Frau, die einst unfreiwillig zur Fernsehikone wurde, eine völlig andere Tonlage. Ihr Mann berichtet, Regina Zindler wolle niemanden mehr empfangen und keine Fotos mehr machen. Sie sei durch ihre Erkrankung stark geschwächt. Vor allem aber macht er klar, wie ernst die Lage ist. „Meine Frau liegt im Sterben. Sie hat Krebs im Endstadium [...] Meine Frau bekommt bei uns zu Hause täglich Palliativpflege. Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein“, sagt er.

Als er auf den berühmten Song angesprochen wurde, fand er auch dort klare Worte:

„Wir haben damit seit Langem abgeschlossen. Ich habe jetzt auch andere Probleme im Kopf.“

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Die öffentliche Erinnerung an Regina Zindler ist bis heute eng mit jenem Gerichtsauftritt aus dem Jahr 1999 verbunden. Damals zog sie in der Sat.1-Sendung von Barbara Salesch gegen ihren Nachbarn vor Gericht. Es ging um einen Knallerbsenstrauch, der dicht an ihrem Maschendrahtzaun wachsen sollte.

Die Klage wurde zwar abgewiesen, doch genau daraus entstand ihre ungewöhnliche Bekanntheit. Stefan Raab machte das gesprochene Wort zum Popphänomen, das Lied stand sechs Wochen auf Platz eins der Charts, und um Regina Zindler entstand ein Kult, der vielen bis heute im Gedächtnis geblieben ist.

Anfangs, so legen die Quellen nahe, genoss sie die Aufmerksamkeit durchaus. Doch mit der Zeit kippte die Situation. Fernsehteams und Schaulustige belagerten ihr Grundstück, einzelne Besucher nahmen sogar Teile des Zauns als Souvenir mit. Später berichtete Zindler selbst, dass auch ihr Briefkasten gesprengt und persönliche Dinge gestohlen worden seien. Der psychische Druck wurde ihr schließlich zu groß. Sie erlitt nach eigenen Angaben einen Nervenzusammenbruch, verkaufte 2002 ihr Haus und zog mit ihrem Mann nach Berlin.

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Moderator Stefan Raab kommt zur RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ ins Coloneum | Quelle: Getty Images

Moderator Stefan Raab kommt zur RTL-Tanzshow „Let’s Dance“ ins Coloneum | Quelle: Getty Images

Die Rückkehr nach Sachsen bedeutete später offenbar auch den Versuch, Abstand von jenem öffentlichen Wirbel zu gewinnen, der ihr Leben über Jahre bestimmt hatte. 2014 wirkte Regina Zindler in einem Interview mit sich im Reinen.

Sie sagte damals, es gehe ihr gut, abgesehen von Diabetes und Gelenkbeschwerden. Auch mit Stefan Raab hatte sie nach eigenen Worten Frieden geschlossen. Sie sei nicht mehr böse auf ihn, er habe schließlich nur sein Lied gemacht, und sie habe damals zugestimmt. An den Verkäufen des Songs verdiente sie laut der Bild mit. Sie soll 10 Pfenning pro verkaufter Platte verdient haben – insgesamt wurden 750.000 Platten verkauft.

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Dass nun ihr Mann sagt, mit dem Thema „Maschendrahtzaun“ habe man längst abgeschlossen, wirkt deshalb folgerichtig. Die frühere Bekanntheit spielt in der aktuellen Lebenslage keine erkennbare Rolle mehr. Vielmehr beschreibt er eine Situation, in der es nur noch um Begleitung, Nähe und die letzten gemeinsamen Wochen geht. Er spricht von zwei aggressiven Krebsherden im Unterleib und davon, dass es keine Rettung mehr gebe. „Ihr bleiben noch vier Wochen, vielleicht acht. Ich werde bis zum Schluss für sie da sein“, sagt er.

Der deutsche Moderator und Musiker Stefan Raab vor einer Wand mit dem Logo seiner Fernsehsendung "TV total". | Quelle: Getty Images

Der deutsche Moderator und Musiker Stefan Raab vor einer Wand mit dem Logo seiner Fernsehsendung "TV total". | Quelle: Getty Images

Gerade diese Schlichtheit macht die Worte so eindringlich. Es ist keine dramatische Inszenierung, sondern die nüchterne und zugleich sehr persönliche Beschreibung eines Mannes, der seine Frau in einer letzten, schweren Lebensphase begleitet. Die frühere TV-Aufregung, der Kult um einen Zaun und all die unfreiwillige Berühmtheit rücken daneben völlig in den Hintergrund.

So bleibt von Regina Zindlers Geschichte heute nicht nur die Erinnerung an ein popkulturelles Kuriosum, sondern auch das Bild einer Frau, die mit den Folgen ihrer plötzlichen Bekanntheit lange zu kämpfen hatte.

Wir wünschen Regina Zindler, ihrer Familie und ihren Angehörigen in dieser schwierigen Zeit viel Kraft.

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