
Vermisste Fitnesstrainerin Johanna G. (34) tot aufgefunden: Ablauf, Verdächtiger und was bisher bekannt ist
Seit Tagen beschäftigte der Vermisstenfall der Fitnesstrainerin Johanna G. aus der Steiermark viele Menschen. Nun herrscht traurige Gewissheit: Die 34-Jährige wurde tot aufgefunden, ein Tatverdächtiger festgenommen.
Der Vermisstenfall Johanna G. begann am Freitagabend, dem 9. Januar 2026. Die 34-jährige Frau aus Tillmitsch meldete sich an diesem Abend um 21.45 Uhr letztmals bei ihren Angehörigen. Danach brach der Kontakt zu ihr ab.

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Am 10. Januar 2026 erstattete ihre Mutter Anzeige bei der Polizei, nachdem sie ihre Tochter nicht mehr erreichen konnte. In den folgenden Tagen wurde nach der Vermissten gesucht, während Ermittler begannen, Hinweise aus ihrem Umfeld zu prüfen.
Hinweise aus Chatverläufen sowie eine Handyortung rückte rasch eine Person in den Fokus der Ermittlungen. Dabei handelt es sich um einen 30-jährigen Beamten der österreichischen Spezialeinheit Cobra, der als letzte bekannte Kontaktperson gilt.

Das österreichische Einsatzkommando Cobra (EKO Cobra) ist mit dem deutschen SEK vergleichbar. (Symbolbild) | Quelle: Getty Images
Nach bisherigem Ermittlungsstand hatte Johanna G. den Mann vor mehreren Monaten über eine Dating-App kennengelernt. Der Kontakt soll über einen längeren Zeitraum bestanden haben, am Abend ihres Verschwindens kam es laut Polizei zu einem Treffen von Opfer und Täter.
Zunächst bestritt der Beamte gegenüber den Ermittlern, Johanna G. getroffen zu haben. Erst nachdem ihm Chatverläufe vorgelegt worden waren, räumte er ein, Kontakt zu ihr gehabt und sich mit ihr verabredet zu haben. Als Grund für sein anfängliches Leugnen nannte er, dass er sich bereits in einer Beziehung befinde; der Kontakt mit G. hätte geheim bleiben sollen.

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Eine Handyortung ergab, dass sich das Mobiltelefon der Vermissten im Raum Kirchbach im Bezirk Südoststeiermark befand, dem Wohnort des Verdächtigen. Dieser gab später an, das Gerät während der Fahrt aus seinem Auto geworfen zu haben. Das Handy wurde trotz intensiver Suche bisher nicht gefunden.
Am Montag, dem 12. Januar 2026, wurde der 30-Jährige festgenommen. Die Polizei teilte mit, dass er als letzte bekannte Kontaktperson der Vermissten galt und daher in den Mittelpunkt der Ermittlungen gerückt war.

Die österreichische Steiermark (Symbolbild) | Quelle: Getty Images
Am darauffolgenden Tag kam es zu einer entscheidenden Entwicklung. Bei einer weiteren Einvernahme legte der Beschuldigte ein Teilgeständnis ab, woraufhin die Ermittler in einem Waldstück in der Steiermark eine weibliche Leiche lokalisieren konnten.
Ein Sprecher des Landeskriminalamts Steiermark erklärte der BILD:
„Es gab eine weitere Einvernahme des Verdächtigen. Dabei gab es ein Teilgeständnis.
Dieses hat die Ermittler zu einem Fundort einer weiblichen Leiche in der Steiermark geführt.
Derzeit laufen die Ermittlungen zur Identifizierung der Leiche.“
Die Leiche wurde am Dienstagabend geborgen. Am Mittwoch bestätigte die Polizei im Rahmen einer Pressekonferenz, dass es sich bei der gefundenen Toten um Johanna G. handelt. Damit endete die tagelange Ungewissheit für die Familie der Vermissten.

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Zu den genauen Umständen des Todes machten die Ermittlungsbehörden bislang nur wenige offizielle Angaben. Nach Medienberichten soll der Beschuldigte ausgesagt haben, dass es bei einem Treffen in seinem Auto zu einvernehmlichem Sex gekommen sei.
Der Mann spricht demnach von einem Unfall. Er habe angegeben, dass Johanna G. bei sogenannten Würge-Praktiken erstickt sei. Eine vorsätzliche Tötungsabsicht bestreitet der Beschuldigte weiterhin.
Die Ermittlungen zum Ablauf der Ereignisse dauern an. Nach aktuellem Ermittlungsstand gehen die Ermittler jedoch davon aus, dass es sich um eine Einzeltat ohne Mitwissende handelt.

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Im Zuge der Ermittlungen durchsuchte die Polizei auch das elterliche Wohnhaus des Beschuldigten. Dabei wurden zwei als entwendet gemeldete Dienstwaffen sichergestellt. In welchem Zusammenhang diese Funde stehen, ist derzeit noch unklar.
In mehreren Medienberichten wurde außerdem über eine mögliche Schwangerschaft von Johanna G. berichtet. Die Polizei erklärte dazu, es gebe entsprechende Äußerungen aus dem Umfeld, eine offizielle Bestätigung stehe jedoch noch aus. Eine angeordnete Obduktion soll hierzu Klarheit bringen.
Ob eine Schwangerschaft im Zusammenhang mit der Tat steht, ist bislang nicht belegt. Auch ein mögliches Motiv ist derzeit offen, weitere Aspekte werden weiterhin geprüft.
Der Fall hat zahlreiche Reaktionen ausgelöst. In sozialen Netzwerken äußern viele Nutzer Entsetzen, Wut und Trauer über die Geschehnisse. Der knappe Ausruf „Monster!“ eines Nutzers scheint die Fassungslosigkeit und Empörung vieler Kommentierender einzufangen, er wurde mehr als zwei dutzend mal mit einem Like versehen.

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Andere Beiträge beziehen sich auf Berichte über eine mögliche Schwangerschaft, äußern Vermutungen zum Motiv und formulieren ihre Anteilnahme mit Aussagen wie: „Er wollte das Kind nicht 😡😭 traurig einfach, dass er zwei Leben ausgelöscht hat 😪😭“.

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Für die Angehörigen von Johanna G. bedeuten die Geschehnisse vor allem einen schweren Verlust. Die Ermittlungsbehörden setzen ihre Arbeit fort, um hoffentlich alle offenen Fragen zu klären.
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