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Alte Frau, die als Putzfrau arbeitet, denkt, dass ihr Konto fast leer ist und findet über 360.000 Euro darauf - Story des Tages

Maren Zimmermann
18. Juni 2022
22:50
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Eine ältere Frau, die gezwungen ist, noch lange nach dem Rentenalter als Putzfrau zu arbeiten, ist verblüfft, als sie eine riesige Geldsumme auf ihrem Konto findet.

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Was gibt es Schrecklicheres, als allein und mittellos alt zu werden? Lucy Martin war siebenundsechzig Jahre alt und hatte ihr ganzes Leben lang als Verwaltungsangestellte in einem großen Unternehmen hart gearbeitet.

Kurz vor ihrer Pensionierung hatten sie und ihre Kollegen jedoch festgestellt, dass das Geld aus dem Pensionsfonds des Unternehmens weg war. Das Schreckgespenst eines miserablen Alters drohte, der Traum von einem bequemen Ruhestand war ausgeträumt.

Lucy wurde durch die Auflösung des Unternehmens wenige Tage vor ihrem fünfundsechzigsten Geburtstag in den Ruhestand gezwungen. Sie musste einen Job annehmen, egal welchen, und in ihrem Alter war alles, was sie fand, eine Stelle als Reinigungskraft an der örtlichen Hochschule.

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Zum Glück war Lucy nicht die Art von Frau, die über verschüttete Milch weint oder über die Ungerechtigkeit des Lebens jammert, also schlug sie sich durch. Sie war sehr stolz darauf, ihre Arbeit zu machen und sie gut zu machen.

In den fast drei Jahren, in denen Lucy als Reinigungskraft in den Wohnheimen der Hochschule nun schon gearbeitet hatte, war sie zu einer Art inoffizieller Campus-Oma geworden.

Die Studierenden wussten, dass Lucy da war, wenn sie ein Problem hatten und eine Schulter zum Ausheulen brauchten. Wenn sie merkte, dass ein neuer Schüler oder eine neue Schülerin Schwierigkeiten hatte, sich einzugewöhnen, setzte Lucy alles daran, dass sie sich wie zu Hause fühlten.

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In einem besonders miserablen Winter steckten sich einige der Schüler im Wohnheim mit einer schrecklichen Grippe an, die gerade die Runde machte, und waren mehrere Tage lang bettlägerig.

Lucy liebte die Kinder und half ihnen oft. | Quelle: Pixabay

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Lucy war nach der Schule mit einer heißen Thermoskanne Hühnersuppe aufgetaucht und hatte sich um sie alle gekümmert. Sie hatte ihnen heißen Tee und Toast gegeben, ihnen Orangensaft gebracht und im Grunde Mama gespielt.

Für viele der Schülerinnen und Schüler, von denen einige zum ersten Mal von zu Hause weg waren, war Lucy ein Geschenk des Himmels. Ihr bereitwilliges Lächeln und ihre mütterlichen Neckereien holten die Schüchternen aus ihrer Isolation und beruhigten die Ängstlichen.

Verzweifle nicht, denn das Leben könnte dich einfach überraschen.

"Hey, Oma Lucy", rief Matthew Frost, einer der Schüler, der sich gerade erholt hatte. "Deine Hühnersuppe ist ein Zaubertrank! Deine Kinder haben großes Glück."

Zu Matthews Überraschung füllten sich Lucys Augen mit Tränen, und ihr strahlendes Lächeln wurde schwächer. "Oh, ich habe nur eine Tochter, und die lebt 3000 Kilometer entfernt."

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Matthew war krank und Lucy brachte ihm heißen Tee und Hühnersuppe. | Quelle: Pexels

"Hey!" sagte Matthew, verwirrt und besorgt. "Es ist bald Weihnachten, also wirst du bald bei ihr sein, oder?"

Aber Lucy schien sich von Matthews Bemerkung nicht trösten zu lassen. Sie presste sich die Hand vor den Mund und rannte aus dem Schlafsaal. Als sie eine Stunde später zurückkam, waren ihre Augen rot und geschwollen. Es war offensichtlich, dass sie geweint hatte.

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"Es tut mir leid, Lucy", sagte Matthew. "Bitte sag mir, was los ist. Du bist immer für mich da gewesen. Weißt du noch, als ich den Kurs wechseln wollte und Angst hatte, es meinem Vater zu sagen? Lass mich für dich ein Freund sein, so wie du es für mich warst."

Lucy setzte sich an Matthews Bett und weinte. "Es tut mir so leid", sagte sie, als sie sich ein wenig beruhigt hatte. "Weißt du, ich habe meine Tochter seit über drei Jahren nicht mehr gesehen."

Lucy erzählte Matthew, dass sie ihre Tochter seit Jahren nicht mehr gesehen hatte. | Quelle: Pexels

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"Ich kann mir die Reise nicht leisten und sie kann es sich auch nicht leisten, für mich zu bezahlen. Sie hat zwei Babys und ihr Mann ist arbeitslos", erklärte Lucy. "Sie braucht Hilfe und ich kann sie ihr nicht geben."

Matthew hielt Lucys Hand, während sie erklärte, wie sie ihre gesamten Ersparnisse und die Rentenkasse durch einen Betrug verloren hatte und warum sie in ihrem Alter noch so hart arbeiten musste.

Matthew sagte: "Hey, weißt du noch, was du zu mir gesagt hast, als ich am Boden lag? Das Leben überrascht dich immer wieder, und jede Schwierigkeit bringt neue Kraft. Ich habe es geglaubt, jetzt bist du dran..."

Lucy ging aus Matthews Zimmer und fühlte sich seltsam getröstet, aber als sie den Schlafsaal verließ, sah sie eine Schülerin aus dem zweiten Jahr weinend auf der Treppe sitzen, mit einem zerknitterten Umschlag in der Hand.

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"Liz!", sagte Lucy und vergaß sofort ihren eigenen Kummer. "Was ist denn los, Schatz?"

Lucy sah Liz auf der Treppe sitzen und sehr traurig aussehen. | Quelle: Unsplash

"Oh, Oma Lucy", schluchzte Liz. "Ich muss mein Studium abbrechen. Mein Stipendium deckt nur noch drei Viertel meiner Ausgaben und die Bank hat sich geweigert, meinen Studienkredit zu verlängern. Meine Eltern machen eine schwere Zeit durch, also können sie mir auch nicht helfen..."

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"Oh je", sagte Lucy, setzte sich neben Liz und legte ihr einen Arm um die Schulter. "Und dabei läuft es bei dir doch so gut! Wann brauchst du das Geld?"

"Nicht vor September", sagte Liz. "Aber ich kann mir nicht vorstellen, wie ich an 15.000 Euro herankommen soll!"

"Nun", sagte Lucy fest. "Hör auf zu weinen, Lizzie, mein Mädchen! Kopf hoch! Irgendetwas wird sich schon finden. Wie ich immer zu sagen pflege: Das Leben hat eine Art, uns zu überraschen!"

Matthew hatte eine brillante Idee. | Quelle: Unsplash

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Lucy hatte Recht, denn genau in diesem Moment war Matthew Frost an seinem Computer beschäftigt. Er hatte eine geniale Idee und er war sich sicher, dass seine Mitschülerinnen und Mitschüler gerne helfen würden, ein Wunder zu bewirken...

Als Lucy zwei Monate später zum Geldautomaten ging, um ihr Gehalt abzuheben, hatte sie den Schreck ihres Lebens. Der Saldo ihres Accounts betrug 364.563 €.

Lucy blinzelte. Das konnte nicht stimmen! Sie marschierte in die Bank und bat den Kassierer, ihr einen Kontoauszug zu geben. Da stand es: 364.563 Euro.

"Das ist ein Irrtum!", sagte Lucy zu der Kassiererin. "Sie haben einen Fehler gemacht. Das ist nicht mein Geld!"

"Frau Martin, das Geld wurde vor drei Tagen von einem Herrn Matthew Frost auf Ihr Konto eingezahlt...", sagte die Kassiererin. Aufgeregt bedankte sich Lucy bei der Frau und rannte hinaus.

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Lucy erlebte eine ziemliche Überraschung, als sie ihr Bankkonto überprüfte. | Quelle: Pixabay

Sie ging zum Wohnheim, aber Matthew war im Unterricht, also wartete sie auf ihn. Da stand er und hatte den Arm um ein hübsches Mädchen gelegt! "Matthew!", rief Lucy. "Was ist hier los?"

Matthew ging mit einem breiten Grinsen zu Lucy hinüber. "Wie ich sehe, warst du bei der Bank..."

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"Aber... aber...", stammelte Lucy. "Wo hast du das ganze Geld her?"

Matthew zwinkerte. "Es war Magie!", sagte er. Wir haben eine "Go-Fund-Me"-Seite eingerichtet, und jeder Schüler und jede Schülerin dieser Schule und ihre Eltern wollten dir ihre Liebe zeigen. Liebe im Wert von 363.000 Euro. Du kannst deine Tochter Lucy besuchen, du kannst ihr helfen, du kannst zu ihr ziehen, um bei ihr zu sein."

Lucy teilte ihr Wunder mit Liz. | Quelle: Pexels

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Lucy hatte Tränen in den Augen. "Ihr verrückten Kinder!", schrie sie. "Ihr seid verrückt, verrückt..." Aber selbst während sie Matthew dankte, arbeitete Lucys Verstand auf Hochtouren.

Vielleicht, nur vielleicht, könnte dieser wunderbare, magische Geldsegen noch jemandem helfen! Am nächsten Tag klopfte Lucy an die Tür von Liz' Zimmer und drückte ihr einen Scheck über 20.000 Euro in die Hand.

"Das ist dein Anteil an meinem Wunder", sagte Lucy zu ihr. "Denn wenn das Leben dich überrascht, musst du etwas von dieser Liebe zurückgeben..."

Was können wir aus dieser Geschichte lernen?

  • Verzweifle nicht, denn das Leben könnte dich einfach überraschen. Lucy war verblüfft, als ihre Schülerinnen und Schüler Geld sammelten, um ihr den Ruhestand und das Zusammensein mit ihrer Tochter zu ermöglichen.
  • Wunder sollte man teilen. Wunder sind ein bisschen wie Schokoladeneis - sie sind immer besser, wenn man sie teilt, so wie Lucy es mit Liz tat.
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Dieser Bericht wurde von einer Geschichte unserer Leser inspiriert und von einem professionellen Autor geschrieben. Jegliche Ähnlichkeit mit tatsächlichen Namen und Orten ist reiner Zufall. Alle Bilder dienen ausschließlich dem Zwecke der Illustration. Erzähl uns deine Geschichte; vielleicht wird sie das Leben eines anderen Menschen verändern. Wenn du deine Geschichte mit uns teilen möchtest, schicke sie bitte an info@amomama.com.

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