Leben

18. Februar 2021

Fall Rebecca Reusch: Sie ist vor genau zwei Jahren verschwunden, aber ihre Mutter hofft immer noch, dass sie lebt

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Rebecca Reusch ist vor zwei Jahren verschwunden. Die Suche nach ihr dauert noch an, und für das Bunte Magazine erzählte jetzt ihre Familie, wie sie mit Rebeccas Verschwinden umgeht.

"Mein Glaube hilft mir, die Hoffnung nicht zu verlieren und weiterhin stark zu bleiben", sagt Brigitte Rausch. Jeden Abend wiederholt die Familie in dem gelben Haus in Berlin-Rudow das gleiche Ritual. Vor dem Einschlafen betet die 54-jährige Brigitte und schickt "Liebe, Kraft und Mut" an ihre jüngere Tochter, die 17-jährige Rebecca.

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"Wir sind so eine Kuschelfamilie. Diese tiefe Liebe, die wir füreinander empfinden, schweißt uns fest zusammen und gibt uns Stärke", sagt die Natur aus fröhliche Frau, die mit dem Tränen kämpft. "Wir dürfen uns nicht hängen lassen. Selbst, wenn die Verzweiflung noch so groß ist. Lässt man das zu, wird man krank", fügt sie hinzu.

Die Familie möchte stark sein, wenn ihre Becci zurückkommt, damit sie für sie da sein können. Dieser Gedanke ist ihr Leitfaden und ihre Motivation für jeden neuen Tag, denn sie durchhalten müssen.

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Für schwierige Tage ist Brigittes Mutter dankbar, ihre Freunde zu haben. Sie bezeichnet sie als starke Frauen, die ihr und ihrer Familie zur Verfügung stehen und ihnen Halt geben. Die Nachbarn unterstützen auch die Familie Reusch.

Die Therapie wurde bisher von der Familie abgelehnt, und wie sie sagen, ist ihre Ehe immer noch stabil und harmonisch. Der 18. Tag jedes Monats ist jedoch der schlimmste für sie.

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Am 18. Februar wird es genau zwei Jahre seit Rebeccas Verschwinden sein, und obwohl ihre Familie optimistisch ist und ihre Rückkehr erwartet, gibt es kaum Hoffnungen, die auf ein gutes Ende des mysteriösen Falls richten. Nach einem Sprecher der Staatsanwaltschaft gibt es unter dem Strich in diesem Fall nichts Neues.

Den Ermittlern zufolge ist der Fall aus zwei Gründe kompliziert. Auf der einer Seite gibt es keine Leiche und auf der anderen wurden keine Spuren im Haus oder in dem Auto gefunden. Dadurch wird die Ermittlung schwierig.

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Doch der Sprecher der Staatsanwaltschaft betont klar: "Der Fall Rebecca ist für uns kein Cold Case. Wir suchen weiter nach Rebecca."

Vivien Reusch erzählt, wie die Tür des Zimmers ihrer Schwester immer offen ist. Brigitte bezieht auch Rebeccas Bett regelmäßig, damit alles schön ist, wenn sie zurückkommt. 

Für den Menschen, der Rebecca mitgenommen hat, hat Brigitte eine Botschaft: "Bitte gehen Sie in sich, seien Sie barmherzig und sagen Sie uns, wo Becci ist. Ich bin ihre Mutter und spüre, dass sie noch am Leben ist."

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