Klaus Kinski: stürmisches Leben, erfolgreiche Karriere und Tod des legendären Schauspielers

Klaus Kinski schrieb Filmgeschichte. Der berühmte Schauspieler war etwas zwischen Wahnsinn und Genie. Sein Privatleben war dem Leben auf der Leinwand ziemlich ähnlich. 

Klaus Günter Karl Nakszynski war ein Ausnahmeschauspieler. Er suchte sich psychopathische und tyrannische Schauspielrollen aus. Ob das absichtlich war, weiß niemand. Auf einer Seite wurde er als ein Popstar gefeiert, auf der anderen Seit fürchteten sich die Leute von ihm. 

Klaus Kinski bei den Filmfestspielen von Cannes im Mai 1982 in Cannes, Frankreich. (Foto von Jean-Louis URLI) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Klaus Kinski bei den Filmfestspielen von Cannes im Mai 1982 in Cannes, Frankreich. (Foto von Jean-Louis URLI) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Wutausbrüche, verwüstete Hotelzimmer, Prügelei auf der Bühne - das alles war ein Teil Kinskis Realität, der immer für ein Skandal bereit war. Klaus wurde als Sohn eines Apothekers und einer Krankenschwester in Polen geboren und zog mit seinen Eltern im Alter von drei Jahren nach Berlin. 

Als junger Mann während des Zweiten Weltkriegs wurde er in die Fallschirmjägereinheit der Wehrmacht eingezogen. Er landete in die britische Kriegsgefangenschaft. Er flüchtete und landete in einem Kriegsgefangenenlager in England. Dort versuchte er es mit der Schauspielerei. 1946 gehörte er zu den letzten Gefangenen, der aus dem Lager zurück nach Deutschland kam. 

Klaus Kinski bei den Filmfestspielen von Cannes im Mai 1982 in Cannes, Frankreich. (Foto von Jean-Louis URLI) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Klaus Kinski bei den Filmfestspielen von Cannes im Mai 1982 in Cannes, Frankreich. (Foto von Jean-Louis URLI) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland ohne formale Ausbildung wurde Kinski als Schauspieler berühmt. Aufgrund seines Charakters wurde er jedoch vom Berliner Schlossparktheater gefeuert und verbrachte die nächsten sechs Jahre arbeitslos in Wien. 

Während dieser Zeit versuchte er zweimal, Selbstmord zu begehen. Nach diesen unglücklichen Ereignissen gelang es Klaus erneut, mit der "Ein-Mann-Wanderbühne" Erfolg zu feiern.

Schauspieler Klaus Kinski mit Frau Minhoi und Sohn Nikolai im Juli 1977 in Paris, Frankreich. (Foto von Alain MINGAM) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Schauspieler Klaus Kinski mit Frau Minhoi und Sohn Nikolai im Juli 1977 in Paris, Frankreich. (Foto von Alain MINGAM) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Danach entwickelte sich Klaus' Karriere positiv. Er spielte in mehreren Edgar Wallace-Filmen, spielte in "Doktor Schiwago" und seine Auftritte in mehreren Italowestern brachten ihm internationalen Ruhm.

Alle diese Erfolge waren gering, bis Kaus mit Werner Herzog zusammenarbeitete. Die beiden haben Kultwerke wie "Aguirre, der Zorn Gottes", "Woyzeck", "Nosferatu - Phantom der Nacht", "Fitzcarraldo" und "Cobra Verde" geschaffen.

Klaus Kinski und seine Frau Schauspielerin Deborah bei den Filmfestival von Cannes am 17. Mai 1988 in Frankreich. (Foto von Pool GARCIA / URLI) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Klaus Kinski und seine Frau Schauspielerin Deborah bei den Filmfestival von Cannes am 17. Mai 1988 in Frankreich. (Foto von Pool GARCIA / URLI) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Kurz vor seinem Tod wollte Kinski ein Schiff bauen. Auf 72 Seiten notierte Kinski, was ihm im Material fehlte. Zuvor schrieb er seinem Sohn einen Brief mit folgenden Worten:

"Wenn Dir jemand sagt, ich sei tot, glaube es nicht... Ich bin der Regen und das Feuer, das Meer und der Wirbelsturm. Sei nicht traurig. Ich sterbe niemals."

Im Alter von 24 Jahren wurde Kinski in eine Nervenklinik eingeliefert. Nach Angaben der Berliner Ärzte stellte Kinski eine allgemeine Gefahr dar, und sein Redegang war zu gewaltig. Für Kinski, waren sie jedoch diejenigen, die nicht normal waren.

Ruth Brigitte Tocki begrüsst ihre Tochter Nastassja Kinski am Flughafen Berlin Tegel (Foto von Thierlein) I Quelle: ullstein bild via Getty Images

Ruth Brigitte Tocki begrüsst ihre Tochter Nastassja Kinski am Flughafen Berlin Tegel (Foto von Thierlein) I Quelle: ullstein bild via Getty Images

Kinski hatte in seinen Leben drei Ehen. Von 1952 bis 1955 war er mit Gislinde Kühlbeck verheiratet, mit der er seine erste Tochter Pola hatte. Er war von 1960 bis 1971 mit Ruth Brigitte Tocki verheiratet, mit der er eine Tochter, Nastassja Kinski bekam. 1969 lernte Kinski Minhoi Geneviève Loanic kennen. Das Paar heiratete 1971 und bekam einen Sohn, Nikolai. Beide Töchter von Kinski sind heute Schauspielerinnen.

Deborah Caprioglio war seine letzte Partnerin. Die beiden trafen sich 1987 im Restaurant eines Freundes. Drei Monate nach dem ersten Treffen verließ Deborah ihre Familie, Freunde und Schule, um mit ihm in Rom zu leben. 

Werner Herzog, Claudia Cardinale und Klaus Kinski bei den Filmfestival von Cannes im Mai 1981 in Frankreich. (Foto von URLI / GARCIA) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Werner Herzog, Claudia Cardinale und Klaus Kinski bei den Filmfestival von Cannes im Mai 1981 in Frankreich. (Foto von URLI / GARCIA) I Quelle: Gamma-Rapho über Getty Images

Ihre turbulente Beziehung dauerte zweieinhalb Jahre. Deborah glaubt, dass der Grund für das Versagen der Beziehung in der Tatsache liegen könnte, dass sie viel jünger als er war. Klaus war zu eifersüchtig, bis das Leben mit ihm unerträglich wurde.

Am 29. November 1991 starb Callus Kinski im Alter von 65 Jahren in einem kalifornischen Haus an Herzproblemen. Zuvor hatte Kinski mit mehreren Herzinfarkten zu kämpfen. Der Schauspieler wollte nicht ins Grab gehen, sondern forderte seine Familie auf, seine Asche unter der Golden Gate Bridge zu verstreuen.

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