Nach drei Jahren Haft gab der ehemalige Krankenpfleger zu, 100 Menschen getötet zu haben

Der ehemalige Krankenpfleger namens Niels Högel sitzt nun in Haft, weil er in Kliniken mehrere Patienten tötete. Die Ermittler glauben, dass er mehr, als 100 Menschen umbrachte.

Das ist der bundesweit größte Mordprozess der Nachkriegszeit in der deutschen Geschichte. Es wird erwartet, dass der Prozess mindestens bis Mitte Mai dauern wird, bis dahin sind 24 Termine angesetzt, berichtet ABC News.

Die Ermittlung geht davon aus, dass Niels Högel zwischen 2000 und 2005 insgesamt 106 Patienten tötete. Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Zuvor hatten die Ermittler von 90 Taten, nun hätten sich durch weitere toxikologische Untersuchungen weitere Opfer ergeben.

Quelle: edition.cnn.com

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Högel war bereits wegen sechs Verbrechen zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Ihm werden 62 Sterbefälle an Klinikum Delmenhorst und 38 Taten am Klinikum Oldenburg vorgeworfen.

Es wird berichtet, dass Högel den Intensivpatienten eigenmächtig verschiedene Medikamente verabreichte, die Herz-Kreislauf-Stillstand auslösten. Anschließend plante Högel, die Patienten wiederzubeleben, um sich vor KollegInnen als heldenhafter Retter zu beweisen. Leider überlebten viele Kranken das nicht.

Quelle: edition.cnn.com

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Högel benutzte für seine Taten solche Medikamente wie Gilurytmal, Kalium, Sotalex, Xylocain und Cordarex. Am häufigsten wurde natürlich Gilurytmal benutzt.

Högel wurde am 22. Juni 2005 von einer Krankenschwester ertappt, als er einem 63-jährigen Patienten mehrere Ampullen Gilurytmal spritzte, und eine Pumpe mit einem lebenswichtigen Medikament abschaltete.

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Obwohl der ehemalige Pfleger nach zwei Prozessen schon verurteilt wurde, kam später sein überraschendes Geständnis. Nach diesem Geständnis wurde der Verfahren noch einmal ausgeweitet.

Eins ist den Behörden klar: den großen Teil der Morde hätte man verhindern können. Bereits an dem Klinikum Oldenburg gab es eine Statistik, die deutlich zeigte, dass während der Schichten von Niels Högel die Sterberate und auch die Zahl der Reanimationen drastisch stiegen.

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Das Klinikum Oldenburg stellte dem Krankenpfleger sogar ein gutes Arbeitszeugnis aus. Aber auch an dem Klinikum Delmenhorst gab es bald Gerüchte, weil auffällig viele Patienten unerwartet während der Schichten von Högel starben.

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Die deutsche Stiftung Patientenschutz sprach über das große Versagen. Die Täter hätten es in Krankenhäusern und Pflegeheimen angeblich immer noch zu leicht. In vielen Krankenhäusern sind Kontrollmechanismen angeblich noch nicht scharf genug.

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